Luxusimmobilien Himmlische Garagen

Von Singapur bis New York: Star-Architekten haben mit Sky-Garagen den neuesten Schrei für Luxusapartments entwickelt. Die technischen Herausforderungen für die Ingenieure sind gewaltig. Doch der Trend setzt sich durch.
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Im „Hamilton Scotts“ sind Sky-Garagen längst Alltag.

Im „Hamilton Scotts“ sind Sky-Garagen längst Alltag.

DortmundKleine Jungs sammeln Matchbox-Autos im Spielzimmer, große Jungs Lamborghinis im Luxusapartment. Für alle Autoliebhaber, die sich auch nachts nicht von ihren Schätzen trennen wollen, bieten Luxus-Hochhäuser Parkplätze vor dem Wohnzimmer auf jeder Ebene. „Zielgruppe Nummer eins sind mit Sicherheit die Auto-Affinen“, sagt Architekt Manfred Dick, der sich die deutsche Variante „Carloft“ hat patentieren lassen. „Die wollen ihr Auto neben dem Bett oder vom Wohnzimmerfenster aus sehen.“

Die Neuheiten im Zeichen des Kampfstiers
The Lamborghini Galliardo LP550-4, LP560-4 and LP570-4 car are displayed on media day at the Paris Mondial de l'Automobile
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Lamborghini Galliardo LP550-4, LP560-4 und LP570-4 (v-l-n-r-). Noch aggressiver und extremer als sein Vorgänger kommt der überarbeitete Lamborghini Gallardo LP 560-4 daher, den die italienische Sportwagenschmiede jetzt auf dem Pariser Autosalon vorgestellt hat. Daneben werden die Topmodelle LP 570-4 Superleggera und der LP 570-4 Spyder Performante optional als „Edizione Tecnica“ angeboten. 

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Dem 412 kW/560 PS starken LP 560-4 haben die Designer eine breiter wirkende, von Trapez- und Dreieckformen dominierte Front mit vergrößerten Lufteinlässen vor den Vorderrädern spendiert. Am Heck haben die Italiener den Luftauslass des Triebwerks vergrößert.

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Die "Edizione Tecnica" des Coupés LP 570-4 Superleggera und des Cabrios LP 570-4 Spyder Performante wartet mit einem feststehenden Heckflügel und Karbon-Keramik-Bremsen auf. Zudem sind Dachbögen und die vorderen Lufteinlässe in einer zur Wagenfarbe kontrastierenden Farbe gehalten. Auf den Markt kommen sollen die neuen Gallardos im November.

Autosalon Paris 2012
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Effizienz ist auch bei Supersportwagen schon längst ein Schlagwort. So spendiert Lamborghini dem Aventador LP 700-4 des Modelljahr gleich zwei Kraftstoff sparende Technologien. Neben einer Start-Stop-Automatik gibt es auch eine Zylinderabschaltung ...

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... Damit übernehme der 515 kW / 700 PS starke Sportwagen mit seinem Carbon-Monocoque erneut eine Führungsrolle, teilt Lamborghini mit. Darüber hinaus kennzeichnen neue Individualisierungsmöglichkeiten den Modelljahrgang 2013.

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Für sein Start-Stop-System nutzt Lamborghini eine besondere Technik. Die Energie für den Re-Start nach einer Stop-Phase (etwa an der Ampel) wird von Kondensatoren mit hoher Kapazität, so genannten Supercaps, geliefert. Sie ermöglichen einen extrem schnellen Startvorgang: In kaum spürbaren 180 Millisekunden läuft der V12-Motor wieder, deutlich schneller als bei konventionellen Systemen.

France Paris Auto Show
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Die zweite neue Effizienztechnologie ist die Zylinderabschaltung CDS (Cylinder Deactivation System). Bei geringer Last und einer Geschwindigkeit von weniger als 135 km/h deaktiviert das CDS eine Zylinderbank, das Triebwerk läuft als Reihensechszylinder. Doch schon bei geringem Druck auf das Gaspedals steht wieder das gesamte V12-Triebwerk zur Verfügung. CDS.

So sinkt der Normverbrauch des Aventador LP 700-4 um sieben Prozent auf 16 Liter pro 100 Kilometer (nach EU-Norm). Bei Autobahngeschwindigkeit von etwa 130 km/h beträgt die Verbrauchs- und Emissionsreduktion sogar rund 20 Prozent. Insgesamt sinkt der CO2-Ausstoss des Aventador so von 398 Gramm auf 370 Gramm pro Kilometer. 

Eine Handvoll „Sky-Garagen“ oder „Carlofts“ gibt es derzeit weltweit. Zum Beispiel in Singapur, wo die „Hamilton Scotts“ von Nobelanbieter Hayden Properties den Superreichen nun den ultimativen Luxus bieten. Auf 30 Stockwerken sind 54 Apartments untergebracht, und jedes davon besitzt seine eigene „Himmelsgarage“. Die Bewohner fahren in eine Übergabestation im Untergeschoss, identifizieren sich per Fingerabdruck und lassen ihr Auto im gläsernen Fahrstuhl nach oben bringen. Wenn der automatische Parkvorgang beendet ist, trennt auch in 100 Meter Höhe nur noch eine Glaswand die Nobelkarossen vom Wohnzimmer.

