High Tech und Spielwiese So sehen die Büros der Zukunft aus

Graue Arbeitskasernen und Büros nach Vorbild von Legebatterien sind Out. Moderne Arbeitsstätten bieten Wäschenannahme, Concierge-Service und Kinderbetreuung. Wie das Büro der Zukunft aussieht.
  • Christian Hunziker
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Spielwiese neben dem Schreibtisch
huGO-BildID: 21076114 THE m.pire Hier
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Auf den ersten Blick wirkt der Raum wie ein schicker Kinderspielplatz, doch das Foto ist in einem Bürogebäude entstanden: Das Musterbüro im 18. Stock des "The m.pire"-Gebäudes in München macht Vorschläge dafür, wie Arbeitsplätze in Zukunft aussehen könnten.

The M.Pire
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Von außen dagegen wirkt das Gebäude klassisch. "The m.pire" wurde von der Bayerischen Hausbau entwickelt.

the m.pire
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In einigen Innenräumen haben sich die Entwickler allerdings alle Mühe gegeben, sich vom schnöden Büroalltag abzusetzen. Sie setzen spielerische Bezüge zur Region und zum Alpenblick aus dem 22-geschossigen Turm.

"Moderne Bürowelten müssen lebendig sein - nicht nur einfach eine Bürolandschaft, sondern ein Spielplatz der Ideen und der Kreativität", erläutert Jürgen Büllesbach, Chef der Bayerischen Hausbau, das Konzept.

the m.pire
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Auch in diesem Raum wird ein bewusster Kontrast zu schlichten Konferenzräumen gesetzt. Solche ungewöhnlichen Umgebungen sollen wohl auch darauf hinweisen, dass die Bayerische Hausbau bei ihrem Vorzeigeprojekt auf ökologische Kriterien geachtet hat.

the m.pire
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Schon mehr wie ein klassisches Büro eingerichtet ist dieser Musterraum im Münchener "m.pire". Auffällig sind die farbigen Flächen und die Durchblicke.

Romeo Julia Frankfurter Bubis-Türme
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Klassischer wirkt dagegen der Büroturm "Romeo und Julia". Unter diesem Namen modernisiert die IFM Immobilien AG die Frankfurter Bubis-Türme.

Romeo Julia Frankfurter Bubis-Türme
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Trotz der unauffälligen Aufmachung: Auch die "Romeo & Julia"-Entwickler beanspruchen für sich, moderne Konzepte umzusetzen. So werde dem Wohlbefinden der Mensch ein größerer Stellenwert eingeräumt als bei früheren Projekte.

Das äußert sich auch in ganz praktischen Funktionen. So achten die Entwickler darauf, dass sich die Fenster der Büros öffnen lassen.

BerlinSupermarkt und Wäscheannahmestelle, Conciergedienst und Gesundheitszentrum – der riesige Neubau namens „The Squaire“ am Frankfurter Flughafen will mehr sein als nur ein Bürozentrum. „Die Idee ist, eine ganze Stadt unter einem Dach zu schaffen“, erläutert Vermietungsmanager Christoph Nebl.

„Wir bieten Dienstleistungen, die das Leben einfacher machen“, umreißt Gerhard Niesslein das Konzept. Er ist Vorstandssprecher der börsennotierten IVG, die das ursprünglich unter dem Namen Airrail-Center bekannte, 960 Millionen Euro schwere Projekt entwickelt hat. „Wir wollen den Menschen unterstützen, damit er ein besserer Mitarbeiter wird.“

Mit diesem Anspruch steht das durch seine schwierige Entstehungsgeschichte in die Schlagzeilen geratene Frankfurter Megaprojekt nicht alleine da. Wollen Projektentwickler im hochwertigen Bürobereich anspruchsvolle Mieter und langfristig orientierte Investoren gewinnen, so müssen sie mehr bieten als eine ordentlich funktionierende Büroimmobilie.

„Früher waren die technische Ausstattung und die Höhe der Miete das Maß aller Dinge“, blickt Georg Glatzel, Chef des Projektentwicklers IFM, zurück. „Das reicht heute nicht mehr aus, um ein Gebäude zukunftsfähig zu machen. Dem Wohlbefinden der Menschen wird heute ein viel größerer Stellenwert eingeräumt.“

Mitarbeiter, die sich im Büro wohl fühlen, leisten mehr 

Bei der Revitalisierung der Frankfurter Bubis-Türme, die jetzt unter dem Namen „Romeo & Julia“ vermarktet werden, achtete Glatzel deshalb nicht nur auf einen repräsentativen Eingangsbereich, sondern auch darauf, dass sich die Fenster der Büros öffnen lassen.

Auf das Wohlbefinden der Nutzer setzt auch die Bayerische Hausbau bei ihrem Büroturm „The M.Pire“ in München. Besucher des Musterbüros im 18. Stock sehen Massagesessel und an der Decke angebrachte Schaukeln. „Die meisten Menschen arbeiten dann am besten, effizientesten und mit der meisten Begeisterung, wenn sie gar nicht das Gefühl haben zu arbeiten“, sagt Jürgen Büllesbach, Chef der Bayerischen Hausbau, die das Objekt errichtet hat. „Moderne Bürowelten müssen lebendig sein – nicht nur einfach eine Bürolandschaft, sondern ein Spielplatz der Ideen und der Kreativität.“

Diese Kreativität findet ihren Niederschlag in neuen Grundrisslösungen. „Wir sehen den Trend, dass sich Firmen von der klassischen Struktur lösen und Richtung Gruppenraum gehen“, sagt Ken Kuhnke, Vermietungschef bei der Hamburgischen Immobilien Handlung (HIH). Gefragt seien zum Beispiel Lounge-Zonen anstelle der Kantine. „Die Kultur der Unternehmen wandelt sich“, bestätigt Robert Kellershohn, Vermietungschef beim Maklerunternehmen Savills. „Deshalb setzen sie die Möglichkeit voraus, die Raumkonfiguration ohne großen Aufwand ändern zu können – zum Beispiel mit flexiblen Trennwänden.“

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