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Luxuswohnungen In Berlin steigen die Preise von Luxusimmobilien besonders stark

Die internationale Kundschaft für Premium-Immobilien findet Geschmack an Deutschland. Berlin und Frankfurt widersetzen sich dadurch einem Trend.
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In Berlin steigen die Preise von Luxusimmobilien besonders stark Quelle: Moment/Getty Images
Die Skyline Berlins

Edle Wohnungen in Spitzenlagen in Berlin sind zuletzt um etwa 14 Prozent gestiegen.

(Foto: Moment/Getty Images)

DüsseldorfNicht London oder Paris, nicht New York oder Schanghai führen die aktuelle Liste der 45 Weltstädte mit dem höchsten Preisanstieg für Luxusimmobilien an. Ganz oben steht die deutsche Hauptstadt Berlin. Nur wenig tiefer, auf Platz drei, folgt die deutsche Finanzmetropole Frankfurt.

Beide Städte widersetzen sich damit einem Trend, den die Analysten der internationalen Immobilienberatungsgesellschaft Knight Frank seit Längerem beobachten: Der durchschnittliche Anstieg der Preise für Häuser und Wohnungen im oberen Marktsegment hat sich deutlich verlangsamt.

Über alle von Knight Frank beobachteten 45 Städte hinweg lag das Plus von 1,3 Prozent im ersten Jahresquartal nur noch etwa halb so hoch wie das des Schlussquartals 2018. Es ist der niedrigste Stand seit Ende 2009, als die Folgen der Finanzkrise den wohlhabenden Immobilienkäufern die Kauflaune gründlich verdorben hatten.

Heute sind es vor allem die zunehmenden Konjunktursorgen und die höheren Finanzierungskosten, besonders in den USA, die Käufer von Premiumimmobilien vorsichtiger werden lassen, schreiben die Knight-Frank-Analysten.

Während diese Faktoren dafür sorgen, dass etwa in London, New York und Schanghai die Preise um etwa fünf Prozent sanken, nützen sie offenbar zwei deutschen Städten: Sie gelten bei internationalen Immobilienkäufern, denen es um den Erhalt ihres Vermögens gehe, als „sicherer Hafen“, sagt Sven Henkes, Chef der Berliner Ziegert Bank- und Immobilienconsulting, Partnerunternehmen von Knight Frank in Deutschland.

Das Interesse der Käufer ist offenbar so groß, dass es den Wert für edle Wohnadressen in Berlin um 14 Prozent und in Frankfurt um knapp zehn Prozent in die Höhe trieb. Gekennzeichnet werden Premiumimmobilien nach der Definition von Knight Frank durch drei Kriterien: erstens eine absolute Spitzenlage, zweitens die herausragende Architektur und drittens die bestens ausgestattete Wohnfläche von mindestens 200 Quadratmetern.

Alle drei dieser Attribute erfüllt das „Sapphire“: Daniel Libeskind, Architekt des Jüdischen Museums in Berlin und des Masterplans für Ground Zero in New York, entwarf das siebengeschossige Gebäude mit der markanten dreidimensionalen Fassade. Es ist das einzige Wohnprojekt des renommierten Architekten in Berlin. Fertiggestellt wurde das Gebäude in Bestlage – der Chausseestraße in Berlin-Mitte – bereits vor zwei Jahren.

Doch erst jetzt kommt das Penthouse auf den Markt: Zunächst hatte der Berliner Projektentwickler Minerva die 224 Quadratmeter große Duplex-Wohnung mit 60 Quadratmeter großer Dachterrasse, schräg nach vorn ragenden Wänden und sieben Meter hohen Decken im eigenen Immobilienbestand halten wollen.

Doch jetzt wird verkauft. Der Preis von 17.600 Euro pro Quadratmeter dürfte zu den höchsten in der Hauptstadt zählen. Gemessen an Preisen von umgerechnet bis zu 60.000 Euro in Manhattan könnte das auf reiche Kunden nahezu günstig wirken.

Alexander von Albert, der das Libeskind-Penthouse vermarktet, hat daher keinen Zweifel, Käufer zu finden, die bereit sind, diesen Preis zu zahlen: „Unter Berlins Immobilienkäufern tummeln sich jetzt die Supervermögenden.“

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