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Fusionsplan bestätigt TLG Immobilien bietet für Konkurrenten WCM

Der Immobilieninvestor TLG plant die Übernahmen seines Konkurrenten WCM und hat ein entsprechendes Angebot für eine Übernahme gestellt. Diese könnte den Startschuss einer lang erwartetet Fusionswelle darstellen.
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Die 390 Gewerbeimmobilien der TLG Immobilien sind rund 2,2 Milliarden Euro wert. Quelle: dpa
TLG-Unternehmenslogo

Die 390 Gewerbeimmobilien der TLG Immobilien sind rund 2,2 Milliarden Euro wert.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Berliner Gewerbeimmobilieninvestor TLG will den Frankfurter Rivalen WCM schlucken. Das Unternehmen legte dem WCM-Aktionären am Mittwochabend ein rechnerisch 435 Millionen Euro schweres Tauschangebot für ihre Anteilsscheine vor. Rund 50 Prozent an WCM hat TLG Immobilien dabei bereits sicher. Die Großaktionäre DIC Asset und Karl Ehlerding und Vorstandschef Stavrios Efremidis sind nach eigenen Angaben bereit, ihre Aktien in TLG-Papiere zu tauschen. Efremidis und seine Manager-Kollegen stellten sich hinter die Fusionspläne.

Für je 5,75 WCM-Aktien gibt die TLG eine neue Aktie an die Anteilseigner des Rivalen aus. Das Grundkapital steigt damit um bis zu ein Drittel. Das Umtauschangebot entspricht rechnerisch einem Wert von rund 3,30 Euro je WCM-Aktie. Deren Kurs war am Mittwoch um neun Prozent bis auf 3,50 Euro geschossen, nachdem die Nachrichtenagentur Reuters über die Übernahmepläne berichtet hatte. Am Donnerstag gab der Kurs am Vormittag allerdings wieder deutlich um bis zum zehn Prozent nach.

Die Übernahme könnte der Startschuss für die lang erwartete Fusionswelle unter den zumeist kleinen Gewerbeimmobilien-Firmen an deutschen Börsen sein. Der Markt ist – anders als bei den Wohnungskonzernen – noch sehr zersplittert. Für WCM endet mit dem Kaufangebot ein Jahr der Unsicherheit. DIC Asset war dort überraschend eingestiegen und hatte seine Beteiligung zuletzt bis auf 25,95 Euro ausgebaut. Doch die strategischen Pläne mit WCM gerieten ins Stocken. Karl Ehlerding und seine Familie halten zusammen 14 Prozent an der 2006 pleite gegangenen und 2014 wieder belebten WCM.

Deren Büro- und Handels-Portfolio ist nach Firmenangaben rund 800 Millionen Euro wert. Der TLG gehören Immobilien im dreifachen Wert. Sie war aus der Treuhand Liegenschaftsgesellschaft (TLG) hervorgegangen. Büros, Geschäfte und Hotels aus dem ehemaligen DDR-Staatsbesitz waren bei der Privatisierung an den US-Investor Lone Star verkauft worden. Er brachte die TLG 2014 an die Börse. WCM ist wie DIC Asset und TLG im Kleinwerteindex SDax gelistet.

Wo Hauskäufer die höchsten Gewinne machen
Top 10 Regionen, Top 5 Großstädte
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Die Prognose des Hamburgische Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) hat auf Grundlage von Preisdaten des Forschungsinstituts Empirica die Städte und Landkreise ermittelt, in denen die Preise für Wohnimmobilien bis 2030 am stärksten steigen werden. Beauftragt wurde die Studie, die den Zeitraum von 2016 bis 2030 behandelt, von der Postbank. Sie bezieht sich auf Eigentumswohnungen und Ein- sowie Zweifamilienhäuser. In mehr als der Hälfte der 402 deutschen Kreise und Städte können Eigentümer davon ausgehen, dass der Wert ihrer Immobilie bis 2030 stabil bleibt oder weiter zulegt. Besonders Großstädte und die angrenzenden Kreise dürften auch in Zukunft zu den Regionen mit relativ hoher Wertsteigerung gehören.

(Foto: dpa)
Platz 10: Ebersberg (Landkreis)
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Fast durchgehend gute Rahmenbedingungen für Wohnimmobilien finden Käufer in Bayern: Hauseigentümer im Landkreis Ebersberg können mit einem Preiswachstum von 1,6 Prozent rechnen. Damit liegt Ebersberg auf Platz zehn. 4.203 Euro kostete der Quadratmeter im vergangenen Jahr.

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Platz 9: Potsdam (Stadt)
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1,6 Prozent Preisanstieg prognostiziert die Postbank für Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam. Zuletzt kostete ein Quadratmeter 2.911 Euro.

(Foto: dpa)
Platz 8: Pfaffenhofen a. d. Ilm (Landkreis)
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Viele Jahre hatte die Firma Hipp hier ihren Sitz. 2.880 Euro betrug der Quadratmeterpreis in dem Landkreis 2016. Er soll bis 2030 jährlich um 1,6 Prozent zulegen.

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Platz 7: Landshut (Landkreis)
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Zwei der berühmtesten Söhne der Stadt: Eishockey-Nationalspieler Tom Kühnhackl (re.) und sein Vater Erich. 2.289 Euro muss man hier für den Quadratmeter berappen. Das jährliche Preiswachstum soll von 2016 bis 2030 1,7 Prozent betragen.

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Platz 6: Rosenheim (Landkreis)
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In dem bayerischen Landkreis wird laut Postbank der Preis für Häuser und Eigentumswohnungen bis 2030 ebenfalls um durchschnittlich 1,7 Prozent pro Jahr steigen. Verglichen mit Landshut liegen die Preise in Rosenheim allerdings mit 2.993 Euro pro Quadratmeter schon deutlich höher.

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Platz 5: Cloppenburg (Landkreis)
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Die Sehenswürdigkeit Cloppenburgs: das Museumsdorf. In die Postbank-Rangliste schafft es der Landkreis als einziger aus Norddeutschland. Der jährliche Wertzuwachs wird auf 1,8 Prozent geschätzt. Der Quadratmeterpreis ist allerdings bei weitem der niedrigste. Hauskäufer müssen lediglich 1.586 Euro aufwenden.

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Die Berliner TLG Immobilien hat den operativen Gewinn aus dem Vermietungsgeschäft (FFO) im ersten Quartal um 23 Prozent auf 21,1 Millionen Euro gesteigert. Ihre 390 Gewerbeimmobilien sind rund 2,2 Milliarden Euro wert. TLG hatte am Mittwochabend ein Übernahmeangebot für WCM angekündigt und will damit „die führende deutsche Gewerbeimmobilien-Plattform“ schaffen.

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