Immobilien: LEG meldet Milliardenverlust – Aktie steigt trotzdem deutlich
LEG musste Immobilien abwerten. Das trieb den Konzern im ersten Halbjahr in den Verlust.
Foto: dpaDüsseldorf. Der Immobilienkonzern LEG schreibt nach einer Abwertung seines Immobilienportfolios wie schon der große Konkurrent Vonovia rote Zahlen im ersten Halbjahr. Der Wert der Immobilien sei um 7,4 Prozent im ersten Halbjahr gesunken, teilte die LEG am Donnerstag mit. Unter dem Strich habe das Unternehmen im zweiten Quartal einen Verlust von 1,1 Milliarden Euro geschrieben nach einem Gewinn von 905 Millionen Euro vor Jahresfrist.
Vonovia hat sein Unternehmensportfolio im ersten Halbjahr um 6,8 Prozent für die deutschen Wohnungen und um knapp fünf Prozent für den Bestand in Schweden und Österreich abgewertet.
Der Verschuldungsgrad (LTV), der bei Immobilienunternehmen im Verhältnis zum Wert der Immobilienbestände angegeben wird, stieg per Ende Juni auf 46,6 Prozent, Ende vergangenen Jahres lag er noch bei 43,9 Prozent.
Wie auch schon Vonovia hat LEG damit den selbst gesetzten mittelfristige Zielwert, in diesem Fall von 43 Prozent, überschritten. Immobilienkonzerne stehen derzeit von mehreren Seiten unter Druck. Neben der Abwertung der Portfolios, die den LTV drücken, müssen sie sich wegen der gestiegenen Zinsen zu höheren Kosten refinanzieren.