Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Immobilien Wo der Kauf noch lohnt

Seite 2 von 3:
Ein Sieger: Leipzig

In München fordern Wohnungsverkäufer mittlerweile zum Beispiel 74 Prozent mehr als 2009, Vermieter hingegen verlangen von neu einziehenden Mietern nur 27 Prozent mehr. Die im Niedrigzinsumfeld zur Gewohnheit gewordenen Minirenditen machen damit auch vor dem Immobilienmarkt nicht Halt.

In vielen Stadtteilen der deutschen Top-Großstädte kommen Vermieter nur noch auf Mietrenditen von unter 4 Prozent pro Jahr, teils gar unter 3 Prozent. Dabei wurden zusätzlich zum Kaufpreis noch zwei Prozent für Notar und Grundbuch sowie, je nach Bundesland, 3,5 bis 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer angesetzt. Laufende Ausgaben für die Instandhaltung der Immobilie, die die Rendite weiter drücken, wurden hingegen genauso wenig berücksichtigt wie die vom Einzelfall abhängigen Steuervorteile, etwa aus der Abschreibung des Gebäudewertes.

Hier werden Eigentumswohnungen immer teurer
Platz 10: Ingolstadt
1 von 9

Die Preise für Eigentumswohnungen (Alt- und Neubau) haben im Jahr 2015 um insgesamt 14,5 Prozent zugelegt, berichtet der Marktbeobachter Empirica – so viel wie noch nie innerhalb eines einzigen Jahres seit der Jahrhundertwende.
Auf Platz 10 der Städte und Landkreise mit den teuersten Eigentumswohnungen findet sich Ingolstadt. Berücksichtigt man alle Baujahre zahlt ein potentieller Käufer in der Heimat des Autobauers Audi 3.396 Euro pro Quadratmeter Eigentumswohnung.

(Foto: Imago)
Platz 9: Freiburg
2 von 9

Landflucht und Zuwanderung sorgen für vermehrte Nachfrage und treiben im Zusammenspiel mit „Renditenotstand und Billigzinsen auf der Angebotsseite“, so empirica, die Preise nach oben. Auf Platz neun der teuersten Städte liegt Freiburg. Wer hier eine Eigentumswohnung kaufen will, der zahlt im Schnitt 3.514 Euro pro Quadratmeter (Alt- oder Neubau).

(Foto: Imago)
Platz 8: Landkreis Ebersberg
3 von 9

Die Analyse basiert auf der Auswertung von zwei Millionen Immobilieninseraten. Am achtteuersten wird der Wohnungskauf in Deutschland für Menschen, die es in den Landkreis Ebersberg östlich von München verschlägt. Wie überall in der Metropolregion treibt die Näher zur bayrische Landeshauptstadt auch hier die Preise nach oben. Pro Quadratmeter kostet die Eigentumswohnung hier durchschnittlich 3.534 Euro.

(Foto: Imago)
Platz 7: Fürstenfeldbruck
4 von 9

Auch im oberbayrischen Landkreis Fürstenfeldbruck kommt Käufer von Eigentumswohnung die Nähe zu München gewissermaßen teuer zu stehen. Der Quadratmeter Eigentumswohnung kostet im Schnitt 3.663 Euro, Neubauten durchschnittlich 4.569 Euro.

(Foto: Imago)
Platz 6: Dachau
5 von 9

Nordwestlich von München wird es in Dachau dann noch etwas teurer. Die Eigentumswohnung kostet noch einmal 35 Euro mehr pro Quadratmeter – 3.698 Euro nämlich. Neubauten schlagen durchschnittlich mit 4.362 Euro pro Quadratmeter zu Buche.

(Foto: Imago)
Platz 5: Landkreis Miesbach
6 von 9

Alpines Gelände, der Tegernsee, eine gemeinsame Grenze mit – wer hätte es gedacht – dem Landkreis München: Im Süden Bayerns und des Regierungsbezirks Oberbayern liegt der Landkreis Miesbach. Und wer hier günstig eine Eigentumswohnung erstehen will, der findet in der Tat miese Bedingungen vor – und Preise von 3.789 Euro pro Quadratmeter. Betrachtet man nur Neubauten liegt der Preis bei 5.468 Euro.

(Foto: Imago)
Platz 4: Landkreis Nordfriesland
7 von 9

Ein Ausreißer im Ranking, da nicht in Süddeutschland gelegen, ist der Landkreis Nordfriesland. Er ist sogar der nördlichste Landkreis Deutschlands mit Grenze zu Dänemark. Egal in welcher Sprache aber: 3.988 Euro pro Quadratmeter bleiben ein hoher Preis für eine Eigentumswohnung. Neubauten kosten 4.654 Euro durchschnittlich.

(Foto: Imago)

Geht es allein um die Mietrendite, ist unter den 50 größten Städten Magdeburg am attraktivsten. Hier können Vermieter noch auf über sieben Prozent Rendite kommen. Doch natürlich können Kaufpreise auch niedrig sein, weil die Immobilien vor Ort künftig an Wert verlieren dürften, etwa weil die Wirtschaft schwächelt und die demographischen Rahmenbedingungen mies sind.

Im Ranking der 50 Städte, das auf einer Preisprognose für die nächsten Jahre, dem Leerstand vor Ort, der Erschwinglichkeit von Immobilien auf Basis der lokalen Kaufkraft sowie der wirtschaftlichen und demographischen Dynamik am Standort beruht, schneidet Leipzig am besten ab. Hier haben Kapitalanleger die besten Chancen auf weitere Wertzuwächse.

Auch Selbstnutzer sollten in Leipzig eher kaufen als mieten - rein finanziell betrachtet. Das ist in den Städten keine Selbstverständlichkeit mehr. In 22 von 50 Städten lautet die Empfehlung mittlerweile „Mieten“, wie eine Vergleichsrechnung auf Basis der lokalen Kaufpreise, Mieten, Kreditkonditionen und realistischer Musterannahmen zeigt. Vom Vorteil aus den stark gesunkenen Kreditzinsen bleibt vielerorts wenig übrig, wenn die gestiegenen Kaufpreise gegengerechnet werden. Die Empfehlung „Mieten oder Kaufen?“ für alle 50 Städte finden Sie hier.

Weil sich Preise, Mieten und das Wertpotenzial von Immobilien aber selbst innerhalb von Stadtgrenzen stark unterscheiden, ist häufig ein noch detaillierterer Blick, etwa auf einzelne Stadtteile nötig.

Finance Briefing
In welchen Stadtteilen sich kaufen lohnt
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote