Datencenter: Rechenzentren sind gefragt, doch der Neubau stockt
Düsseldorf. Berlin, München, Hamburg und Düsseldorf sind wachsende Märkte für Rechenzentren, Frankfurt bleibt aber unangefochten die Nummer eins in Deutschland. Das zeigt eine aktuelle Analyse, die das Immobilienberatungsunternehmen Cushman & Wakefield jetzt veröffentlicht hat. Sie berücksichtigt Immobilienprojekte in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA), die sich im ersten Halbjahr 2025 in Betrieb, Bau oder Planung befanden.
Hierzulande beträgt die Gesamtkapazität der Rechenzentren 3,06 Gigawatt (GW). Davon entfallen 2,2 GW beziehungsweise 72 Prozent auf Frankfurt. Die Region bleibt somit nach London der zweitgrößte Markt in der EMEA-Region. Dublin folgt auf Platz drei.
Die Nachfrage nach Rechenzentren und deren Leistungen sei hierzulande groß, sagt Simon Jeschioro, bei Cushman & Wakefield in Deutschland verantwortlich für den Bereich Alternative Investments. Dennoch „wurden 2024 so wenige neue Projekte gestartet wie seit mehreren Jahren nicht mehr“. Das sei eine Folge der komplexen Regulierung und „der kritischen Engpässe bei der Stromversorgung und Flächenverfügbarkeit“.
Die für Datencenter geeigneten Flächen sind zum Beispiel im Frankfurter Stadtgebiet „bis auf Weiteres so gut wie ausgeschöpft“, sagt Jeschioro. Dieser Druck beschleunige die Nachfrage in alternativen Märkten wie Berlin.