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Immobilienmesse Mipim Risiken – welche Risiken?

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Amerikanern sind die Renditen in Deutschland zu niedrig

6000 Euro pro Quadratmeter – So explodieren die Preise auf Mallorca

Und andersherum: Die Amerikaner sehen kein Problem auf dem heimischen Immobilienmarkt. Warum sollten sie? „Wir haben einen riskanten Präsidenten, ihr Europäer habt eine riskante Währungsunion“, fasst David A. Ironside die Sicht der Amerikaner zusammen. Ironside ist bei LaSalle Investment Management für die Investitionen in Kontinentaleuropa verantwortlich. Ein US-Investor könne mit amerikanischen Staatsanleihen höhere Renditen erzielen als mit den Mieten für gute Büros an den deutschen Top-Standorten. „Warum sollte er also ein Währungsrisiko eingehen?“, fragt Ironside.

„Die meisten Amerikaner sind keine Langfristinvestoren“, weiß Matthias Leube, Deutschland-Geschäftsführer der Makler-Organisation Colliers International. US-Investoren suchten Opportunitäten. Das sind Immobilien mit mehr oder minder großen Schönheitsfehlern. Das können kurzfristig auslaufende Mietverträge oder notwendige Modernisierungen sein. Noch läuft der deutsche Markt zu gut, weshalb Ironside erwartet: „Viele amerikanische Investoren warten auf unruhigere Zeiten, etwa durch den Brexit.“

In welchen Städten es für Hausbesitzer teuer wird
Kommunale Steuern und Abgaben
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Auch für die Straßenreinigung zahlen Hauseigentümer – jedenfalls in viele deutschen Städten. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) wollte wissen, wie hoch die Nebenkosten von Hauseigentümern durch kommunale Steuern und Abgaben in den 16 deutschen Landeshauptstädten sind. Ermittelt wurden die jährlichen Kosten für einen Drei-Personen-Haushalt, ein zweistöckiges Einfamilienhaus mit Gasheizung, 15 Frontmetern in einer Anliegerstraße in innerstädtischer Lage mit einem Grundsteuermessbetrag von 100 Euro. Die Ergebnisse des Wohnkostenvergleichs halten einige Überraschungen bereit.

(Foto: dpa)
Platz 16: Saarbrücken
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Schlusslicht in Sachen günstige Steuern und Abgaben für Hausbesitzer ist ausgerechnet Saarbrücken – Landeshauptstadt des Saarlandes. Das relativiert das sonst in Saarbrücken eher günstige Immobilienpreisniveau. Die jährlichen Kosten belaufen sich in der saarländischen Hauptstadt auf insgesamt 2.195 Euro jährlich und liegen somit mehr als 500 Euro über denen in München. Dieser doch nicht gerade geringe Kostenunterschied ist darauf zurückzuführen, dass in Saarbrücken sowohl die Frischwasser-, als auch die Abwassergebühren mit knapp 464 Euro beziehungsweise 509 Euro überdurchschnittlich hoch ausfallen.

(Foto: dpa)
Platz 15: Berlin
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Auf der Rangliste der Landeshauptstädte mit den günstigsten Gebühren für Hausbesitzer belegt Berlin mit jährlichen Abgaben in Höhe von 2.149,79 Euro den vorletzten Platz. Vor allem bei der Grundsteuer langt die deutsche Kapitale richtig zu: 810 Euro im Jahr kassiert die Stadt für ein Einfamilienhaus – in allen anderen Städten liegt dieser Wert zwischen 440 Euro bis 550 Euro im Jahr. Unterdurchschnittlich fallen in Berlin hingegen die Kosten für den Anwohnerparkausweis mit 10,20 Euro jährlich aus. In allen anderen Landeshauptstädten pendeln sich die Abgaben für den Anwohnerparkausweiß zwischen 25 Euro bis rund 31 Euro ein.

(Foto: dpa)
Platz 14: Potsdam
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Auf Platz 14 folgt Potsdam mit Steuern und Abgaben in Höhe von insgesamt 2.145,85 Euro jährlich. Positiv: In Potsdam fallen keinerlei Kosten für die Straßenreinigung an. Weniger erfreulich: Die Schmutzwassergebühren von 678 Euro jährlich fallen in Potsdam mehr als doppelt so hoch aus wie der jährliche Durchschnittsbetrag in den 16 Landeshauptstädten. Er liegt bei 338,28 Euro. Einzig bei den Abfallgebühren liegt Potsdam mit 151,72 Euro rund 30 Euro unter dem Durchschnitt (180,86 Euro).