Die teuersten Häuser der Welt
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Platz 10 im aktuelen Ranking des Immobilienmagazins Bellevue belegt eine vier Hektar große Privatinsel nahe Porto Rotondo an der Costa Smeralda. Über 60 Millionen Euro ist die Insel wert - und dabei bietet sie doch gerade mal 650 Quadratmeter Wohnfläche. Der Gewinn dafür aber: absolute Privatheit. Neben dem 250 Quadratmeter großen Haupthaus gibt es eine zweite Villa, die derzeit als Yachtclub genutzt wird, sowie zwei Gästehäuser. Ein dichter Wacholdergarten sorgt für ein eigenes Mikroklima. Foto: Rimontgo

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68 Millionen US-Dollar muss man auf den Tisch legen, wenn man die Boot Jack Ranchin Colorado, USA kaufen möchte - das ergibt im Ranking einen 9. Platz. Von drei Seiten behütet der Nationalforst von Colorado das 1.254 Hektar große Grundstück mit mehreren Holzhäusern. Auf 7.172 Quadratmetern Wohnfläche finden 50 Gäste Platz. Doppelt so viele kann der Besitzer ins 1.000 Quadratmeter große Spa einladen. Nur 20 Kilometer von der Ranch entfernt befinden sich ein Skiresort und der Flughafen. Die standesgemäße Anreise aus der Luft ist also gesichert. Foto: chaseinternational.com

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Auch Platz 8 geht an ein amerikanisches Haus: 100 Millionen US-Dollar kostet die Immobilie Tranquility am traditionsreichen Ferienressort Lake Tahoe. Im Weinkeller finden 3 500 Flaschen Platz, die Wohnfläche beträgt rund 1 850 Quadratmeter, das Grundstück ist fast 85 Hektar groß. Das Beste daran: Hier fallen keine Grundsteuern an, und wenn es mal schneit, sorgen der Indoor-Pool und das 19-Sitze-Kino für Abwechslung. Wer jetzt Interesse an dem schicken Gebäude bekundet hat, kann sich leider nicht freuen. Besitzer von Tranquility ist bereits Joel Horowitz, Mitbegründer des Modelabels Tommy Hilfiger. Foto: chaseinternational.com

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Platz 7: Das Albemarle House steht in Virginia in den USA. Das Anwesen, das im georgianischen Stil erbaut wurde, hat acht Schlafzimmer. Auch um das Badezimmer muss sich hier keiner streiten: 13 Stück bietet das Haus. Konzipiert haben die spektakuläre Residenz die Weinproduzentin Patricia Kluge und der renommierte Architekt David Easton. Wenn Ihr Interesse nun geweckt ist: Dieses schöne Objekt wird zwar in der Forbes-Liste noch mit 100 Millionen Dollar geführt, ist aktuell aber über Sothebys aber schon für lediglich 48 Millionen Dollar zu haben. Foto: Sotheby´s

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Platz 6: Leben wie ein Monarch: Für 117 Millionen US-Dollar ist das in Updown Court in Surrey, im schönen Süden Englands möglich. Das Haus in Windlesham ist mit 103 Zimmern angeblich größer als der Buckingham Palace der Queen - und Achtung Schnäppchen! - kostete 2007 noch 22 Millionen Dollar mehr. Das Haus ist über eine beheizte Auffahrt zu erreichen und verfügt über ein Kino für 50 Zuschauer, einer Wellnessoase und einem so genannten "Panic Room". Weitere Annehmlichkeiten: ein Squash-Court und ein Helikopter-Landeplatz. Da nimmt sich die Garage für acht Limousinen auf dem 20-Hektar-Anwesen vergleichsweise bescheiden aus. Foto: Hamptons International

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Auf dem 5. Platz der teuersten Häuser liegt mit 125 Millionen US-Dollar das Fleur De Lys in Los Angeles. Der Palast, inspiriert vom Stil Versailles, wartet unter anderem mit einem großen Ballsaal auf, der Platz für mehr als 100 Gäste bietet. Auch ein Park mit Pool (unten rechts im Bild) ist im Preis enthalten. Derzeit gehört der Palast noch Suzanne Saperstein, der Ex-Frau eines Milliardärs aus Texas. Man munkelte, dass auch Pop-Diva Mariah Carey Interesse an der pompösen Immobilie hat. Foto: PR

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Der 4. Platz geht an das Bran Castle in Brasov, Rumänien. 135 Millionen US-Dollar ist es derzeit wert - dafür soll hier auch Dracula-Vorbild Fürst Vlad - "der Pfähler" - zu Gast gewesen sein. Das Gebäude wurde 1212 erbaut und verfügt über 17 Schlafzimmer. 2006 ging das zwischenzeitlich verstaatlichte Schloss an den Erben der Vorbesitzer, Dominic Habsburg. Rumänien war an einem Rückkauf interessiert, lehnte jedoch wegen des hohen Kaufpreises ab. Wer sich davon und der gruseligen Historie nicht abschrecken lässt: Der Verkauf läuft über die Firma Baytreecapital. Foto: Baytreecapital

Die technischen Herausforderungen sind dabei groß: Das Auto soll schnell, sicher und dabei möglichst repräsentativ zum Penthouse hoch schweben. Dafür entwickelte der Hersteller des Singapurer Aufzugs, die Parksystem-Firma Otto Wöhr aus dem baden-württembergischen Friolzheim, eigens einen Hubantrieb mit Zahnriemen und Seilen. „Wir brauchten ein System, das leiser und auch schneller arbeiten kann als die herkömmliche Kettenkonstruktion“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Lenke. „Die Fördergeschwindigkeit liegt bei fast drei Metern pro Sekunde und ist so viel höher als bei anderen Aufzügen.“

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