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Immobilien Online-Makler-Plattform McMakler sammelt Rekordsumme ein

Das Immobilien-Start-up erhält in einer Finanzierungsrunde 50 Millionen Euro. Mit dem Geld will McMakler zum europäischen Marktführer aufsteigen.
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McMakler sammelt Rekordsumme ein Quelle: McMakler
McMakler

Die Geschäftsführung der Online-Makler-Geschäftsführung: Hanno Heintzenberg, Felix Jahn und Lukas Pieczonka (v.l.).

(Foto: McMakler)

ErfurtDie Online-Makler-Plattform McMakler hat 50 Millionen Euro von Investoren eingesammelt. Die Informationen über die aktuelle Finanzierungsrunde liegen dem Handelsblatt exklusiv vor. Die 50 Millionen Euro sind die bislang größte Summe, die ein Proptech – also ein Start-up aus der Immobilienbranche – in einer Finanzierungsrunde erreicht hat.

Die Eigenkapitalfinanzierung werde um eine Fremdkapitallinie im zweistelligen Millionenbereich ergänzt, heißt es seitens McMakler. Mit dem Geld will das junge Unternehmen zur führenden europäischen Maklerplattform aufsteigen. Sowohl die Transaktionsplattform, die Technologie dahinter als auch die Teams in Deutschland, Österreich und Frankreich sollen ausgebaut werden.

Angeführt wird die Finanzierungsrunde von Israel Growth Partners und Target Global. Letztere zählten bereits zuvor zu den Finanziers des Berliner Proptechs. Auch Bestandsinvestoren wie Frog Capital beteiligten sich erneut.

Assaf Harel, Partner des führenden Wachstumsinvestors Israel Growth Partners, glaubt an das Potenzial zur Marktführerschaft seines neuen Investments. „Es ist erstaunlich, wie analog die tradierte Maklerbranche noch immer ist – und deshalb reif ist für disruptive Technologie“, sagt Harel.

Die eingesammelten 50 Millionen Euro sind eine Rekordsumme für ein Proptech aus Deutschland. Ähnlich viel Geld sammelte nur Tado im vergangenen Jahr ein. Das Start-up, das sich auf die digitale Steuerung von Heizungen und Klimaanlagen spezialisiert hat, kam im vergangenen Jahr auf ein Volumen von 50 Millionen Dollar – und liegt in Euro umgerechnet damit leicht unter der aktuellen Runde von McMakler.

Analysen der Beteiligungsgesellschaft Blackprintpartners zufolge sammelten Proptechs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im vergangenen Jahr insgesamt 217 Millionen Euro ein.

Vermitteltes Immobilienvolumen soll auf eine Milliarde Euro steigen

McMakler wurde 2015 von Hanno Heintzenberg und Lukas Pieczonka gegründet. Während die Konkurrenz – unter anderem Maklaro oder Homeday – in erster Linie Plattformen sind, die zwischen Maklern, Eigentümern und Käufern vermitteln, setzen die beiden Gründer seit 2017 auf ein Modell mit eigenen, festangestellten Maklern. Damit wollen sie die Identifikation mit der eigenen Marke stärken.

Über die Onlineplattform können Hausbesitzer ihre Immobilie verkaufen. Das Start-up gibt mit einer ersten groben Bewertung eine Orientierung für den erlösbaren Kaufpreis, Makler unterstützen den Prozess von einer genaueren Preiseinschätzung nach Besichtigung bis hin zum Verkauf.

McMakler beschäftigt derzeit 450 Mitarbeiter, darunter 225 Makler. 2018 betrug das vermittelte Immobilienvolumen 400 Millionen. 1500 Objekte wurden verkauft. In diesem Jahr soll die Marke von einer Milliarde Euro fallen.

Noch ist der Abstand zu den traditionell größten Maklern aber groß: Laut dem Magazin Immobilienmanager summierte sich der Nettoprovisionsumsatz mit Wohnimmobilien beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband 2017 auf über 450 Millionen Euro. Damit liegt die Provisionssumme der Sparkassen und Landesbausparkassen höher als das gesamte Transaktionsvolumen McMaklers im vergangenen Jahr.

Bislang zahlen Käufer die Provision. Katarina Barley hatte als Bundesjustizministerin angeregt, das Bestellerprinzip für Verkäufe einzuführen. Wird ihr Vorschlag umgesetzt, muss künftig derjenige den Makler bezahlen, der ihn beauftragt – in der Regel also der Verkäufer. Experten rechnen damit, dass dies zu mehr Konkurrenz und sinkenden Provisionen für die Branche führt. Onlineplattformen hoffen, vom Bestellerprinzip und einer Konsolidierung des Marktes profitieren zu können.

Mehr: Als Proptech werden Start-ups aus der Immobilienbranche bezeichnet. Diese sind in Deutschland noch nicht allzu etabliert – doch die Szene wird immer größer.

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2 Kommentare zu "Immobilien: Online-Makler-Plattform McMakler sammelt Rekordsumme ein"

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  • Machen wir uns nichts vor , solche und ähnlich Proptechs sind Finanzwetten, keine substanziellen Geschäftsmodelle. Und von der 'Weltherrschaft' haben schon ganz andere geträumt. ;-) Als Brancheninsider (Immobilienmakler) und Moderator eines bundesweiten Branchenfachforums mit über tausend Fachteilnehmern sehe ich das was am Markt 'wirklich' passiert dann doch etwas differenzierter. Ich würde z. B. eher in Aktionen von VONOVIA oder DEUTSCHE WOHNEN investieren als in solche Popups wie McMakler, Homeday, Realbest, Maklaro oder wie sie alle heißen oder hießen , denn diverse von solchen bunten Euphoriekonstrukten sind ja schon längst wieder dem finalen Wettbewerbsauschluß anheim gefallen.

  • Es ist schön zu sehen, dass neue Startups entstehen- doch wie beim Zalando und Co. diese Unternehmen produzieren nichts (vor allem nichts was der Mensch braucht!). Sie generieren lediglich Geld für die Eigentümer und Großinvestoren! Die letzte die sich am Rande des (Selbsbedienungs-) Tellers befinden werden für sie schuften bis es nicht mehr weitergeht und mit einem schmalen Portemonnaie leben. Lavi

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