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Kommentar Vonovias Strategiewechsel kommt nicht ganz freiwillig

Dem Wohnungskonzern blieb kaum etwas anderes übrig, als Mieterhöhungen zu kappen – er hat sich dem politischen Druck und auch dem der Mieter gebeugt.
06.12.2018 - 17:30 Uhr
Mit seinem Verzicht auf bestimmte Sanierungen mit hohen Mieterhöhungen will Vonovia seinen Mietern entgegenkommen. Quelle: Reuters
Vonovia

Mit seinem Verzicht auf bestimmte Sanierungen mit hohen Mieterhöhungen will Vonovia seinen Mietern entgegenkommen.

(Foto: Reuters)

Wenn Mieter etwas gar nicht mögen, dann sind es Mieterhöhungen. Da spielt es auch keine Rolle, ob die Kosten für mehr Dämmung eingesetzt wurden und Heizkosten sparen sollen. Wenn’s ums Geld geht, hört der Klimaschutz auf. Rolf Buch, der Chef der Vonovia, hat nun zumindest festgestellt, dass Mieterhöhungen nach energetischen Modernisierungen gesellschaftlich nicht akzeptiert werden.

Darum will er künftig deutlich weniger von diesen Projekten angehen. Alle Vorhaben, bei denen mehr als zwei Euro Mieterhöhung drohen, sind vorübergehen auf Eis gelegt. Alles ganz freiwillig. Oder nicht?

Zumindest drängt sich der Verdacht auf, dass die neuen Maßgaben einen Hintergrund haben: das neue Mieterschutzgesetz. Vor knapp einer Woche hat die Regierungskoalition beschlossen, dass ab 2019 die Mieterhöhungen nach Modernisierungen gekappt werden – auf drei Euro pro Quadratmeter in Wohnungen mit einer Miete ab sieben Euro je Quadratmeter, auf zwei Euro bei Wohnungen, deren Miete darunterliegt.

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