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Fiese Immobilien-Tricks Wie Makler Mieter immer noch schröpfen

Im Immobilienboom wittern manche Makler ihre Chance auf noch mehr Geschäft und versuchen trotz des Bestellerprinzips Geld von Mietern zu kassieren. Mit welchen Tricks die Makler vorgehen.
Ob Vertrags- oder Besichtigungsgebühr: Obwohl das Bestellerprinzip gilt, versuchen Makler immer wieder Wohnungssuchende zur Kasse zu bitten. Quelle: dpa
Maklertricks

Ob Vertrags- oder Besichtigungsgebühr: Obwohl das Bestellerprinzip gilt, versuchen Makler immer wieder Wohnungssuchende zur Kasse zu bitten.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Immobilienmarkt läuft heiß. Vielen Wohnraumsuchenden fällt es in Großstädten schwer, eine passende Bleibe zu finden. Einige Immobilienmakler scheinen diese Lage nutzen zu wollen – für Geschäfte, versteht sich.

Dabei gibt es zumindest für zur Miete angebotene Wohnungen klare gesetzliche Vorgaben. So dürfen Makler dafür höchstens zwei Nettomonatskaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer als Provision verlangen. Seit Einführung des Bestellerprinzips im Juni 2015 muss die Provision zudem von demjenigen bezahlt werden, der den Makler beauftragt hat – in der Regel also der Vermieter.

Mancher Makler versucht trotzdem, Geld von Mietern zu kassieren. Direkt klappt das selten: Mieter könnten ungerechtfertigte Zahlungen drei Jahre lang zurückfordern. Zudem drohen bis zu 25.000 Euro Buße.

Deshalb geben die Immobilienvermittler Forderungen einen anderen Namen. Laut Hamburger Mieterverein werden vermehrt Angebote mit bis zu 250 Euro „Vertragsgebühr“ annonciert. Das aber ist unzulässig (Landgericht Hamburg, 307 S 144/08).

Auch eine Besichtigungsgebühr, im konkreten Fall von 35 Euro pro Interessent, dürfen Makler nicht von Mietinteressenten verlangen (Landgericht Stuttgart, 38 O 10/16 KfH).

Anders als bei Mietimmobilien dürfen Makler bei Kaufangeboten relativ frei agieren. Je nach Region gibt es unterschiedliche Modelle, die üblich sind. Meist zahlen Käufer den Makler, teilweise teilen Käufer und Verkäufer sich die Kosten – meist sechs bis sieben Prozent des Kaufpreises.

Ein Makler aus Schleswig-Holstein entschied sich für ein ungewöhnliches Modell:

Er bot Eigentümern laut der WirtschaftsWoche vorliegenden Unterlagen an, für sie kostenfrei einen Käufer zu finden. Die Maklerprovision sollte allein der Käufer zahlen. Nach Abschluss des Kaufvertrags sollte der Verkäufer dann ein Prozent des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer vom Makler erhalten. Auch die Kosten für die Erstellung eines Energieausweises wollte er erstatten.

Im Norden sind die Mieter glücklicher
Mieterstudie 2016
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Wo lebt es sich in Deutschland am besten? Eine bevölkerungsrepräsentative Studie der Immobiliengesellschaft TAG gemeinsam mit der TU Darmstadt gibt die Antwort. Dazu wurden 2000 Mieter in Deutschland befragt. „Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich die Wohnungsunternehmen in den vergangenen Jahren mit gezielten Angeboten auf die Wünsche ihrer Mieter eingestellt haben“, sagt Professor Dirk Schiereck von der TU Darmstadt. Singles, Familien und Senioren hätten unterschiedliche Ansprüche und Bedürfnisse an eine Wohnung. Gefragt seien deshalb neue kreative und nachhaltige Lösungen.

(Foto: Imago)
Platz 16: Bremen
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Am unglücklichsten sind die Einwohner Bremens mit ihrer Wohnsituation. Das Land erhielt die Durchschnittsnote 2,5.

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Platz 15: Berlin
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Deutschlands Hauptstadt Berlin schafft es nur auf den vorletzten Platz des Rankings mit einer Gesamtnote von 2,42. Insgesamt sind die Menschen in Großstädten unzufriedener mit ihrer Wohnsituation als jene, die in kleineren Städten leben. So vergeben die Bewohner von Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohnern lediglich die Durchschnittsnote 2,3.

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Platz 14: Niedersachsen
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Den 14. Platz belegt Niedersachsen. Das Land erhält von seinen Einwohnern die Durchschnittnote 2,37 im Ranking.

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Platz 13: Bayern
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Bayern schafft es im Rennen um die zufriedensten Einwohner nur auf Platz 13. Sie bewerteten ihre Wohnsituation mit einer Durchschnittsnote von 2,33.

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Platz 12: Nordrhein-Westfalen
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Die Durchschnittsnote 2,29 erhält Nordrhein-Westfalen von seinen Bewohnern. Das reicht für Platz 12 im Ranking.

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Plätze 11-6: Das Mittelfeld
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Im Mittelfeld befinden sich Baden-Württemberg ( 2,28), Hessen (2,27), Rheinland-Pfalz (2,2) und Thüringen, wo die Menschen ihre Wohnsituation mit einer Durchschnittsnote von 2,17 bewerten. Brandenburg (2,17) und Sachsen (2,15) sind ebenfalls im Mittelfeld zu finden.

(Foto: Imago)

Matthias von Oppen, Münchner Anwalt der Kanzlei Lutz Abel, hält dieses Modell für problematisch. Zwar sei dieses Vorgehen nicht grundsätzlich verboten. Der Verkäufer würde im Ergebnis einen Teil des Kaufpreises auf dem Umweg über den Makler erhalten. Deshalb müsse er unter Umständen aber auch auf die letztlich an ihn geflossene Maklerprovision Grunderwerbsteuer zahlen. Sonst könnte er Grunderwerbsteuer hinterzogen haben.

„Außerdem könnte der Käufer durch das Modell in der Praxis in strafbarer Weise geschädigt werden“, sagt von Oppen. Der Grund dafür: Anders als der Verkäufer muss der Makler vom Käufer Umsatzsteuer verlangen. Gleicht der Makler dies nicht auf eigene Kosten aus, zahlt der Käufer daher effektiv mehr, als wenn er dem Verkäufer direkt die diesem letztlich zufließende Geldsumme gezahlt hätte.

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