Immobilien Vorteil Eigenheim

Lieber kaufen oder mieten? Das kommt auf den Wohnort an. Nach einer aktuellen Studie lohnt sich der Hauskauf in weiten Teilen des Landes mehr denn je. Wo es sich rechnet, ein Haus zu kaufen – und wo Mieten besser ist.
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Darlehenszinsen sind so niedrig wie nie. Doch nicht alle profitieren von den niedrigen Zinsen. Quelle: Getty Images

Darlehenszinsen sind so niedrig wie nie. Doch nicht alle profitieren von den niedrigen Zinsen.

(Foto: Getty Images)

DüsseldorfDie Häuserpreise in Deutschland sind in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen. Und trotzdem: In weiten Teilen des Landes ist es nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) attraktiver, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen als zur Miete zu wohnen. Vor wenigen Jahren sah das noch ganz anders aus. Auf dem Immobilienmarkt vollzieht sich ein tiefgreifender Wandel.

Auffällig sind die regionalen Unterschiede: „Im Osten Deutschlands ist es mittlerweile in fast jedem Landkreis attraktiver zu kaufen als zu mieten“, sagt Michael Voigtländer, Immobilienexperte des IW. „Aber auch in den westlichen Bundesländern gewinnt das Kaufen zunehmend an Bedeutung, lediglich in den Großstädten bleibt das Mieten vielerorts attraktiver.“ Wer etwa in München oder Hamburg lebt, ist als Mieter besser dran – jedenfalls wenn es allein um ökonomische Überlegungen geht.

Die Wirtschaftsforscher des IW haben Daten aller 402 deutschen Landkreise für die vergangenen Jahre analysiert. Neben Kaufpreisen und Mieten gingen weitere Variablen wie etwa Zinsen und Zinsbindung für Baugeld, Instandsetzungskosten oder Abschreibungssätze in die Rechnung ein. Es handelt sich um ein Rechenbeispiel – nicht mehr und nicht weniger. Als konkrete Empfehlung sollte man die Ergebnisse der Studie nicht verstehen. Denn: Die Antwort auf die Frage „kaufen oder mieten?“ sollte sich vor allem nach individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten richten.

Was wenige wissen: Deutschland ist eigentlich ein Land der Mieter. Der Anteil derjenigen, die ein Eigenheim besitzen, ist deutlich geringer als in anderen europäischen Ländern. Die sogenannte Wohneigentumsquote liegt hierzulande bei rund 50 Prozent. Der Anteil der Mieter ist also genauso hoch wie der Anteil der Eigentümer.

Zum Vergleich: In Großbritannien oder den Niederlanden liegt die Quote der Eigentümer bei fast 70 Prozent, in Italien sogar bei 74 Prozent. Das einzige europäische Land, in dem es noch mehr Mieter als in Deutschland gibt, ist die Schweiz.

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9 Kommentare zu "Immobilien: Vorteil Eigenheim"

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  • @Peregrino

    Sie haben aus der spanischen, irischen, amerikanischen und nun holländischen Immokrise offenbar nix gelernt.
    Das erklärt allerdings, wieso immer noch Leute für eine Frittenbude mit einem Fleckchen Wiese 450 Kilo hinlegen. Zwangsräumer könnte auch hier der Beruf der Zukunft sein...

  • Die immobilienpreise sind explodiert. Wer jetzt kauft, kauft zu teuer. Einfach die nächste Wirtschaftskrise abwarten und dann den Deppen, die auf Punk gekauft haben, ihre Immobilie billig abkaufen.

  • Und dann kommt das böse Erwachen. Wissen Sie, was es heißt, unterschreiben zu haben, sich der sofortigen Zwangsvollstreckung zu unterwerfen?

  • Die Zeiten haben sich gegenüber 1987 geändert. Ein 30jähriger kann heutzutage nicht davon ausgehen das er seinen Job behält; nichts ist wirklich mehr planbar, alles ist irgendwo weich und schwammig. Die Lohnsteigerungen finde ich mehr als dürftig; die sonstigen Lebenshaltungskosten sind perfide angestiegen. Die Preise im ImmoMarkt finde ich persönlich absolut überteuert. In den Gegenden wo der ImmoMarkt am Boden hängt, will niemand tot über´m Zaun hängen.

    Und zu ImmoBesitzern: ich verwette fast meinen jungen Arsch drauf das hier noch einmal eine Zwangshypothek kommt. Fragen Sie mal Opa und Oma.

