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Immobilien Luxuswohnungen in Berlin werden immer gefragter

Luxuswohnungen in der Hauptstadt sind gefragt. Die Preise steigen. Nur in einer anderen europäischen Stadt klettern sie stärker nach oben.
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Im Vergleich zu Metropolen wie New York, London oder Paris ist Berlin preislich noch günstig. Quelle: Photo by Stefan Widua on Unsplash
Immobilienpreise

Im Vergleich zu Metropolen wie New York, London oder Paris ist Berlin preislich noch günstig.

(Foto: Photo by Stefan Widua on Unsplash)

ErfurtMit einer Preissteigerung von 8,5 Prozent im ersten Halbjahr 2018 gehört Berlin zu den gefragtesten Metropolen für die Käufer von Luxusimmobilien. Nur in drei weiteren Weltstädten kletterten die Preise noch schneller: in Tokio (9,4 Prozent), Madrid (10,3 Prozent) und Singapur (11,5 Prozent). Das zeigt eine Auswertung des britischen Maklerhauses Knight Frank.

Berlin liegt damit weit über dem Durchschnitt, schließlich nimmt der Boom des Luxusmarkts weltweit ab. Kletterten die Preise in den 20 gefragtesten Städte 2017 noch um sechs Prozent, waren es in den ersten sechs Monaten 2018 nur noch 4,2 Prozent. Die Analysten von Knight Frank erwarten auch für die kommende Zeit ein schwächeres Wachstum, da die Käufer in einigen Ländern schwieriger an Kredite kämen, die Regulierung des Wohnungsmarkts zunehme und sich der Boom in China abschwäche.

Für Berlin scheint das aktuell nicht zu gelten. Laut dem Makler Dahler & Company überstieg 2017 im Preissegment über 3000 Euro je Quadratmeter weiter die Nachfrage das Angebot. Das zeigte sich demnach im Durchschnittspreis der Objekte, der von 458.000 auf 466.000 Euro geklettert sei.

Auch sei Berlin im Vergleich zu New York, London oder Paris preislich noch günstig, erläutert Sven Henkes, Chef des Premiummaklers Ziegert, einen Vorzug der deutschen Hauptstadt. „In Paris beispielsweise erhält man zum gleichen Gesamtkaufpreis nur rund halb so viel Wohnfläche wie in Berlin“, sagt er. Für eine Million Euro bekommt man laut der Knight-Frank-Analyse in der teuersten Stadt Monaco 16 Quadratmeter, in Berlin dagegen 76.

Kate Everett-Allen, die bei Knight Frank die internationalen Immobilienmärkte analysiert, sieht vor allem die zunehmende Regulierung auf die Wohnimmobilienmärkte durchschlagen. Das könnte auch künftig in moderateren Preissteigerungen münden. Erst vor wenigen Wochen hatte Berlins Regierungschef Matthias Müller angekündigt, über Kaufverbote für internationale Investoren auf dem Hauptstadtmarkt nachzudenken.

Sven Henkes von Ziegert zufolge stammen aber nur 43 Prozent der Premiumwohnungskäufer in Berlin aus dem Ausland. „Die Idee des Regierenden bietet keine Lösung“, schlussfolgert er. Statt Protektionismus zu fördern, solle die Stadt das Wohnungsangebot durch eine niedrigere Grunderwerbsteuer beleben.

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