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Immobilienkonzern Deutsche Wohnen erhöht mit steigenden Mieten den Gewinn

Deutsche Wohnen steigert dank höherer Mieten den Gewinn. Dagegen steigen die Ausgaben des Wohnungskonzerns für Instandhaltung und Modernisierung.
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Zum Portfolio der Deutsche Wohnen gehören rund 167.000 Wohnungen, Gewerbeeinheiten und Pflegeheime. Quelle: dpa
Deutsche Wohnen

Zum Portfolio der Deutsche Wohnen gehören rund 167.000 Wohnungen, Gewerbeeinheiten und Pflegeheime.

(Foto: dpa)

Berlin
Die Deutsche Wohnen kann die Erträge zum Jahresbeginn deutlich erhöhen. Das operative Ergebnis stieg um 16,5 Prozent auf 144,2 Millionen Euro. Die im Fachjargon „Funds From Operations I“ genannten Erträge stammen aus der Immobilienbewirtschaftung. Den Ausblick lässt Deutsche Wohnen unverändert. Demnach soll der FFO I 2019 um knapp zwölf Prozent auf 535 Millionen Euro steigen.

Die Mieteinnahmen stiegen in den ersten drei Monaten des Jahres um 6,1 Prozent auf 205 Millionen Euro. Der Anstieg stammt einerseits von 5750 Wohn- und Gewerbeeinheiten, die der Konzern im vergangenen Jahr zugekauft hat, andererseits aus Mietsteigerungen. Die Mieterhöhungen im Bestand belaufen sich im Schnitt auf 3,4 Prozent.

In Berlin, wo Deutsche Wohnen 110.000 Wohnungen und damit fast drei Viertel seines gesamten Portfolios hält, stiegen die Mieten um 3,7 Prozent. Mit 6,77 Euro pro Quadratmeter liegt die Durchschnittsmiete nun auch über dem Mietspiegel, der laut der jüngsten Veröffentlichung an diesem Montag bei 6,72 Euro pro Quadratmeter liegt.

Laut Mietpreisbremse dürfen Anbieter ihre Mieten auf nicht mehr als zehn Prozent über dem ortsüblichen Mietniveau erhöhen. Eine detaillierte Analyse über Einfluss des Mietspiegels auf das Portfolio will der Konzern mit den Zahlen für das erste Halbjahr vorlegen.

Obwohl Deutsche Wohnen mit seinem großen Portfolio-Anteil in Berlin zwar eindeutig vom neuen Mietspiegel betroffen sei, sieht der Analyst Kai Klose von der Privatbank Berenberg aber keine nennenswerten Konsequenzen für den Konzern. Die über das Portfolio erwarteten Mietsteigerungen von drei Prozent seien erreichbar, was vor allem daran liege, das Angebotsmieten schon heute höher lägen als der Mietspiegel.

Mit dem Verkauf von Immobilien nahm Deutsche Wohnen knapp 20 Millionen Euro ein. Zudem hat Deutsche Wohnen sein Geschäft mit Pflegeheimen und Betreutem Wohnen ausgebaut. Die Erträge haben sich im ersten Quartal auf 56 Millionen Euro mehr als verdoppelt, was in erster Linie auf Zukäufe zurückzuführen ist.

Der Berliner Konzern hält an seinem Investitionsprogramm für das Wohnportfolio fest. In den ersten drei Monaten des Jahres investierte Deutsche Wohnen 73 Millionen Euro nach 61 Millionen im Vorjahreszeitraum. Pro Quadratmeter entspricht das Investitionen in Höhe von 28,29 Euro. Davon entfallen 7,45 Euro auf Instandhaltung (Vorjahr: 8,82 Euro) und 20,84 Euro auf Modernisierung (Vorjahr: 15,33 Euro).

Einen Großteil der Kosten trage das Unternehmen selbst, heißt es in einer Pressemitteilung. Außerdem werde Härtefällen Rechnung getragen. Wo die Gesamtmiete nach Berechnung der Modernisierungsumlage 30 Prozent des verfügbaren Nettohaushaltseinkommens übersteige, werde die Miete gekappt.

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