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Büromieten steigen erst am Jahresende - Weniger Neubauten lösen das Leerstandsproblem noch nicht Immobilienmarkt tut sich noch schwer

„Die Leerstände haben überall weiter zugenommen, das Vermietungsvolumen ging zurück oder hat bestenfalls Vorjahresniveau erreicht“, stellt Oliver Horstmann, Prokurist des Hamburger Maklerunternehmen Engel & Völkers (E & V) die Situation auf dem deutschen Büroimmobilienmarkt. Die E & V-Statistik wie auch die der anderen großen Immobilienberater belegen die Situation.

DÜSSELDORF. So errechnen die Analysten von Atis Real Müller im Jahresvergleich einen Anstieg des Leerstandes an den neun größten Büroimmobilienstandorten (Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/M., Hamburg, Köln, Leipzig, München, Stuttgart) um mehr als ein Drittel auf rund acht Mill. Quadratmeter (qm). Damit überstieg der Leerstand am Jahresende die Summe der Neuvermietungen übers Jahr um mehr als das Dreifache.

Für den geringeren Umfang an neu vermittelten Mietflächen haben die Marktbeobachter des Maklernetzwerkes DIP Deutsche Immobilien-Partner eine einfache Erklärung: „Die Freisetzung an Büroflächen war per Saldo größer als der Erweiterungsbedarf“. Dabei nicht zu vergessen sind 2003 fertiggestellte Büroflächen, die nach den Zahlen von Atis das Flächenangebot in den neun Märkten um 12,4 Prozent auf 9,3 Mill. qm erhöhten.

Also nichts wirklich Neues von der deutschen Immobilienkrise, gäbe es nicht doch erste positive Signale: Die Untervermietungen nähmen nicht weiter zu, bei den Mieten sei nach drei Jahren der Bodensatz erreicht, sagt E & V-Experte Horstmann. Eine Annahme, die allerdings nicht alle am Markt teilen. Robert Menke, Partner beim Immobilienberater Cushman & Wakefield Healey & Baker, geht zumindest bei den Spitzenmieten erneut von einem leichten Rückgang aus.

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