Baugeld günstig wie nie Wie Häuslebauer vom Zinstief profitieren

Noch nie war Baugeld so günstig wie jetzt. Im Schnitt verlangen Banken für ein Darlehen mit einer Zinsbindung von zehn Jahren nur noch 3,2 Prozent. Mit etwas Eigenkapital sinken die Sätze sogar unter drei Prozent. Mit welchen Finanzierungsstrategien Häuslebauer das Zinstief optimal ausnutzen können.
12 Kommentare
Die Zinsen für Baugeld sind niedrig. Mit der richtigen Strategie lässt sich das Sparpotenzial noch einmal steigern. Quelle: gms

Die Zinsen für Baugeld sind niedrig. Mit der richtigen Strategie lässt sich das Sparpotenzial noch einmal steigern.

DÜSSELDORF. Selten sprach so viel für ein Investment in Immobilien wie jetzt. Die Preise sind in den meisten Regionen noch moderat und die Unsicherheit auf den Finanzmärkten treibt viele Vermögende um. Mindestens ebenso wichtig: Die Kosten für den Kredit sind aktuell so günstig wie niemals zuvor. Zehnjährige Darlehen gibt es im Schnitt bereits für einen Effektivzins von 3,24 Prozent. Das sind 0,48 Prozentpunkte weniger als in dem bisherigen Zinstief von September 2005.

Der günstigste Anbieter verlangt weniger als 2,90 Prozent bei 50 Prozent Eingenmitteleinsatz. Bei Darlehen mit einer Zinsbindung von 15 Jahren liegt der Durchschnittswert bei 3,59 Prozent, dies sind 0,50 Prozentpunkte unter dem bisherigen Tiefststand. Top-Anbieter verlangen weniger als 3,15 Prozent.

Ursache für die aktuellen Rekordstände sind die sinkenden Renditen Deutscher Bundesanleihen. Investoren bevorzugen diese Anlageform in unsicheren Zeiten, aber auch deutsche Pfandbriefe gelten als sichere Geldanlage, was die Baufinanzierungszinsen direkt positiv beeinflußt.

Wer ein Haus bauen oder kaufen möchte, sollte nicht unbedingt auf weitere Tiefststände warten, denn es kann auch schnell wieder in die andere Richtung gehen. Denn schon ein Zinsanstieg von 0,5 Prozent ist in der Baufinanzierung eine Welt. Ein Darlehen über 150 000 Euro verteuert sich bei einer Rückzahlung innerhalb von 15 Jahren um rund 13 000 Euro. Häuslebauer profitieren vom Zinstief aber nur mit der passenden Finanzierung. "Mit der richtigen Strategie lassen sich die Kosten für die Finanzierung schnell um einige zehntausend Euro drücken", sagt Max Herbst, Inhaber der FMH-Finanzberatung in Frankfurt. Handelsblatt Online zeigt, mit welcher Strategie Führungskräfte, Familien, Investoren und Zocker das Zinstief optimal ausnutzen können.

Übersicht:

1.) Finanzierungen für Manager

2.) Klassische Kredite für Familien

3.) Kreditvarianten für Investoren und Steuersparer

4.) Darlehen für Börsen-Zocker

Seite 12345Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Baugeld günstig wie nie - Wie Häuslebauer vom Zinstief profitieren

12 Kommentare zu "Baugeld günstig wie nie: Wie Häuslebauer vom Zinstief profitieren"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Heute habe ich von einer bank einen brief bekommen.
    Die Zinsen für eine Hausfinanzierung sind auf den niedrigsten Stand seit Jahren. Statt eine Wohnung zu mieten, sei der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung somit auch für Familien erschwinglich, da die Annuitäten der Miete entsprechen. 10 Jahre fest bei knapp über 3 % sei möglich. Statt in 20 Jahren dem Vermieter 240 000 € zu zahlen, könne damit ein Haus finanziert werden.

    Tja, fing nicht so auch die blase in den USA an ?

    ich gönne jedem sein Haus oder seine Wohnung, aber .......

  • @JONAS:"Hört nicht auf die bankster ! SPERRT SiE EiN!"

    ihr Appell sollte lauten: LERNT RECHNEN!

    Daß bei 1% Tilgung p.a. nach 10 Jahren überschlägig 90% noch 90% der Schulden da sind, ist wirklich kein Hexenwerk. Einsichtig ist auch, daß es sich bei dieser Form der "Zinsbindung" in Wahrheit um reine Spekulation handelt.

    bei kongruenter und damit risikofreier Finanzierung und 4% Zins liegt der Zinsaufschlag für die gesamte Laufzeit bei knapp 25%, also werden für 100.000 Euro 125.000 Euro in zehn Jahren zurück bezahlt.

