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Kapitalanlage Mein Haus, mein Boot, meine Insel

Das private Eiland gilt als Inbegriff des Luxus. Dabei ist so manche einsame Insel nicht einmal halb so teuer wie ein Münchener Einfamilienhaus. Viele Inselbesitzer sind daher weder prominent noch Millionäre. Denn selbst für Normalverdiener sind Inseln durchaus erschwinglich.
  • Anette Kiefer
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In Krisenzeiten ist eine Privatinsel eine vergleichsweise sichere Kapitalanlage. Quelle: Pressebild

In Krisenzeiten ist eine Privatinsel eine vergleichsweise sichere Kapitalanlage.

(Foto: Pressebild)

MÜNCHEN. Die Idee klingt nicht mal schlecht: Soll das bankrotte Griechenland doch Inseln verkaufen, um seine Schulden loszuwerden, forderten vor einiger Zeit CDU-Politiker. Die Griechen lehnten den Vorschlag empört ab. Offenbar aus gutem Grund, denn auch private Inselbesitzer scheuen sich derzeit, ihre Schätze auf den Markt zu bringen. Sie wissen: In Krisenzeiten ist eine Privatinsel eine vergleichsweise sichere Kapitalanlage.

Einige Zehntausend Inseln weltweit befinden sich in Privatbesitz. Die Sängerin Diana Ross hat eine, der Schauspieler Nicholas Cage ebenfalls, und auch sein Kollege Johnny Depp kaufte sich sein eigenes Eiland, nachdem er bei den Dreharbeiten zu "Fluch der Karibik" auf den Geschmack gekommen war. Dennoch: "Die Prominenz ist überhaupt nicht unsere Zielgruppe", sagt René Boehm, Inselmakler aus Hamburg. Die aufstrebenden Sternchen wollen sehen und gesehen werden - eine einsame Insel taugt dazu nicht; und wer es schon zum Superstar gebracht hat, will eine Insel oft nur für ein paar Wochen mieten, um unbehelligt von Paparazzi urlauben zu können.

Viele Inselbesitzer sind daher weder prominent noch Millionäre. Denn selbst für Normalverdiener sind Inseln durchaus erschwinglich: Schon für 60 000 Euro ist Raspberry Island vor der Küste Kanadas zu haben, inklusive Sandstrand, wilden Blumen und Himbeersträuchern. Und für 300 000 Euro stehen gleich mehrere Inseln im Pazifik zur Auswahl. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus in München kostet mehr als das Doppelte.

"Im Moment ist die Nachfrage größer als das Angebot", sagt Farhad Vladi, einer der bekanntesten Inselmakler der Welt. "Vor zehn Jahren hatte ich fast 20 Objekte vor der schottischen Küste im Angebot. Heute ist kein einziges zu haben." Schottland ist genau wie Kanada und Schweden vor allem aufgrund der kurzen Wege zur Zivilisation - insbesondere ins nächste Krankenhaus - beliebt bei der Kundschaft.

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