Erderwärmung: Klimaanlagen treiben Stromnachfrage weltweit in die Höhe
München. Die Erderwärmung bleibt nicht ohne Folgen. So werden künftig wohl weltweit mehr Klimaanlagen in Wohngebäuden eingesetzt, was die Gesundheit der Menschen schützt, aber gleichzeitig den Energiebedarf in die Höhe schraubt. Während derzeit nur 27 Prozent der Haushalte über eine Klimaanlage verfügen, könnte dieser Anteil bis Mitte des Jahrhunderts auf 41 Prozent steigen, haben Forscher am Münchner Ifo-Institut berechnet.
Der Stromverbrauch zur Kühlung von Wohngebäuden könnte sich pro Jahr verdoppeln, schreiben sie. Das hätte auch Folgen für die Stabilität der Stromsysteme. Insgesamt werden bisher 1.200 Terawattstunden Strom pro Jahr für Kühlleistungen benötigt, künftig könnten es jährlich 2.377 Terawattstunden sein. Eine Terrawattstunde entspricht einer Milliarde Kilowattstunden.
Etwa zwei Drittel der weltweit installierten 1,6 Milliarden Klimaanlagen stehen in Wohngebäuden. Für die Studie analysierten die Forscher Daten von mehr als 670.000 Haushalten aus 25 Ländern.