Deutsche Wohnen gegen Vonovia Anleihebesitzer im Zentrum der Übernahmeschlacht

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Überbrückungskredit für Abwehrmanöver wohl gesichert

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Vonovia hatte am Montag in Hoffnung auf einen Zugriff auf die Aktien aus der gewandelten Anleihe erklärt, ihr reichten damit 44 statt 50 Prozent der übrigen Aktien, um sicher auf eine Mehrheit an der Deutschen Wohnen zu kommen. Bis Anfang der Woche hatte Vonovia aber nur 22,5 Prozent sicher, das 14 Milliarden Euro schwere Angebot läuft noch bis 9. Februar. Großanleger entscheiden sich aber oft erst in den letzten Stunden.

Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn pariert mit der Barofferte für die Anleihegläubiger die Attacke Vonovias: „Wir nehmen nicht hin, dass die Vonovia das Votum der Deutsche-Wohnen-Aktionäre nicht akzeptieren will.” Nach seiner Ansicht muss Vonovia jetzt wieder mindestens 50 Prozent der Aktionäre auf seine Seite ziehen. „Es darf nicht sein, dass eine Minderheit bestimmt, was die Mehrheit macht”, sagte ein Insider aus dem Umfeld von Deutsche Wohnen. Zahn gab sich sicher, dass Vonovia das nicht gelingen werde. Er hält das Angebot von Vonovia für unzureichend und die Übernahme für strategisch nicht sinnvoll.

Vonovia hat sich zum Ziel gesetzt, 168 Millionen Deutsche-Wohnen-Aktien einzusammeln, das wäre die Hälfte der ausgegebenen Anteilsscheine. Über einen Umtausch der Wandelanleihen könnten rund 40 Millionen weitere Aktien geschaffen werden. In die Papiere haben sich Insidern zufolge zahlreiche Hedgefonds eingekauft, die es auf kurzfristige Profite abgesehen haben.

Je nachdem, wie diese entscheiden, könnte Vonovia am Ende zwar formal sein Ziel erreichen, aber trotzdem die Mehrheit an der Deutschen Wohnen verfehlen. Was dann passiert, ist offen. Die Entscheidung liegt formal bei der Finanzaufsicht Bafin – doch sie könnte die Streitparteien laut Branchenkennern auch an ein Gericht verweisen.

Eine Barabfindung würde Deutsche Wohnen eine Milliarde Euro kosten und die Verschuldung der Gesellschaft hochtrieben, argumentiert Vonovia. Aus Finanzkreisen verlautete, dass sich Deutsche Wohnen für den Fall einer Barabfindung Brückenkredite über rund 900 Millionen Euro gesichert habe. Die Verschuldung, branchentypisch „loan to value“ genannt, werde sich aufgrund der Bilanzierung der Wandelschuldverschreibung nicht verändern, verlautete weiter.

  • rtr
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