Europas Immobilienmärkte Investoren lauern auf Gelegenheiten

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Italien: Top-Immobilien an Seen und in der Toskana bleiben teuer

MAILAND. Eine Wohnung am Gardasee, ein Landhaus in der Toskana - Italien bleibt der Traum vieler Deutschen. Mit der Finanzkrise haben die deutschen Familien die Briten bei den Käufen italienischer Immobilien abgelöst. Rund ein Drittel der von Ausländern gekauften italienischen Häuser und Wohnungen geht aktuell an Deutsche. Mehr als eine Milliarde Euro fließen damit in diesem Jahr für den Hauskauf von Deutschland nach Italien. Das ist ein Rekord. Und die Tendenz ist weiter steigend.

Schnäppchen wie in Spanien oder Irland sind in Italien aber nicht zu erwarten. In dem Mittelmeerland sind die Preise vor 2007 auch längst nicht so rasant gestiegen wie andernorts. Außerdem haben die italienischen Banken längst nicht so großzügig finanziert wie ihre ausländischen Konkurrenten, und so ist der Großteil der Häuser abbezahlt. Das bedeutet, dass die Besitzer weniger Druck haben, zu verkaufen.

Die Notverkäufe finden, wenn überhaupt, in für deutsche Urlauber unattraktiven Gegenden statt: "Im Mailänder Hinterland oder in der Peripherie von Rom sind die Preise für Wohnungen aus den 70er-Jahren um 20 Prozent gesunken", erklärt der Präsident des unabhängigen Immobilien-Instituts Scenari Immobiliari, Mario Breglia. "Aber im Zentrum von Rom und Mailand kostet der Quadratmeter noch immer 10.000 Euro." Ein echtes Schnäppchen sieht anders aus.

Tatsächlich sind die Preise in den Großstädten nach einer Studie des Immobilienmaklers Technocasa auch nach 2007 nur um maximal drei Prozent jährlich zurückgegangen - im ersten Halbjahr dieses Jahres sogar um deutlich weniger. Viele Marktteilnehmer rechnen damit, dass die Preise im kommenden Jahr oder spätestens 2012 wieder steigen.

"Es gibt generell ein größeres Angebot auf dem Markt, das potentiellen Käufern eine größere Auswahl bietet," sagt Fabiana Meglioli, die bei Technocasa die Studien verantwortet. Ein Käufer verfüge derzeit über mehr Verhandlungsmacht gegenüber dem Verkäufer und könne höhere Abschläge herausbekommen als noch vor wenigen Jahren.

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