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Immobilien Warum in Italien und Frankreich Millionen für Weingüter bezahlt werden

Die Preise für Weingüter im Ausland sind mit denen in Deutschland nicht zu vergleichen. Das hat vor allem einen Grund.
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Neben der Provence und der Champagne ist das Bordeaux eines der bekanntesten Anbaugebiete in Frankreich. Quelle: Picture Press/Tim Graham
Weinanbau in Bordeaux

Neben der Provence und der Champagne ist das Bordeaux eines der bekanntesten Anbaugebiete in Frankreich.

(Foto: Picture Press/Tim Graham)

Düsseldorf Die Spanne der am Markt erhältlichen Güter ist enorm. Sie reicht von großen, als Kapitalgesellschaft geführten Weingütern mit Sterne-Hotels oder mit historischer Villa bis hin zu einer reinen Anbaufläche ohne großen Immobilienbestand. Verkauft werden durchaus auch reine Weinanbaubetriebe, die keinen eigenen Wein herstellen, sondern die Trauben verkaufen, etwa an Großkellereien. Auch klassische Familienunternehmen werden angeboten.

Bei den Transaktionen geht es oft um große Beträge: Die belgische Investmentholding Atlas Invest hat vor anderthalb Jahren das renommierte Brunello-Weingut Poggio Antico in der Toskana für eine dreistellige Millionensumme gekauft. Für einen Anteil von 20 Prozent an der Bordeaux-Ikone Château Pétrus hat der US-kolumbianische Investor und Unternehmer Alejandro Santo Domingo laut Medienberichten 200 Millionen Euro bezahlt. Demnach ist das Weingut eine Milliarde Euro wert.

Die Gründe für einen Verkauf sind vielfältig. Oft gibt es keine Betriebsnachfolger, der Eigentümer hatte kein erfolgreiches Vertriebskonzept, oder erfolgreiche Winzer wollen expandieren und suchen dafür kapitalstarke Partner, möglichst mit Vertriebserfahrung oder neuen Vertriebsideen.

Zu den beliebtesten Weinländern zählt Italien, und dort sind es vor allem die Anbaugebiete Chianti Classico, Brunello, Piemont und Prosecco im Norden des Landes. Weit oben auf der Wunschliste steht zudem Frankreich mit den Anbaugebieten Bordeaux, der Champagne und der Provence. Aber auch Portugal, Spanien und Südamerika sind Ziele der Investoren.

Die steigende Nachfrage hat die Kaufpreise deutlich steigen lassen. Ein Hektar bepflanzter Weinberg kostet beispielsweise in der italienischen Chianti-Classico-Region bis zu 150 .000 Euro. In Montalcino, wo der weltberühmte Brunello-Wein hergestellt wird, ist ein vergleichbar großer Weinberg ab 400.000 Euro zu haben, die Preisspanne reicht mittlerweile bis 700.000 Euro.

Für Quereinsteiger, die mit dem Erwerb eines Weinguts liebäugeln, hält Bettina Kurz einen Tipp parat: „Ein Anwesen mit Weinbergen ist noch lange kein Weingut“, meint die Geschäftsführerin von Viva Business, einem Weingut-Berater. Wichtig seien eine bestehende Marke und ein funktionierendes Geschäftsmodell mit gesunder Finanzstruktur. „Solche Chancen sind selten unter fünf bis zehn Millionen Euro erhältlich.“

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