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Immobilienmarkt Deutsche Städte werden zu teuer für Immobilien-Investoren

Europas Immobilieninvestoren verlieren wegen hoher Preise das Interesse an deutschen Metropolen. Alternativen sehen sie in Portugal und Finnland.
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Europäische Investoren meiden inzwischen die deutschen Großstädte. Quelle: Reuters
Blick auf Berlin

Europäische Investoren meiden inzwischen die deutschen Großstädte.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Europas Immobilieninvestoren setzen wegen weiter steigender Preise neue Prioritäten. Wie eine Umfrage der Beratungsgesellschaft PwC unter 885 Immobilienexperten in Europa ergeben hat, interessieren sich die Investoren mittlerweile zunehmend für Städte in der zweiten Reihe und für Gebäude für neue Mietergruppen.

Auf der Liste der vielversprechendsten Städte in Europa stehen Metropolen wie Lissabon, Helsinki und Wien. Die Anleger wollen außerdem zunehmend in Studentenwohnungen, Hotels und Pflegeimmobilien investieren.

Deutschland wird in der Auswertung zwar weiterhin für seine politische und wirtschaftliche Stabilität gelobt. Die hohen Immobilienpreise jedoch stoßen inzwischen internationale Anleger ab: „Berlin, Frankfurt, Hamburg und München werden von vielen Investoren als überteuert angesehen“, heißt es in der Studie.

PwC zieht die Umsatzzahlen vom vierten Quartal 2017 bis zum dritten Quartal 2018 als Beleg für die Abkehr der Investoren vom deutschen Markt heran. Der Umsatz mit Wohn- und Gewerbeobjekten sei auf 65 von 68 Milliarden Euro in der Vorperiode gesunken.

Auch das Analysehaus Empirica warnt vor Preisübertreibungen von bis zu 25 Prozent in den Metropolen. Das zeigt sich etwa auf dem Büromarkt an den Mietrenditen zum Kaufzeitpunkt. Ende des dritten Quartals berichteten große Maklerhäuser wie CBRE, JLL, BNP Paribas Real Estate von Mietrenditen in Berlin und München für Top-Immobilien von weniger als drei Prozent.

Das bedeutet, dass ein Käufer mehr als das 33-Fache der Jahresmiete für ein solches Objekt zahlt. Lange Zeit galten Anfangsrenditen von vier bis 4,5 Prozent als normal.

Mit Blick auf das Kalenderjahr 2018 zeigt sich, anders als von PwC intoniert, jedoch ein ungebremstes Interesse an deutschen Gebäuden. Auf dem Gewerbesektor wird in diesem Jahr ein Rekordvolumen erwartet. „60 Milliarden Euro Umsatz sind nicht ausgeschlossen“, erwartet Piotr Bienkowski, Deutschland-Chef von BNP Paribas Real Estate.

Auf dem Wohnungsmarkt wechselten bereits von Januar bis September 2018 Wohnungen für knapp 15 Milliarden Euro die Besitzer, ermittelte JLL. Der Anteil ausländischer Investoren liegt stabil bei einem Viertel und wird eher steigen, meint JLL-Wohnungsexperte Konstantin Kortmann.
Ungeachtet dessen hat sich der britische Immobilieninvestmentmarkt trotz erwarteter wirtschaftlicher Einbußen durch den anstehenden Brexit abermals vom deutschen Markt abgesetzt.

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