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Conwert-Umbau Fidelity zeigt Adler die kalte Schulter

Conwert-Großaktionär Adler Real Estate will den Verwaltungsrat des österreichischen Immobilienkonzerns umbauen. Die US-Fondsgesellschaft Fidelity fürchtet eine Übernahme – und rät anderen Aktionären von dem Vorschlag ab.
Rund 80 Prozent der Conwert-Immobilien stehen in deutschen Städten – ein verlockendes Geschäft für den deutschen Konkurrenten Adler. Quelle: Reuters
Großbestand in Deutschland

Rund 80 Prozent der Conwert-Immobilien stehen in deutschen Städten – ein verlockendes Geschäft für den deutschen Konkurrenten Adler.

(Foto: Reuters)

WienDer US-Investmentfonds Fidelity kann dem Vorschlag des Conwert-Großaktionärs Adler Real Estate zum Austausch von Verwaltungsratmitgliedern nichts abgewinnen. In einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Brief vom Donnerstag sicherte die Fondsgesellschaft dem Verwaltungsrat des österreichischen Immobilienkonzerns Conwert die volle Unterstützung zu. Bei der außerordentlichen Hauptversammlung am 17. März werde Fidelity daher gegen die vom deutschen Wohnungskonzern Adler vorgeschlagene Abwahl von drei der insgesamt vier Verwaltungsratmitgliedern stimmen. Die Hürden für Adler sind hoch: Für die Abwahl benötigten die Deutschen 75 Prozent der anwesenden Stimmen. Fidelity hält nach Angaben auf der Unternehmenswebsite 7,8 Prozent an Conwert.

Adler will die Verwaltungsratmitglieder durch eigene Kandidaten ersetzen, was von Conwert abgelehnt wird. Die Österreicher hatten zuvor ihren Anteilseignern empfohlen, den Vorschlag des deutschen Wohnungskonzerns bei der Aktionärsversammlung nicht zuzustimmen. „Eine Beherrschung des Verwaltungsrats durch den Mitbewerber Adler könnte zu erheblichen Nachteilen für die übrigen Conwert-Aktionäre führen“, warnte Conwert. Das österreichische Immobilienunternehmen befürchtet, dass Adler einen Zusammenschluss der beiden Rivalen anstrebt – durch eine Fusion oder einen Verkauf von Adler-Immobilien an Conwert. Adler hält 22,4 Prozent an der Firma. „Nach intensiver Prüfung kamen der Verwaltungsrat und das Management von Conwert zu dem eindeutigen Ergebnis, dass ein solcher Zusammenschluss weder im Interesse noch zum Vorteil aller Aktionäre von Conwert und damit abzulehnen ist“, teilte das Unternehmen mit.

Wohnen wie „Mrs. Doubtfire“
Mrs. Doubtfire
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Ein geschiedener Vater, der sich als Kindermädchen verkleidet, um seinen Kindern nahe zu sein: Als „Mrs. Doubtfire“ spielte sich der 2014 verstorbene Schauspieler Robin Williams in die Herzen der Zuschauer. Im Kino brachte der Film bei der Veröffentlichung 1993 rund 218 Millionen US-Dollar ein. Das Haus, in dem die Maskerade spielt, steht noch heute in San Francisco. Die Eigentümer wollen es nun verkaufen.

Hausfront
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Für einen Preis von 4,45 Millionen US-Dollar erhalten die Käufer ein dreistöckiges Haus mit einer Wohnfläche von rund 306 Quadratmetern – genug Platz für eine Familie. Im Film ist das die vierköpfige Familie Hillard.

Flur
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Das Gebäude befindet sich im Stadtteil Pacific Heights – also auf den berühmten Hängen San Franciscos gelegen. Den Stil beschreibt das Maklerbüro mit „traditionell viktorianisch“.

Esszimmer
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Zwei Erker am Haus sorgen für zusätzlichen Raum. Insgesamt verfügt das Gebäude über vier Schlafzimmer. Gebaut wurde es 1893 – also vor weit mehr als 100 Jahren.

Schlafzimmer
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Auch die oberen Stockwerke werden durch die Erker erweitert. Die rundherum angebrachten Fenster sorgen außerdem für ein helles Ambiente.

Kinderzimmer
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Etwas kleiner wirken dagegen die Kinderzimmer des Hauses. Was die Käufer beachten sollten: Das Haus ist eine Touristenattraktion. Laut der Website „San Francisco Curbed“ schauen regelmäßig Neugierige vorbei, die einen Blick durchs Fenster erhaschen wollen – vor allem seit dem Tod des Hauptdarstellers, Robin Williams.

Küche
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Ebenfalls voll ausgestattet: die Küche. Ein Gasherd mit sechs Kochfeldern, große Arbeitsplatten aus Marmor und zahlreiche Schränke machen Lust auf gemeinsames Kochen. Im Film „Mrs. Doubtfire“ allerdings geht das nicht besonders gut aus.

Conwert hat nach eigenen Angaben 80 Prozent seiner Immobilien in deutschen Städten. Die österreichische Firma ist mit einer Marktkapitalisierung von rund 1,2 Milliarden Euro derzeit mehr als doppelt so viel wert wie Adler.

Ursprünglich hatte Conwert Adler angeboten, einen Kandidaten als fünftes Mitglied zur Wahl in den Verwaltungsrat vorzuschlagen. Adler hatte das abgelehnt und fordert stattdessen den Austausch von drei Räten. Zwei der drei Verwaltungsräte, die Adler loswerden will, hatten sich erst im Herbst in ihre Positionen eingeklagt: der aktivistische Investor Alexander Proschofsky und der Berliner Immobilienmanager Peter Hohlbein. Sie hatten den Einfluss des früheren Conwert-Großaktionärs Hans-Peter Haselsteiner begrenzen wollen. Dessen Aktienpaket ist inzwischen auf Umwegen für 285 Millionen Euro bei Adler gelandet.

  • rtr
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