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Frankreich Paris stopft die Steuerschlupflöcher

Eine Verschärfung des Reits-Gesetzes in Frankreich soll dazu beitragen, dass die Steuerflucht ins Ausland gestoppt wird.

DÜSSELDORF.Frankreich hatte es mit der Reit-Einführung besonders eilig und gab bereits 2003 den Startschuss für die im Nachbarland Société d'Investissements Immobiliers Cotée (SIIC) genannten Trusts. Weil Paris weitgehend auf Regulierungen verzichtete, plagen die französische Regierung seither jedes Jahr Steuerausfälle in Höhe von mehreren hundert Mill. Euro. Denn ausländische Investoren nutzen die Doppelbesteuerungsabkommen, um ihre Dividenden steuerfrei zu vereinnahmen.

Bereits 2005 waren daraufhin die Bestimmungen geändert worden. Seither dürfen Unternehmen Immobilien zum halben Ertragssteuersatz nicht mehr an SIICs, sondern nur noch an die im Nachbarland neu eingeführten offenen Immobilienfonds veräußern. Zu Beginn dieses Jahres wurde nun das SIIC-Gesetz selbst verschärft. Um die Steuerflucht ins Ausland einzudämmen, müssen Aktionäre und Personengesellschaften, die mehr als zehn Prozent der Aktien eines SIIC halten, künftig eine Quellensteuer von 20 Prozent bezahlen. Zudem muss der Freefloat, der Anteil frei handelbarer Aktien, künftig schon vor der Börsenzulassung mindestens 15 Prozent betragen. Derzeit beträgt der durchschnittliche Freefloat der SIICs lediglich acht Prozent. Die 40 bereits börsennotierten Trusts haben bis Anfang 2009 Zeit, ihre Aktionärsstruktur zu ändern. Für neue SIICs gilt die Bestimmung seit dem 1. Januar.

Dorian Kelberg, Direktor des nationalen Branchenverbandes Fédération des Société Immobilières et Foncières (FSIF), erwartet, dass ausländische Investoren nun einen Teil ihrer SIIC-Aktien verkaufen und dafür französische Privatanleger stärker in das Marktsegment investieren werden. Kelberg: „Die Gesetzesänderung ist ein starkes Signal an Kleinanleger.“


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