Drohendes Milliardengrab Krise trifft Manhattans Megadeal ins Mark

Eine der spektakulärsten Immobilientransaktionen in der New Yorker Geschichte gerät in Schwierigkeiten. Vor drei Jahren haben Investoren für 5,4 Mrd. Dollar die Hochhaussiedlungen Stuyvesant Town und Cooper Village auf der Lower Eastside Manhattan gekauft. Weil aber die Preise fallen, droht die Investition zum Desaster zu werden.
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Peter Cooper Village und Stuyvesant Town. Die Transaktion der Hochhaussiedlungen gilt als Paradebeispiel dafür, was in der Boomphase des US-Immobilienmarktes falsch lief. Quelle: ap

Peter Cooper Village und Stuyvesant Town. Die Transaktion der Hochhaussiedlungen gilt als Paradebeispiel dafür, was in der Boomphase des US-Immobilienmarktes falsch lief.

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NEW YORK. Wenn der Preisverfall anhält, muss die Investorengruppe um Rob und Jerry Speyer bald mit den Gläubigern über Umschuldungen reden „Das Objekt braucht eine Restrukturierung, sagte Rob Speyer, der mit seinem Vater Jerry die Familienfirma Tishman Speyer Properties leitet, der New York Times. Zunächst will er einen Prozess, in dem er sich gegen Forderungen nach Mietminderung wehrt, abwarten. „Dann werden wir mit den anderen Eigenkapitalgebern und den Gläubigern reden“, fügte er hinzu.

Die Transaktion gilt als Paradebeispiel dafür, was in der Boomphase des US-Immobilienmarktes falsch lief, als billige Kredite selbst für die risikoreichsten Investitionen zur Verfügung standen und die Preise immer weiter steigen ließen. Die Investoren hatten neben dem Kaufpreis von 5,4 Mrd. Dollar 890 Mio. Dollar für Instandhaltungsfonds aufgebracht. Rund 4,4 Mrd. Dollar waren Fremdkapital.

Ihre Probleme sind ähnlich wie die vieler New Yorker Immobilienbesitzer: Die Preise sind wegen der Krise massiv verfallen. So schätzt der Makler Realpoint, dass die Objekte mit insgesamt knapp 11 300 Apartments heute nur noch 2,13 Mrd. Dollar wert sind. Mit anderen Worten: Sie decken nicht einmal mehr den Wert des Fremdkapitals ab. Zudem haben sind die Mieteinahmen um 25 Prozent eingebrochen. Experten befürchten, den Investoren könnten schon im Dezember das Geld ausgehen. Ungenannten Quellen der New York Times zufolge könnte es dagegen zumindest bis Februar reichen.

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