    Doch die Verdummung hat System: ich will ja neben dran auch noch gut leben, und in 10 Jahren ist halt in 10 Jahren, und wer weiß schon, was dann sein wird.


    So rechnen die Kinder, die Amis, und viele, viel Andere.

    ist es auch Wahnsinn, hat es doch Methode. Damals. in Dänemark! Und so wird das auch enden. breit sein ist alles.

  • HÄUSLEbAUER-TiPP:
    Niedrige Zinsen ausnutzen,
    lange Laufzeit verienbaren (15-20 Jahre!),
    hohe Anfangstilgung (2,5 - 3 % Min.),
    Sondertilgungsrechte (z.b. 5% p.a.)

    AbER: Nur bauen, wenn es wirklich in die Zukunftsplanung passt! Denn das Wichtigste an der immobilie ist: Sie ist nicht mubil ...

  • Q veblen
    Sorry! Meinte in der Tat Deflation. bitte um Entschuldigung.

  • Den letzten Absatz bitte streichen. Den habe ich vergessen zu löschen.

  • @ Realist
    An eine Hyperinflation glaube ich eher nicht. Dagegen sprechen eine hohe Sparquote in Deutschland, überschuldete Privathaushalte z.b. in Spanien und irland, unterkapitalisierte banken und nicht zuletzt die Falken in der EZb. Die ganze Konstellation erinnert eher an Japan. Und das hieße: Deflation!

    Aber darum ging es in meinem Kommentar gar nicht. Vielmehr bezog ich mich auf die Empfehlung von Leertasche: "Minimiert Eure Schulden, damit es mit Euch gut geht." Und diese Aussage macht, wenn man - wie Leertasche - an eine Hyperinflation glaubt, nun mal keinen Sinn.

    Dass die irgend eine Form der Geldentwertung bei der bewältigung der Staatsschuldenproblematik hilfreich wäre, ist zutreffend aber nicht unbedingt notwendig. Damit die Schuldenquote nicht weiter zunimmt, müssen eben die Schulden in Zukunft langsamer wachsen als das biP. Das sollte möglich sein.


    Und da gibt es doch tatsächlich eine große, große Zahl an Voll-blinden, die noch höhere Sozialausgaben fordern. Dabei ist ebenfalls sonnenklar, das allein das Gegenteil den finanziellen GAU abwenden könnte.

  • @ veblen

    Ob es eine Hyperinflation werden wird, kann man noch nicht sagen! Klar ist für "vernünftige" beobachter, dass die Staatschulden nur über irgend eine Form der Geldentwertung passieren kann.

    Das haben wir dann den Soziallasten der Jahre von etwa 1970 bis eben 2010 zu verdanken! Wer als Staat dauerhaft ein Drittel des biP für "Soziales" ausgibt, geht pleite! Ohne Wenn und Aber!

    Und da gibt es doch tatsächlich eine große, große Zahl an Voll-blinden, die noch höhere Sozialausgaben fordern. Dabei ist ebenfalls sonnenklar, das allein das Gegenteil den finanziellen GAU abwenden könnte.

  • Das Zinsgeplapper in beitrag 1 ist vergleichsweise wirr. Häuslebauer wollen nämlich meistens das Haus JETZT nutzen und nicht nach dem Ansparen von 150.000 € in 20 Jahren! Das Leben junger Leute sieht anders aus, als das der Rentner. ;-)

    Häuslebauer handeln im Prinzip nicht anders als Autokäufer, Urlaubsreisende oder andere Konsumidioten!

    Was man tragen, will heißen unter heutigen bedingungen finanzieren, kann, wird gekauft! Etwas größer? Geht doch! 2 Vollbäder? Na klar! Garten? immer! Fitnessraum? Auf jeden Fall!

    Die Menschen lassen sich in ihrer dümmlicher Gier nach "Vergnügung" immer genau soviel Geld abnehmen, wie sie zur Verfügung haben! Das ist bei Hartz-iV-Empfängern so wie bei Häuslebauern!

    Häuslebauer könnten mit weniger auskommen - so wie Hartz-iV-Empfänger auch!

  • Das verstehe ich jetzt nicht, Leertasche. Wenn jetzt tatsächlich eine Hyperinflation anstünde, dann wäre es jetzt absolut rational, sich auf Teufel kommm raus zu verschulden und in Sachwerte zu investieren. Denn bei einer Hyperinflation würden die Schulden ja völlig entwertet. Meinten Sie Deflation?

  • Sehe ich ein bisschen anders als Jonas: Schlimmer!
    bei der anstehenden Hyperinflation sollten eigentlich rettende Rufe erschallen, die sagen: Minimiert Eure Schulden, damit es mit Euch gut geht. Liest man die hier irgendwo?
    Ansonsten ist natürlich hier Jonas einfach ein Wahrheits-berichter.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%