Immobilien: Vom Parkhaus bis zum unterirdischen Verteilzentrum – neue Ideen für urbane Warenlager
Der Versandriese treibt die Konkurrenz vor sich her.
Foto: Funke Foto ServicesKöln. Der Onlinehandel wächst kontinuierlich – und mit ihm die Ansprüche der Kunden. Dem Statistikportal Statista zufolge wird der E-Commerce-Markt in Deutschland 2021 ein Umsatzvolumen von 84 Milliarden Euro erreichen. Im Jahr 2025 wird er die Marke von 100 Milliarden Euro überschritten haben.
Zum nachhaltigen Erfolg des Einkaufs vom heimischen PC aus trägt bei, dass Kunden ihre Ware immer schneller zugestellt wird – inzwischen sogar noch am Tag der Bestellung. Möglich wird das auf der einen Seite durch sogenannte Click-and-Collect-Dienste, die etliche Filialisten anbieten. Dabei bestellen und bezahlen Nutzer ihr Wunschprodukt online und können es anschließend in einer ausgewählten Filiale abholen, sofern das Produkt vor Ort vorhanden ist. Auf der anderen Seite bieten klassische Onlinehändler inzwischen den Service der sogenannten Same-Day Delivery und schicken ihre Pakete noch bis in die Abendstunden zum Kunden.
Wer bei diesen Serviceangeboten mithalten will, braucht die passende Logistik-Infrastruktur: mit riesigen Paketverteilzentren in den wichtigsten Metropolregionen und kleinen „City Hubs“ innerhalb der Großstädte. Die Hubs dienen nicht dazu, Waren zu lagern, sondern dazu, die Ware auf die letzte Meile hin zum Kunden zu bringen. Besonders der Versandriese Amazon treibt den Markt mit Same-Day Delivery vor sich her: „Viele andere sind Amazon gefolgt und haben enorme Summen in Flächen investiert, die keine zehn bis zwanzig Kilometer außerhalb der Stadt liegen“, sagt Kuno Neumeier, CEO des Logistikberaters Logivest.