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Immobilenkrise Spaniens Hauspreise brechen ein

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Erst in diesem Jahr beginnt der Bausektor zu reagieren. Wurden 2007 noch 600 000 Wohnungen genehmigt, werden es in diesem Jahr nach offizieller Schätzung nur noch weniger als die Hälfte sein, im kommenden Jahr etwa 300 000. "Der Schrumpfungsprozess wird in den nächsten Monaten die Arbeitslosigkeit erhöhen und die Bilanzen von Bauträgern und Bauunternehmen sowie von den finanzierenden Banken und Sparkassen belasten", meint Pérez de Azpillaga.

Bisher versuchten die Immobilienfirmen, die Preise stabil zu halten. Deutliche Preisnachlässe gibt es bisher lediglich bei gebrauchten Wohnungen, gleichzeitig ist der Verkauf in diesem Bereich aber noch stärker zurückgegangen als bei den Neuwohnungen, da viele Besitzer mit dem Verkauf abwarten. Doch ein Bericht des Madrider Bauträgerverbands Asprima diese Woche ging davon aus, dass es in diesem Jahr zu einem realen Preisrückgang von acht Prozent für Neuwohnungen kommen wird - nach 16 Jahren ununterbrochenen Anstiegs. Für 2009 erwartet Asprima nominal unveränderte Preise, also ebenfalls einen realen Rückgang.

Wie geht es weiter in Spanien? Noch immer halten viele Experten eine weiche Landung mit graduellen Preisrückgängen und ein Ende der Krise binnen zwei Jahren für möglich und betonen, dass das durch den Immigrantenzustrom bedingte Bevölkerungswachstum und die gesellschaftliche Entwicklung Spaniens - hohe Scheidungsraten, Tendenz zum Single-Haushalt - nach wie vor für eine große Nachfrage sorge. "Voraussetzung für eine weiche Landung ist, dass die Preise schnell auf ein neues Gleichgewicht sinken, dass sich das internationale Zinsniveau stabilisiert und dass bereits genehmigte Wohnungsbauprojekte vorerst zurückgestellt werden ", sagt José Ramón Fontana Usón vom katalanischen Institut für Bautechnologie (ITeC). Sollten sich die Ungleichgewichte aber als zu groß erweisen, "dann gibt es keinen leichten Ausweg, ein aufgeblähter und überschuldeter Immobiliensektor mit großen Beständen an unverkauften Wohnungen muss auf ein normales Maß zurückschrumpfen", meint Perez de Azpillaga von Goldman Sachs. Fontana Usón von ITeC ist vorerst optimistisch: "Bleiben wir erst einmal bei der Annahme, dass 2008 und 2009 Jahre der Anpassung sein werden, sicherlich traumatischer als noch Anfang 2007 geglaubt, aber mit der Hoffung, dass die Nachfrage zurückkehren wird."

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