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Buwog buhlt um Conwert „Weißer Ritter“ für Conwert gesucht

Poker um Übernahme geht weiter: Der Immobilienkonzern Buwog hat das Deutschland-Portfolio von Conwert im Blick, will den österreichischen Konkurrenten aber nicht komplett übernehmen. Es mischen noch andere Bieter mit.
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Das Corpus Delicti: Die Wohnimmobilienfirma Conwert. Quelle: Reuters
Zentrale von Conwert in Wien

Das Corpus Delicti: Die Wohnimmobilienfirma Conwert.

(Foto: Reuters)

Wien Der Wohnimmobilienkonzern Buwog zerstreut Hoffnungen der Anleger auf ein Gegenangebot für die österreichische Konkurrentin Conwert. Zwar habe Buwog ein Auge auf deren umfangreichen Conwert-Bestand in Deutschland geworfen, sagte Buwog-Chef Daniel Riedl am Montag. An einer Übernahme des gesamten Unternehmens sei die Buwog jedoch nicht interessiert. Das hat jetzt jemand anderer in die Hand genommen“, sagte Riedl. Vor gut einer Woche hatte die Deutsche Wohnen ein milliardenschweres Übernahmeangebot für die kleinere österreichische Konkurrentin angekündigt.

Doch einigen Conwert-Aktionären ist der Preis von 11,50 Euro je Aktie in bar zu wenig. Sie hoffen auf einen sogenannten „weißen Ritter“ - also einen Investor, der ein Gegenangebot vorlegt. Aus der Liste der möglichen Bieter scheidet die Buwog nun wohl aus.

Allerdings werde das österreichische Unternehmen die Übernahme beobachten. „Wir schauen uns sehr genau an, wie das läuft. Sollte es dazu kommen, dass das Deutschland-Portfolio zur Disposition steht, sind wir sicher wieder im Rennen“, sagte Riedl. Conwert verfügt über 25.000 Wohnungen in Deutschland.

Die Buwog bewirtschaftet rund 52.500 Wohnungen in Deutschland und Österreich und ist laufend auf der Suche nach Zukäufen. Im Fokus stünden dabei weiterhin Wohnimmobilien in mittelgroßen Städten zwischen Kassel und Kiel. „Da arbeiten wir an konkreten Transaktionen“, sagte Riedl.

Buwog hatte sich zum Ziel gesetzt, pro Jahr etwa 2000 bis 4000 Wohnungen in Deutschland zu kaufen. Grundsätzlich könne Buwog aber auch größere Übernahmen mit Hilfe einer Kapitalerhöhung stemmen, sagte Riedl. „Nachdem der Kurs bereits über dem Net Asset Value (Nettovermögenswert) ist, gibt es keinen unserer Anleger, der jetzt meckern würde, wenn wir um neues Geld werben.“

  • rtr
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