(Foto: dpa)
Platz 13: Dresden
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Sachsens Hauptstadt Dresden liegt mit jährlichen Abgaben in Höhe von 2070,94 Euro auf Platz 13. Für dieses Preisniveau sind insbesondere die hohen Wasser- ( 419,28 Euro/Jahr) und Abfallgebühren (195,36 Euro/Jahr) verantwortlich. Auch für Straßenreinigung zahlt man hier mehr als im Durchschnitt aller Landeshauptstädte (82,98 Euro/Jahr). Einzig die Schmutzwassergebühr liegt mit 271,50 Euro im Jahr deutlich unter dem Durchschnitt (338,28 Euro/Jahr).

(Foto: dpa)
Platz 12: Magdeburg
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Nicht nur, dass Sachsens Hauptstadt Magdeburg die einzige Landeshauptstadt Deutschlands ist, in der für den Winterdienst eine separat zu entrichtende Gebühr von 79,20 Euro im Jahr anfällt, gleichzeitig liegen die Schmutzwassergebühren in Magdeburg mit 490,50 Euro deutlich über dem deutschen Durchschnitt (338,28 Euro). Die Gesamtabgaben, die in Magdeburg jährlich anfallen, belaufen sich somit auf insgesamt 2009,79 Euro.

(Foto: dpa)
Platz 11: Erfurt
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Dicht hinter Magdeburg folgt Erfurt auf dem elften Platz mit jährlichen Abgaben von 1.989,95 Euro. Dass die Kosten in Erfurt damit recht hoch sind, ist besonders auf die enormem Wasser- (422 Euro/Jahr), Abfall- (237 Euro/Jahr), sowie Straßenreinigungsgebühren (158 Euro/Jahr) zurückzuführen. Zum Vergleich: Durchschnittlich liegen diese Abgaben in den 16 Landeshauptstädten bei 377 für Wasser, 181 Euro für Abfall und 83 Euro für Straßenreinigung.

(Foto: dpa)

Stichwort Zinsen: Steigende Zinsen haben für die Immobilienwirtschaft drei Effekte. Der eine: Alternativanlagen, etwa Anleihen, werden attraktiver. Der zweite: Die Finanzierung wird teurer. Der dritte: Die Immobilienwerte sinken nach der branchenüblichen Bewertungsmethode, die zukünftige Mieterträge auf den Gegenwartswert abzinst.

Dass die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihe vor dem Jahr 2025 signifikant steigt und sie gegenüber Immobilieninvestitionen nennenswert attraktiver macht, sieht Yvo Postleb nicht. Fragt man in Cannes, was ein signifikanter Anstieg von Renditen und Zinsen sei, dann heißt es: plus 0,5 bis ein Prozentpunkt. Zwar nehmen doch einige Branchenvertreter an, dass die Kapitalmarktzinsen früher steigen könnten. Aber dass sie denen in den USA sofort hinterherziehen werden, will in Cannes niemand so richtig glauben.

Auch dass der Deutsche Immobilienfinanzierungsindex (DIFI), der vom internationalen Maklerhaus JLL und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) quartalsweise ermittelt wird, schlechtere Zeiten für Immobilienfinanzierungen signalisiert, verfängt nicht. Zum Jahresbeginn sank der Index um 16,4 auf minus zwölf Punkte und ist damit erstmals seit dem vierten Quartal 2012 negativ. Der Index wird aus dem Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen gebildet. „Das Klima am Markt für gewerbliche Immobilienfinanzierungen trübt sich erkennbar ein“, sagt Markus Kreuter, Leiter Finanzierungsberatung bei JLL vor der Messe.

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Die Zinsen dürfen nicht steigen
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1 Kommentar zu "Immobilienmesse Mipim: Risiken – welche Risiken?"

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  • Sehr geehrter Herr Reichel,

    die Börse ist bekanntlich eine Schwatzbude. Jeder weiß was, muß es unbedingt erzählen und sich wichtig tun. Nach Ihrem Bericht von der Immobilienmesse scheint dies auch in der Immobilienwirtschaft der Fall zu sein.

    Sich mit einzelnen Aussagen näher zu befassen, lohnt in meinen Augen nicht. Mir scheint, dass die Vertreter der Immobilienwirtschaft mit dem Tagesgeschäft voll ausgelastet sind und über die Zukunft weder reflektieren wollen noch können.

    Bemerkenswert finde ich nur eine einzige Aussage, die sich mit dem Zustand des deutschen Immobilienmarktes befaßt. Danach kann ein US-Investor mit amerikanischen Staatsanleihen höhere Renditen erzielen als mit den Mieten für gute Büros an den deutschen Top-Standorten. Besser und kürzer läßt sich der deutsche Immobilienmarkt wohl kaum beschreiben.