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Immobilien McMakler erhält neue Kapitalgeber

Das Immobilien Start-up sammelt bei zwei neuen Kapitalgebern 20 Millionen Dollar ein. Bei der Kapitalspritze handelt es sich jedoch um keine neue Finanzierungsrunde.
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CEO Felix Jahn (Mitte) und die beiden Geschäftsführer Hanno Heintzenberg (links) und Lukas Pieczonka in der Berliner Zentrale des Start-ups. Quelle: McMakler
Geld für die Expansion

CEO Felix Jahn (Mitte) und die beiden Geschäftsführer Hanno Heintzenberg (links) und Lukas Pieczonka in der Berliner Zentrale des Start-ups.

(Foto: McMakler)

Erfurt Das Berliner Jungunternehmen McMakler sammelt 20 Millionen Dollar ein, wie das Handelsblatt exklusiv erfuhr. Bereits im Juli hatte das Unternehmen 50 Millionen Euro eingesammelt und damit eine Rekordfinanzierung unter Proptechs gestemmt. Als Proptechs werden Start-ups aus dem Immobilienbereich bezeichnet.

Das Geld stammt von den Investoren Balderton und GR Capital. Bei der Kapitalspritze handelt es sich jedoch um keine neue Finanzierungsrunde. Mit dem Geld werden Eigentümer aus früheren Finanzierungsrunden abgelöst.

„Wir freuen uns sehr, Balderton Capital und GR Capital, die unsere Vision teilen und gemeinsam mit uns daran arbeiten werden, zum führenden Maklerunternehmen zu werden, an Bord zu haben“, sagt Felix Jahn, CEO von McMakler.

Das Proptech kommt Jahn zufolge derzeit auf eine Bewertung von 230 Millionen Euro. Größter Anteilsinhaber ist Frog Capital mit rund 20 Prozent.

Balderton ist ein europäischer Venture-Capital-Investor. Das Londoner Unternehmen verwaltet 2,7 Milliarden Dollar und hat unter anderem schon in den Finanzdienstleister Revolut sowie den Elektroroller-Anbieter Voi investiert. Zu den bisherigen Investitionen von GR Capital gehören unter anderem WeFox oder Deliveroo.

Der Online-Maklermarkt ist hart umkämpft: Die Beteiligungsgesellschaft Blackprintpartners zählt allein im deutschsprachigen Raum mindestens 31 Start-ups, die sich in diesem Bereich etablieren wollen. Zu den Konkurrenten gehören unter anderem Homeday, Maklaro oder Planethome.

Alexander Ubach-Utermöhl, Managing Partner bei Blackprintpartners, glaubt, dass Plattformen zur Vermittlung von Maklern nicht mehr lange einen Mehrwert stiften. „Das Geschäft der traditionellen Makler wird es zukünftig nicht mehr geben. Für zukunftsfähiger halte ich das tatsächliche Matchmaking, bei dem Vermittlungsleistung und Transaktion digital stattfinden“, sagt Ubach-Utermöhl dem Handelsblatt. „Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass es zwar manchmal etwas länger dauern kann, aber dass der Veränderungsprozess des traditionellen Maklergeschäfts in vollem Gange ist.“

McMakler peilt nach 400 Millionen Euro 2018 in diesem Jahr ein Transaktionsvolumen von einer Milliarde Euro an. Ziel ist es, das Volumen im nächsten Jahr erneut zu verdoppeln, sagt Jahn.

Noch ist der Abstand zu den traditionell größten Maklern aber groß: Laut dem Magazin Immobilienmanager summierte sich der Nettoprovisionsumsatz mit Wohnimmobilien beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband 2017 auf über 450 Millionen Euro. Damit liegt die Provisionssumme der Sparkassen und Landesbausparkassen höher als das gesamte Transaktionsvolumen McMaklers im vergangenen Jahr.

Bei McMakler zahlt bislang allein der Käufer für die Dienstleistung des Start-ups. Das dürfte sich schon bald ändern. Ein Gesetzentwurf sieht vor, dass bundesweit künftig die Maklercourtage zwischen Käufer und Verkäufer geteilt wird. Wird der Verkäufer stärker daran beteiligt, rechnen Experten damit, dass die Courtagesätze sinken könnten.

Mehr: Lesen Sie hier, wie das Immobilien-Start-up im Juni eine Rekordsumme einsammelte.

Korrektur: In einer vorherigen Version des Artikels wurde Felix Jahn als einer von drei CEOs bezeichnet. Jahn ist aber der einzige CEO. Hanno Heintzenberg und Lukas Pieczonka sind Geschäftsführer. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

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