Irland Zombie-Hotels erwachen zum Leben

Sie sind noch immer über ganz Irland verteilt zu finden: die Zombie-Hotels. In Boomzeiten viel zu üppig dimensioniert, verrotteten sie in der Krise. Jetzt sind sie bei Investoren heiß begehrt, aber nicht überall.
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Der Hafen von Dublin: Hotels in der irischen Hauptstadt sind begehrt. Quelle: ap

Der Hafen von Dublin: Hotels in der irischen Hauptstadt sind begehrt.

(Foto: ap)

DublinVor vier Jahren mussten die hochverschuldeten Hotels der grünen Insel mit sinkenden Besucherzahlen und immer mehr Konkurrenz fertig werden. Sie reduzierten die Zimmerpreise und wurden eigentlich nur noch durch Steuererleichterungen am Leben gehalten, die ihnen während des Booms gewährt worden waren.

Mittlerweile erholt sich die Nachfrage nach Hotelzimmern wieder, vor allem in Dublin – und Investoren vom amerikanischen Milliardär John Malone bis hin zu Russlands reichster Frau kaufen irische Hotels ein. Die irische Hauptstadt erzielte in den zwölf Monaten bis Juni höhere Einnahmen pro Hotelzimmer als jede andere große europäische Stadt, wie aus Daten von STR Global hervorgeht.

„Es gibt eine Menge Kapital im Markt, das auf der Suche nach einem vermeintlich guten Investment-Gewinn ist“, sagt Kevin Mc Gillycuddy, Managing Director von Brehon Capital Partners. Die Beteiligungsgesellschaft hat mit Partner Midwest Holding in Februar das Ritz-Carlton Powerscourt bei Dublin gekauft und im April das mit fünf Sternen ausgezeichnete Marker Hotel eröffnet.

Brehon hätte fast auch das Trinity Capital Hotel gekauft, wenn Malone, der Chairman von Liberty Global, nicht eine höhere Offerte abgegeben hätte. Malone zahlte diesen Monat etwa 35 Millionen Euro für das Hotel mit 195 Zimmern, hieß es aus Kreisen. „Es ist ein persönliches Investment mit Freunden“, erklärte Malone per E-Mail.

„Es läuft sehr gut“, sagt Peter Mac Cann, General Manager des Fünfsternehotels Merrion, gegenüber der Regierungsgebäude im Zentrum Dublins. „Wir müssen aufpassen – und das gilt für alle Hotels –, dass wir nicht gierig werden.“

Die Preise im Merrion rangieren von 200 Euro pro Zimmer bis hin zu 2695 Euro für eine Penthouse-Suite. In dem Hotel steigen auch die Retter des Landes – der Internationale Währungsfonds (IWF), die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) – ab, wenn sie wieder eine Prüfung des seit 2010 laufenden Rettungsprogramms durchführen.

Steuererleichterungen halten die Hotels am Leben
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2 Kommentare zu "Irland: Zombie-Hotels erwachen zum Leben"

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  • Finde ich garnicht. Man kann eigentlich ganz günstig wohnen, schau doch auf Daft.ie. Da kannst du schöne Ferienhäuser günstig mieten und mittlerweile kann man recht günstig einkaufen. Klar ist Deutschland billig (Lebensmittel etc.) aber ich zahle lieber mehr und hab richtiges Beef oder Schinken auf dem Tisch und nicht so Chemie.

  • Vor Allem muss Irland billiger werden. Ein Urlaub dort kostet immer noch relativ viel. Wenns wieder so wird wie Ender der 1980er dann fahre ich gerne wieder hin

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