    Am besten: arbeiten, brauchbares mieten, Geld verprassen und verleben, tot umfallen mit 45 = tolles Leben.

  • Vor 27 Jahren war der Zinssatz effektiv knapp über 5,0 %.
    Stellen Sie sich vor ich hätte 27 Jahre lang Miete für ein 125 qm Doppelhaus mit Garten gezahlt was monatl. in dieser Wohngegend mindestens 1200 DM gekostet hätte ohne Mieterhöhung wären DM 200 000. Ich würde im Jahr 2014 seit 2001 nach der Euro-Umstellung 1500 Euro Miete bezahlen. EUR 234 000. macht zusammen in EUR 334 000 Miete. Das Haus mit Grundstück hat mich damals 310 000 DM gekostet, in EUR 155 000. Es ist heute ca. günstig gerechnet 350 000 Euro wert und ich habe seit 2004 in 10 Jahren 180 000 Euro Miete gespart. Also habe ich 375 000 EUR plus gemacht minus Hypothekenzins und Modernisierung und spare Jahr für Jahr 18000 EUR Miete. Da kann ich den Heizkessel mit 8 - 10 Tsd. locker bezahlen. Und spare in den nächsten 30 Jahren noch 540000 Euro Miete wohlgemerkt gerechnet ohne Mieterhöhung. Also ich denke das ist ein Super-Geschäft. Zumal kommt das Haus mit Grundstück auch noch dazu welches zu heutigen Preisen 350 tsd EUR wert ist und immer noch steigt.

  • Wie hoch war der Zinssatz für die Hypothek vor 5 Jahren? Etwa bei 4-4,5% für 10 Jahre. Wo liegt der Zinssatz für den neuen Objektpreis heute? Bei ca. 2% für 10 Jahre.

    Rechnen Sie es durch, was sich finanziell mehr gelohnt hätte.

  • Als abzusehen war das ich mit Familie seßhaft bleibe habe ich 1987 im Alter von 30 Jahren in der Umgebung von Stuttgart eine Doppelhaushälfte gebaut mit Zinssat. Im Jahr 2004 war ich schuldenfrei und habe es bis heute nicht bereut das ich mich zu diesem Schritt entschlossen habe. Abgesehen von ein paar meist selbst ausgeführten kleineren Renovierungen wie Malerarbeiten, Sanitär und dem baldigen bevorstehenden Heizkesseltausch sind keine größeren Kosten entstanden. Im Falle des Verkaufs hätte sich der Wert der Immobilie zwischenzeitlich mehr wie verdoppelt, Miete eingespart und mietfreies Wohnen im Alter. Ich würde jedem raten wenn er angesichts der niedrigen Zinsen die Finanzierung stemmen kann und nicht vor hat umzuziehen, sich nach neuwertiger Wohnung bzw. Haus im Randgebiet seines beruflichen Schaffens umzusehen selbst wenn die Preise nicht mehr so sehr ansteigen würden wie in den letzten Jahren. Und Tun und Lassen im Eigenheim - zu können wie man möchte ist unbezahlbar.

  • Hier in Kempen hat eine bestimmte, neue Doppelhaushälfte vor genau 5 Jahren 275000 Euro gekostet. im Jahr 2014 werden dafür 350000Euro aufgerufen, weiterhin hat sich in NRW (der SPD sei Dank) die Grunderwebssteuer vonm 3,5% auf 5% erhöht. Da fällt es mir schwer, zu glauben, das Kaufen sinnvoll ist

    Kein Mensch ist meiner Meinung nach als Mieter geboren worden, aber das System ist so gebaut, das die meisten Mieter Mieter bleiben werden, was kaum sinnvoll ist, da selbst wenn ich mal beruflich umziehen muss, ich nicht zum "inzahlung" geben habe.

  • Wie üblich kommt es auf die Randbedingungen an: Wer davon ausgehen kann, dass er wenigstens 20 Jahre in der ostdeutschen Provinz festsitzen wird, der soll da ruhig bauen und gleich die Rückbaukosten mit einkalkulieren. Wer in München Altersrücklagen für 20 Jahre sicher und sinnvoll anlegen will, der wird sich auch da eine selbst genutzte Immobilie zulegen. Bei den gegenwärtigen Kapitalzinsen und vor allem Steuern ist das eine der sinnvolleren (und lustvolleren) Varianten der Geldanlage.

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