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Insiderbarometer Firmenchefs erwarten positive Entwicklung am Aktienmarkt

Firmenlenker kaufen mehr Aktien der eigenen Unternehmen als sie verkaufen. Vor allem die Papiere der Deutsche Wohnen scheinen für sie attraktiv.
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Besonders die Lenker des Immobilienkonzerns griffen bei eigenen Aktien zu. Quelle: dpa
Zentrale von Deutsche Wohnen

Besonders die Lenker des Immobilienkonzerns griffen bei eigenen Aktien zu.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Immobilienkonzern Deutsche Wohnen muss derzeit viel einstecken. Bei der Hauptversammlung in der vergangenen Woche haben zahlreiche Aktivisten Stimmung gegen den Wohnungsvermieter gemacht. Eine Bürgerinitiative will das Unternehmen am liebsten enteignen. Zugleich einigte sich der Berliner Senat auf Eckpunkte für einen fünfjährigen Mieterhöhungsstopp in der Hauptstadt.

Dieser trifft die Deutsche Wohnen als größten Vermieter Berlins besonders stark. Kein Wunder, dass die Aktie seit dem Jahreshoch im März bei fast 45 Euro wieder etwa ein Viertel an Wert verloren hat. Wer jedoch die Transaktionen der Vorstände und Aufsichtsräte mit Aktien ihrer eigenen Unternehmen beobachtet, die diese an die Finanzaufsicht Bafin melden müssen, wird zunächst etwas überrascht feststellen, dass es bei Deutsche Wohnen zuletzt zu größeren Käufen kam.

So haben sich die Vorstände Lars Wittan und Philip Grosse sowie Claus Wisser, der bis zur Hauptversammlung im Aufsichtsrat saß, Mitte Juni Anteilsscheine des MDax-Konzerns für mehr als 1,1 Millionen Euro ins Depot gelegt. Vor allem Wittan bewies bei seinen Transaktionen zuletzt ein gutes Händchen. Im März hatte er ein Aktienpaket für knapp 443.000 Euro nahe dem Jahreshoch verkauft.

Nun scheinen die Unternehmenslenker überzeugt zu sein, dass der Kursrückgang übertrieben ist. Also griffen sie antizyklisch zu. „Für Anleger, die die Wirkung der Mietendeckelung für weniger signifikant einschätzen als es der Kurs suggeriert, können sich langfristig attraktive Einstiegsmöglichkeiten ergeben“, sagt auch Olaf Stotz, Professor an der Frankfurt School of Finance & Management.

Der Hochschullehrer errechnet gemeinsam mit Commerzbank Wealth Management alle zwei Wochen aus den Transaktionen das sogenannte Insiderbarometer. Dieses ist seit der letzten Analyse zwar leicht gesunken, notiert aber mit 153 Punkten weiterhin auf hohem Niveau.

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Die Firmenchefs gehen also insgesamt eher von einer positiven Entwicklung an den Aktienmärkten aus und kaufen mehr Aktien ihrer eigenen Unternehmen, als sie verkaufen. Zuletzt hat vor allem die gelockerte Geldpolitik der Zentralbanken zu neuen Jahreshöchstständen an den Börsen geführt.

Mehr: Der IW-Immobilienindex fällt auf den tiefsten Stand seit seiner Erhebung. Mit weniger Mieteinnahmen rechnen die Befragten aber nicht.

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