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Immobilien Zahl der Zwangsversteigerungen weiter gesunken

In Deutschland kommen immer weniger Immobilien unter den Hammer. Vor allem beim Bestand in Ballungszentren müssen Gerichte bisweilen mit einem regelrechten Ansturm von Interessenten rechnen.
Wird eine Immobilie in einem Ballungszentrum zwangsversteigert, ist das Interesse regelmäßig groß. Quelle: dpa
Zwangsversteigerung

Wird eine Immobilie in einem Ballungszentrum zwangsversteigert, ist das Interesse regelmäßig groß.

(Foto: dpa)

Ratingen Die Zahl der Zwangsversteigerungen von Immobilien ist in Deutschland im ersten Halbjahr 2016 weiter gesunken. Insgesamt seien zwischen Januar und Juni rund 17.000 Gerichtstermine angesetzt worden, 3500 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte der Fachverlag Argetra aus Ratingen bei Düsseldorf mit. Dabei seien Immobilien im Wert von 2,69 Milliarden Euro aufgerufen worden. Im Vorjahreszeitraum hatte diese Zahl noch bei 3,37 Milliarden Euro gelegen.

Auch für das Gesamtjahr 2016 erwarten die Experten weniger Zwangsversteigerungen als im Vorjahr. Eine Umkehr des Trends sei auch im laufenden Jahr nicht in Sicht, sagte Argetra-Geschäftsführer Axel Mohr. Der Fachverlag wertet für seine Untersuchung die Zwangsversteigerungstermine bei rund 500 Amtsgerichten aus.

Negativer Spitzenreiter bei den Zwangsversteigerungen im ersten Halbjahr sei Sachsen-Anhalt gewesen mit 81 Fällen pro 100.000 Haushalte. Mit nur 10 Fällen bezogen auf 100.000 Haushalte sei der Wert dagegen in Hamburg am geringsten gewesen. Bezogen auf die absolute Zahl der Zwangsversteigerungen lag dagegen Nordrhein-Westfalen mit 4343 Fällen vorn.

Hintergrund der Zwangsversteigerungen seien oft private Notlagen etwa durch Scheidungen oder den Verlust des Jobs, sagte Mohr. Sollten die derzeit niedrigen Zinsen wieder ansteigen, sei auch wieder mit einer Zunahme der Zwangsversteigerungen zu rechnen.

In diesen Ländern steigen die Preise am stärksten
Preisindex für Wohnimmobilien
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Wohnimmobilien mittlerer Qualität verteuerten sich laut einer Analyse der Immobilienberatung Knight Frank im vergangenen Jahr im weltweiten Mittel um 3,4 Prozent. Die Analysten heben besonders hervor, dass sich der Preisanstieg vor allem in den Ländern beruhigte, in denen zuvor die Immobilienwerte besonders gestiegen waren. Untersucht wurden die Märkte von 55 Ländern.

Quelle: Immobilienberatung Knight Frank

(Foto: dpa)
Singapur und Hongkong und Taiwan
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Schlusslichter im globalen Ranking sind die asiatischen Staaten Singapur, Hongkong und Taiwan. Sie mussten Verluste zwischen minus drei und minus sechs Prozent hinnehmen. Das schleppende Wirtschaftswachstum, Regularien und mehr Angebot bremsen der Untersuchung zufolge die Preisentwicklung aus.

(Foto: dpa)
Brasilien, Indien und Südafrika
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Die Preise etwa in den schnell wachsenden Emerging Markets blieben seit Mitte 2014 stabil oder sind nur leicht gewachsen. Wohnobjekte mittlerer Qualität in den BRICS-Staaten haben im Jahresschnitt aktuell drei Prozent an Wert gewonnen.

(Foto: Reuters)
BRIC-Staaten
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Vor vier Jahren lag dieser Wert bei den BRIC-Staaten noch bei elf Prozent. Kapitalflucht, Währungsänderungen – die zum Teil mit der Zinserhöhung in den USA zusammenhängen –, volatile Aktienmärkte und langsamer steigende Einkommen drücken laut Knight Frank auf die Nachfrage.

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Europa
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Obwohl Europa laut dem Knight-Frank-Ranking weltweit nicht mehr die Region mit dem geringsten Wachstum ist – diesen Titel hat nun Russland inne –, liegen immer noch zwölf europäische Länder auf den 20 letzten Plätzen des Rankings. Neun dieser zwölf Länder zählen zur Eurozone.

(Foto: AFP)
Großbritannien und USA
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In den USA (0,9 Prozent) und in Großbritannien (1,6 Prozent) blieben die Preise in den letzten drei Monaten nahezu stabil. Auf Jahressicht sind die Preise um rund 5,3 Prozent angestiegen.

(Foto: Reuters)
Skyline von Frankfurt
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Deutschland gehört mit einem Jahreszuwachs von 5,4 Prozent zum oberen Drittel der untersuchten Länder - und landet auf Platz 18. Dazu beigetragen hat insbesondere der Preisanstieg in den deutschen Metropolen, darunter Frankfurt.

(Foto: dpa)

In mehr als zwei von drei Fällen (70 Prozent) seien Eigentumswohnungen oder Ein- und Zweifamilienhäuser unter den Hammer gekommen. In den großen Ballungszentren sei der Andrang von Interessenten bei Versteigerungen bisweilen so groß, dass der Termin auf den Gerichtsflur übertragen werden müsse. Bei Versteigerungen in eher ländlichen Regionen herrsche dagegen manchmal gähnende Leere.

  • dpa
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