Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Immobilien Bausparkassen in der Bredouille

Seite 2 von 2:
„Das Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr.“
Deutschlands Bau-Meister liegt in Bayern
13. Platz: Hannover
1 von 13

Die Fassade eines Wohnblocks in der niedersächsischen Landeshauptstadt: Hannover ist mit 1,29 neuen Wohnungen pro 1000 Einwohnern Schlusslicht unter den großen Städten. An der Leine war zur Expo 2000 viel gebaut worden, dann wurde es ruhiger. Seit drei Jahren aber wächst die Stadt um 4000 bis 5000 Einwohner jährlich.

Zehntausende weitere Wohnungen sind deutschlandweit schon genehmigt. Doch ob das den Mietanstieg dämpft, ist offen. Denn die Einwohnerzahlen steigen. Zudem ist der Anteil der Eigentumswohnungen hoch.

12. Platz: Essen
2 von 13

Zeche Zollverein in Essen: Die Ruhgebietsstadt hat die Marke von 1000 neuen Wohnungen im vergangenen Jahr knapp geknackt – mit einem Wert von 1,74 aber Luft nach oben. Die Zahl der Genehmigungen ging leicht zurück. Anders als in den meisten Städten blieb die Größe neuer Wohnungen mit 100 Quadratmeter etwa gleich.

11. Platz: Bremen
3 von 13

Wohnhäuser des Wohnquartiers Weidedamm in Bremen: Mit knapp 1200 neuen Wohnungen (1,79 pro 1000 Einwohner) gelang dem kleinsten Bundesland ein Plus von einem Drittel. Die Bauanträge deuten auf weiteres Wachstum: Mehr als 2170 Wohnungen wurden 2014 genehmigt – was jedoch nicht bedeutet, dass alle schon in diesem Jahr fertig werden.

10. Platz:_ Dortmund
4 von 13

Reihenhäuser in Dortmund: „Immer mehr junge Menschen ziehen nach Dortmund“, vermerkt die Stadt zufrieden. Der Wohnungsmarkt sei vergleichsweise ausgeglichen, doch auch Dortmund will gegen steigende Mieten angehen. Vielleicht helfen die 1134 neuen Wohnungen vom letzten Jahr – 1,92 pro 1000 Einwohner.

9. Platz: Leipzig
5 von 13

Altbauten aus der Gründerzeit in der Stephanstraße in Leipzig: Die Stadt rutscht nach einem starken Vorjahr mit 1,95 neuen Wohnungen pro 1000 Einwohner klar hinter den Rivalen Dresden. Zufrieden registriert die Stadt aber, dass die eigenen Bürger vermehrt Wohnungen kaufen und nicht mehr so oft Auswärtige.

7. Platz: Dresden
6 von 13

Eine Wohnsiedlung im Südwesten der sächsischen Landeshauptstadt: Seit der Jahrtausendwende wächst die Stadt an der Elbe. Anfangs gab es leere Wohnungen in Massen. Erst seit drei bis vier Jahren wird verstärkt gebaut. Gut 1300 neue Wohnungen wurden 2014 fertig. In relativen Zahlen ist Dresden gleichauf mit Deutschlands größter Stadt...

7. Platz: Berlin
7 von 13

Kräne in einem Neubaukomplex für Mehrfamilienhäuser in der Bundeshauptstadt: Nirgendwo in Deutschland wurden so viele neue Wohnungen gebaut. 8744, ein Drittel mehr als im Vorjahr. Damit überholte Berlin selbst den Spitzenreiter – in absoluten Zahlen. Auf 1000 Einwohner gerechnet ist die Hauptstadt unter den Großen mit 2,45 neuen Wohnungen nur Mittelmaß.

Für die Opposition sind die geplanten gesetzlichen Erleichterungen nur ein Herumdoktern an Symptomen. „Das klassische Geschäftsmodell der Bausparkassen funktioniert nicht mehr“, glaubt der finanzpolitische Sprecher der Grünen, Gerhard Schick.

Schick macht das an einem Trend fest. Seit mehreren Jahren ist zu beobachten, dass die Bausparkassen einen immer geringeren Anteil der Bausparguthaben als klassische Bauspardarlehen vergeben. 2014 betrug dieser Anteil lediglich 14,6 Prozent, 2009 lag er noch bei fast 24 Prozent. Stattdessen suchen die Bausparkassen ihr Heil in Krediten für die Vor- und Zwischenfinanzierung, auch wenn diese Finanzierung nicht dem eigentlichen Zweck entsprechen. Für notwendig hält der Hamburger Verbraucherschutzexperte Achim Tiffe die Bausparkassen daher nicht mehr: „Die Immobilienfinanzierung funktioniert auch ohne sie.“

Der Vertreter der privaten Bausparkassenverbandes reagierte bei der Anhörung moderat. Er hob nicht auf die Unverzichtbarkeit der Bausparkassen ab, sondern meinte schlicht: „Die letzte Entscheidung hat der Markt.“ Ein Vertreter der öffentlich-rechtlichen Bausparkassen, wie etwa der LBS Rheinland-Pfalz oder LBS Baden-Württemberg, ergänzt: „Das Geschäft läuft.“

Für die Branche sei nur wichtig, dass sich die Rahmenbedingungen ändern. Und dafür würde die Bundesregierung mit der geplanten Novelle sorgen.

Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%