Wohnungsbau: Förderung für Vermieter laut Studie besser als für Selbstnutzer
München. Im Wohnungsbau läuft es derzeit überhaupt nicht gut. Dramatisch gestiegene Baukosten, hohe Zinsen und unzureichende Förderanreize erstickten ihn im Keim, kommentierte der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes zu den Baugenehmigungen des Jahres 2024.
Nicht nur Unternehmen halten sich mit dem Bau von Wohnungen zurück, auch viele Privatleute trauen sich einen Hausbau nicht mehr zu. Der Anteil der Wohnungseigentümer, die in ihren eigenen vier Wänden leben, ist zuletzt gesunken: 2022 lag die Eigentumsquote nur noch bei 43,6 Prozent – ein Prozentpunkt weniger als 2011, teilte das Pestel-Institut kürzlich mit. Damit hat Deutschland die zweitniedrigste Eigentumsquote in Europa und bildet mit der Schweiz das Schlusslicht.
Eine Wohnungsbauförderung, die potenziellen Wohneigentümern wieder eine faire Chance auf den Erwerb eigener vier Wände gebe, forderten in dieser Woche die Landesbausparkassen in einer Mitteilung. Sie stellten eine Studie des Forschungsinstituts Empirica vor, wonach staatliche Hilfen aktuell im Wesentlichen dem Mietwohnungsbau zugutekommen.