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Kündigung von Sparerverträgen Auf Bausparkassen rollt eine Klagewelle zu

Die Bilanzen der Bausparkassen sind strapaziert. Nun haben sie 200.000 Verträge gekündigt, für die sie hohe Zinsen zahlen müssen. Kunden gehen deswegen vors Gericht – und müssen sich auf einen langen Kampf einstellen.
Die Bausparkasse kündigt Altverträge und sieht sich im Recht. Viele Kunden wehren sich. Quelle: PR
Wüstenrot-Hauptverwaltung in Ludwigsburg

Die Bausparkasse kündigt Altverträge und sieht sich im Recht. Viele Kunden wehren sich.

(Foto: PR)

Frankfurt/Düsseldorf Als Jürgen Schmidt im Januar 2015 einen Brief seiner Bausparkasse öffnet, trifft ihn ein Schock. Wüstenrot kündigt seinen Bausparvertrag mit sofortiger Wirkung. Grund: Der Vertrag ist bereits seit mehr als zehn Jahren zuteilungsreif. Für die Bausparkassen ein Zeichen, dass ihre Kunden ihr Darlehen offenbar nicht mehr annehmen möchten. „Im Zuge dessen werden Bausparverträge mit höheren Zinssätzen – weil über die Zuteilungsreife hinaus – als reine Geldanlage verwendet“, begründet Wüstenrot die Entscheidung. Damit sei der Zweck des Vertrags entfremdet.

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