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Immobilien Weniger Baugenehmigungen für Wohnungen im ersten Quartal

Die Wohnungsnot in Ballungszentren führt nicht zu mehr Baugenehmigungen. Kritik kommt von der Immobilienlobby. Sie fordert die Politik zum Handeln auf.
Update: 20.05.2019 - 14:49 Uhr Kommentieren
Nur bei Einfamilienhäusern gab es eine Steigerung um 2,3 Prozent. Quelle: dpa
Wohnungsbau

Nur bei Einfamilienhäusern gab es eine Steigerung um 2,3 Prozent.

(Foto: dpa)

WiesbadenTrotz der Wohnungsnot in den Ballungsgebieten sind im ersten Quartal dieses Jahres weniger neue Wohnungen genehmigt worden als vor einem Jahr. Von Januar bis März wurde der Neubau von etwa 75.600 Wohnungen genehmigt, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte.

Das waren rund 2200 Einheiten weniger (-2,8 Prozent) als im gleichen Vorjahreszeitraum. Allein in der Kategorie der Einfamilienhäuser gab es eine Steigerung um 2,3 Prozent. Alle übrigen Gebäudearten einschließlich der Mehrfamilienhäuser registrierten Rückgänge um 4,4 Prozent auf 37.649 Projekte. Im vergangenen Jahr waren knapp 347.000 neue Wohnungen genehmigt worden, der zweite Rückgang seit dem Rekordjahr 2016.

Die Lobby der Bau- und Immobilienwirtschaft fordert von der Politik inmitten der Debatte um steigende Mieten deswegen mehr Engagement für Neubauten. „Das ist ein Alarmsignal für die Zukunft des bezahlbaren Wohnens“, sagte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.

Nun müssten die Planungsverfahren beschleunigt und steuerliche Anreize für Investoren geschaffen werden. Zudem sollten Kommunen Grundstücke für die besten Gesamtkonzepte und nicht nach Höchstpreisen vergeben. Bereits 2017 und 2018 gingen die Baugenehmigungen zurück, nachdem sie von 2008 bis 2016 kontinuierlich zugelegt hatten. Union und SPD streben im Koalitionsvertrag an, bis 2021 rund 1,5 Millionen Wohnungen zu bauen – das wären 375.000 pro Jahr.

Der mittelständische Verband ZDB erwartet in diesem Jahr aber nur die Fertigstellung von 315.000 bis 320.000 Wohnungen. „Fehlendes Bauland droht die Wohnbauoffensive ins Leere laufen zu lassen“, sagte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. Für Investoren müssten die Abschreibungsmöglichkeiten verbessert werden. „Den Wohnungsbau kurbelt man nicht an, indem man ständig über Enteignung und das Einfrieren der Mieten diskutiert“, mahnte der Bauindustrieverband HDB.

Auch der Immobilienverband BFW kritisierte eine verfehlte Wohnungspolitik der öffentlichen Hand. „Mit ihrem falschen Fokus auf das Mietrecht läuft die Bundesregierung aber weiter in eine Sackgasse, statt umzudrehen und Kurs auf mehr Neubau zu nehmen“, warnte BFW-Präsident Andreas Ibel. „So werden die Schlangen vor den Wohnungsbesichtigungen auch künftig nicht kürzer.“

Mehr: Die Bundesregierung will in der laufenden Legislaturperiode 1,5 Millionen neue Wohnungen schaffen. Doch eine neue Studie zeigt, dass der Wohnungsbau nicht hinterher kommt.

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  • dpa
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