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Deutscher Mieterbund Schärfere Mietpreisbremse und mehr Sozialwohnungen gefordert

Die Mietpreisbremse ist gescheitert. Laut neustem Mietspiegel sind die Durchschnittsmieten in Deutschland sogar gestiegen. Der Deutsche Mieterbund fordert jetzt eine Anpassung der Kappungsgrenzen und Wohnungskapazitäten.
12.05.2017 - 15:15 Uhr
Millionen Haushalte sollten von der Mietpreisbremse profitieren. Quelle: dpa
Durchschnittsmieten weiterhin gestiegen

Millionen Haushalte sollten von der Mietpreisbremse profitieren.

(Foto: dpa)

Berlin Der Deutsche Mieterbund sieht die Eindämmung steigender Wohnkosten durch die Mietpreisbremse als gescheitert an. „Der Versuch des Gesetzgebers, mit Hilfe der Mietpreisbremse die Preissteigerungen zu stoppen, hat nicht funktioniert“, kritisierte Bundesdirektor Lukas Siebenkotten am Freitag in Berlin.

Laut einem neuen Mietspiegel sind die Durchschnittsmieten in der Bundeshauptstadt innerhalb von zwei Jahren um zehn Prozent gestiegen. Stark steigende Mieten bei Wiedervermietungen fließen in die ortsüblichen Vergleichsmieten ein, an denen sich wiederum die Erhöhung bestehender Mieten orientiert.

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Die Prognose des Hamburgische Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) hat auf Grundlage von Preisdaten des Forschungsinstituts Empirica die Städte und Landkreise ermittelt, in denen die Preise für Wohnimmobilien bis 2030 am stärksten steigen werden. Beauftragt wurde die Studie, die den Zeitraum von 2016 bis 2030 behandelt, von der Postbank. Sie bezieht sich auf Eigentumswohnungen und Ein- sowie Zweifamilienhäuser. In mehr als der Hälfte der 402 deutschen Kreise und Städte können Eigentümer davon ausgehen, dass der Wert ihrer Immobilie bis 2030 stabil bleibt oder weiter zulegt. Besonders Großstädte und die angrenzenden Kreise dürften auch in Zukunft zu den Regionen mit relativ hoher Wertsteigerung gehören.

(Foto: dpa)
Platz 10: Ebersberg (Landkreis)
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Fast durchgehend gute Rahmenbedingungen für Wohnimmobilien finden Käufer in Bayern: Hauseigentümer im Landkreis Ebersberg können mit einem Preiswachstum von 1,6 Prozent rechnen. Damit liegt Ebersberg auf Platz zehn. 4.203 Euro kostete der Quadratmeter im vergangenen Jahr.

(Foto: dpa)
Platz 9: Potsdam (Stadt)
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1,6 Prozent Preisanstieg prognostiziert die Postbank für Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam. Zuletzt kostete ein Quadratmeter 2.911 Euro.

(Foto: dpa)
Platz 8: Pfaffenhofen a. d. Ilm (Landkreis)
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Viele Jahre hatte die Firma Hipp hier ihren Sitz. 2.880 Euro betrug der Quadratmeterpreis in dem Landkreis 2016. Er soll bis 2030 jährlich um 1,6 Prozent zulegen.

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Platz 7: Landshut (Landkreis)
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Zwei der berühmtesten Söhne der Stadt: Eishockey-Nationalspieler Tom Kühnhackl (re.) und sein Vater Erich. 2.289 Euro muss man hier für den Quadratmeter berappen. Das jährliche Preiswachstum soll von 2016 bis 2030 1,7 Prozent betragen.

(Foto: dpa)
Platz 6: Rosenheim (Landkreis)
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In dem bayerischen Landkreis wird laut Postbank der Preis für Häuser und Eigentumswohnungen bis 2030 ebenfalls um durchschnittlich 1,7 Prozent pro Jahr steigen. Verglichen mit Landshut liegen die Preise in Rosenheim allerdings mit 2.993 Euro pro Quadratmeter schon deutlich höher.

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Platz 5: Cloppenburg (Landkreis)
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Die Sehenswürdigkeit Cloppenburgs: das Museumsdorf. In die Postbank-Rangliste schafft es der Landkreis als einziger aus Norddeutschland. Der jährliche Wertzuwachs wird auf 1,8 Prozent geschätzt. Der Quadratmeterpreis ist allerdings bei weitem der niedrigste. Hauskäufer müssen lediglich 1.586 Euro aufwenden.

(Foto: dpa)

Siebenkotten forderte, die Vergleichsmiete aus einer Zeitspanne von zehn Jahren statt aktuell vier zu berechnen, um ältere und günstigere Vertragsabschlüsse zu berücksichtigen. Außerdem sollten die sogenannten Kappungsgrenzen, welche die Steigerung von Bestandsmieten beschränken, weiter angepasst werden. Das geltende Gesetz begrenzt Mieterhöhungen innerhalb von drei Jahren auf 20 Prozent, in Berlin und anderen Orten mit angespanntem Wohnungsmarkt auf 15 Prozent.

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