Immobilienmarkt „Die Krise kehrt nicht zurück“

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Fürchten Sie nicht, dass die Objekte der Eurohypo in Japan an Wert verlieren?
Wir haben Bürogebäude in Tokio in Spitzenlagen, die vermietet sind und bei denen es weder größere Schäden durch die Erdbeben noch Kreditausfälle gibt.

Weitere Gefahren drohen durch die Verschuldungskrise in Europa, oder?
Zumindest ein abstraktes, übergeordnetes Risiko, richtig. Die daraus folgende Sparpolitik der öffentlichen Hand wirkt grundsätzlich eher wachstumshemmend. Auch die Immobilienmärkte, vor allem die Gewerbeimmobilien, werden davon mehrere Jahre betroffen sein, vor allem in Spanien. Da können neue Probleme auftauchen, je nachdem wie sich die Krise weiterentwickelt und wie die finanzpolitische Stabilität gewährleistet ist.
   

Wann kommt die nächste Immobilienaktie, der Reit, in Deutschland?
Diese Spezialform wird wieder auf Interesse treffen. Denn es passt zum Wunsch der Investoren nach transparenten, jederzeit handelbaren Finanzprodukten mit strengen Vorschriften. Auch für institutionelle Investoren können die Reits interessant sein, die wegen der neuen Vorschriften aus offenen Immobilienfonds tendenziell heraus gehen.
    

Wo stehen Immobilienaktien?
Die Kursentwicklung der Aktien ist eng damit verknüpft, wie sich der Immobilienmarkt entwickelt. Investoren schauen sich dieses Segment differenziert an. Nachhaltige Unternehmen, die eine mehrjährige Erfolgsbilanz aufweisen können und die nicht überteuert sind, werden sicherlich nachgefragt. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass etwa angelsächsische Immobilienaktien vor der Krise mit 55 bis 60 Prozent und damit weniger stark kreditfinanziert waren als deutsche. Die Firmen mussten im Zweifel deutlicher abwerten.
    

Wie sehen Sie die Rolle der Analysten in diesem Umfeld?
Schon in ruhigeren Zeiten ist es keine leichte Aufgabe, das intransparente Marktgeschehen zu analysieren. Je größer aber die Volatilität und umso unberechenbarer die Märkte, desto wichtiger ist eine solide Analyse. Auch wer sich auskennt, braucht nun mehr Sorgfalt, mehr Aufwand, um gute Einschätzungen anzufertigen.

Thomas Köntgen, Vorstandsmitglied der Eurohypo, stellte sich am Rande der Preisverleihung des Analysten Award 2011 den Fragen des Handelsblatts. Der Rheinländer hat den Posten im Januar 2008 in schwieriger Zeit übernommen. Die Eurohypo entstand aus der Fusion dreier Hypothekenbanken. 2005 erwarb die Commerzbank den Konzern, der zum Sorgenkind wurde und nach den Auflagen der EU-Kommission spätestens bis 2014 verkauft werden muss. Die Eurohypo ist seit Jahren Sponsor des Analysten Award.


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1 Kommentar zu "Immobilienmarkt: „Die Krise kehrt nicht zurück“"

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  • Wieviel kriegt er für diese dumme Propaganda bezahlt ?

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