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Immobilien in Frankreich Niedrigzinsen helfen denen, die schon viel haben

Nicht alle französischen Haushalte profitieren gleichermaßen von niedrigen Zinsen, so die Banque de France, sondern nur die besser gestellten. Sie entscheiden sich häufiger für Hypotheken mit kurzen Zinsfristen.
11.08.2016 - 18:30 Uhr
Die Bank räumt mit dem Vorurteil auf, dass vor allem ärmere Haushalte dank günstiger Hypotheken von niedrigen Zinsen profitieren. Quelle: dpa
Nicht allen Franzosen kommen Mini-Zinsen zugute

Die Bank räumt mit dem Vorurteil auf, dass vor allem ärmere Haushalte dank günstiger Hypotheken von niedrigen Zinsen profitieren.

(Foto: dpa)

Paris Die Banque de France stellt in ihrem jüngsten Monatsbericht fest, dass beim Erwerb von Immobilien nicht alle Privathaushalte in gleichem Maße von den niedrigen Zinsen profitieren. „Für die Haushalte mit dem geringsten Einkommen sind die Zinsen weniger gesunken“, stellt die Notenbank fest. Sie führt das darauf zurück, dass diese Einkommensgruppe überdurchschnittlich oft Hypotheken mit einer Zinsbindung von 25 Jahren aufnimmt, während begüterte Schichten den Festzins nur für kürzere Fristen wählen und dafür günstigere Zinsen bekommen. Der Abstand zwischen langen und kurzen Zinsen habe sich aber seit 2008 fast verdoppelt.

Bei diesen Banken steht die Sparwelt Kopf
Verkehrte Welt der Geldanlage
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Seitdem die Europäische Zentralbank die Leitzinsen auf immer neue Rekordtiefs senkt, steht die Sparwelt Kopf. Anstatt Zinsen auf die Sparguthaben zu zahlen, verlangen nun viele Geldhäuser Zinsen von Kunden, die ihr Geld bei ihnen parken. Ein Überblick.

(Foto: IMAGO)
Raiffeisenbank
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In die Schlagzeilen schaffte es zuletzt die bayerische Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee. Diese verlangt von reichen Sparern, die mehr als 100.000 Euro auf Giro- oder Tagesgeldkonten lagern, künftig 0,4 Prozent Strafzinsen. Bankchef Josef Paul sagte am 11. August, er hüte 40 Millionen Euro, die von einem Tag auf den anderen abgehoben werden könnten und die er nicht verwerten könne. „Die liegen bei mir auf dem Zentralbankkonto und verursachen 0,4 Prozent Kosten“, sagte der Bankchef. „Ich kann nicht für jede Million 4000 Euro hinlegen.“ Er ist nicht der Einzige, der so denkt...

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Deutsche Skatbank
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...auch den Managern der Deutschen Skatbank wird es ähnlich ergangen sein. Die Direktbank, die zur der VR-Bank Altenburger Land gehört, hat bereits 2014 mit der Meldung Furore gemacht, von reichen Kunden Strafzinsen zu verlangen. Allerdings gilt die Regel nur für sehr reiche Privatkunden: Wer mehr als drei Millionen Euro bei der Bank parkt, muss ab dem 1. November 2014 0,25 Prozent Strafzinsen zahlen.

(Foto: IMAGO)
Sparkasse Oberhausen
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Bei den Sparkassen gibt es offiziell noch keine negative Zinsen auf Guthaben von Privatkunden. Ginge es jedoch nach Oberhausens Sparkassen-Chef Bernhard Uppenkamp, so könnten sich auch Sparkassen-Kunden bald mit Strafzinsen anfreunden. „Wir können Negativzinsen in Zukunft auch für Privatkunden nicht mehr ausschließen“, gab Uppenkamp im März bekannt. Wenn die Zinsen kommen, würde das allerdings – wie so oft – vor allem vermögende Kunden betreffen.

(Foto: dpa)
Alternative Bank Schweiz
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Mit dem Tabu, keine Kleinsparer mit Strafzinsen zu behelligen, brach die Alternative Bank Schweiz. Das Institut, das sich auf nachhaltige Geldanlagen spezialisiert, verlangt seit Oktober vergangenen Jahres 0,125 Prozent Zins auf Alltagkonten. Wer besonders viel Geld bei der Bank bunkert, zahlt noch mehr.

(Foto: Screenshot)
Lombard Odier
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Schweizer Banken sind insgesamt bei der Einführung von Negativzinsen weit vorn. Die Privatbank Lombard Odier bittet Kunden seit Januar dieses Jahres zur Kasse. Wer mehr als 100.000 Franken auf den Konten der Bank lagert, zahlt 0,75 Prozent Zinsen, etwa so viel, wie die Banken für ihre Einlagen bei der Schweizern Nationalbank zahlen müssen (gegenwärtig - 0,74 Prozent).

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Migros Bank
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Die Schweizer Migros Bank verlangt im Moment zwar keine Strafzinsen, schließt sie aber auch nicht mehr aus. Sollte die Negativzinspolitik noch länger andauern oder die SNB eine weitere Senkung der Zinsen beschließen, würde man diesen Schritt in Erwägung ziehen, so Chef Harald Nedwed in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung „Le Temps” im August 2016.

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