Luxuswohnungen Kaufrausch in New York

Neue Wolkenkratzer erheben sich in den Himmel über New York. Käufer reißen sich um die extrem teuren Wohnungen darin. Wie die Superreichen den vertikalen Wahnsinn vorantreiben und was Normalbürger davon halten.
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Konzeptbild des „One57“ in New York. Die ersten Käufer haben bereits zugeschlagen - und zahlen Millionen für den Ausblick. Quelle: dpa

Konzeptbild des „One57“ in New York. Die ersten Käufer haben bereits zugeschlagen - und zahlen Millionen für den Ausblick.

(Foto: dpa)

New YorkWenn Medienmogul Rupert Murdoch auf Wohnungssuche geht, sind schwindelerregende Zahlen garantiert: Ende Februar kaufte der News-Corp-Chef das Penthouse sowie ein weiteres Apartment im neuen Skyscraper One Madison im New Yorker Flatiron District - für insgesamt 57,3 Millionen Dollar.

Supermodel Gisele Bündchen und NFL-Quarterback Tom Brady legten für ihre Dreizimmer-Wohnung im schicken Glasturm rund 14 Millionen Dollar hin. Geradezu ein Schnäppchen im Luxuskaufrausch, der derzeit über Manhattan fegt.

Die Skyscraper der Metropole werden immer höher, dünner und teurer. Den neuen Rekord hält das One57, der derzeit spektakulärste Apartmentturm des Big Apple. Satte 95 Millionen Dollar kostete das oberste Penthouse-Duplex über dem Central Park.

Das ist die höchste Summe, die jemals in der Stadt für eine Privatwohnung bezahlt wurde. Der Kauf löste die aufsehenerregende Summe von 88 Millionen Dollar ab, die der russische Milliardär Dimitry Rybolovlev 2011 für das Penthouse im nahegelegenen „15 Central Park West“ hingeblättert hatte.

Aus den obersten Stockwerken des One57 geht der Blick auf Rybolovlevs Dachterrasse hinunter, daneben breitet sich der Central Park wie ein riesiger grüner Teppich aus, an klaren Tagen kann man bis in die Bronx und auf der anderen Seite bis zur Spitze Manhattans schauen. 306 Meter ragt der unverkennbare Mix aus verschiedenfarbigen Fenstern in den New Yorker Himmel und ist damit das höchste Wohnhaus der Stadt.

Ein Rekord, der allerdings nicht lange vorhalten wird: 2015 soll der Skyscraper „432 Park Avenue“ mit 425,5 Metern die Spitze übernehmen und dann auch locker das Empire State Building mit seinen 381 Metern übertrumpfen. Im schlanken Wohnturm des Architekten Rafael Viñoly und des Bauherren Harry Macklowe entstehen gerade 104 Wohnungen auf 96 Etagen.

„Verschandelung der Skyline“
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11 Kommentare zu "Luxuswohnungen: Kaufrausch in New York"

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  • ...Volltreffer... :-)

  • @0815: man muss dazu sagen, dass urdeutsche zwar die bearbeitungsgebühr für den B-schein bezahlen müssen, aber nur noch in ausnahmefällen auch wohnungen bekommen, da diese für fachkräfte reserviert sind.

    Das steht nur nicht in der zeitung ;-)

  • Wenn ich die finanziellen Mittel besäße, wäre ich sicherlich ebenfalls eine derjenigen, die solche Immobilien kaufen bzw. mieten würde.
    Traurig ist nur, dass es für Ottonormalverbraucher zukünftig nicht mehr möglich sein wird, in der Stadt (zumindest in Deutschland) zu leben. Egal, wo man hinschaut, werden Luxusherbergen geschaffen. Seltenst werden Sozialwohnungen errichtet, die für den mittelständigen Bürger ebenfalls nicht zu erwerben sind, da hier in der Regel Wohnberechtigungsscheine nötig sind. Da wundert man sich, dass sich die Verkehrssituation immer weiter verschlimmert, was den täglichen Berufsverkehr betrifft. Wen wundert's, dass der Verkehr IN die Großstädte rapide zunimmt...

  • Dazu als erstes Goldschmied fabian gucken. Dann prof. bernd senf "tiefere ursachen der weltfinanzkrise", andreas popp "danistakratie" und mario fleischmann "das zwangsgeldsystem". Wenn mans dann verstanden hat, findet man noch unzähliges im www dazu, wie z.b. gugeln -> "sklaven ohne ketten opel" Wer dann noch richtig schmunzeln möchte zieht sich noch die exportdaten in bezug auf den momentanen Target II saldo rein.

  • Ich finde es schade, dass man den Central Park so zubaut. Unten auf den Strassen werden in New York irgendwann Tag und Nacht die Lampen brennen müssen, weil kein Licht mehr den Boden erreicht (und der Central Park wird auch eingehen deshalb oder nur mit künstlicher Beleuchtung am Leben erhalten werden). Aber das müssen die New Yorker schon selber wissen ;-)
    Aber es erinnert einen an einige Science Fiction Filme :)

  • es finden sich immer sofort die Neid und Hassunterstellungen, sobald ein Mensch sich negativ zu so einem Gigantismus meldet. Mir ist es doch egal, ob jemand sich so was leisten kann. Was viel schlimmer wiegt ist, dass damit sich die Immobilien- und Mietpreise für Normalverdiener ins Unermessliche entwickeln....und der Bürger sich eine Wohnung in NY fast kaum noch leisten kann....und oh, anscheinend hat man aus 9/11 nix gelernt, ich wollte nicht so weit oben wohnen....

  • "Neid" ist im übrigen ein natürlicher "Regler", welcher bei allen höheren, sozial organisierten Lebensformen ein inhärenter Bestandteil ist.

    Hat einer mehr als die anderen, sorgt der "Neid" dafür, dass derjenige welcher mehr hat, diese Allokation vor den anderen rechtfertigen können muß.

    ist derjenige nicht in der Lage, dies rechtfertigen zu können, wird er von den Übervorteilten nicht die Anerkennung und die Akzeptanz bekommen, welche die Ungleichverteilung rechtfertigen.
    "Neid" kann dann sehr schnell zu Hass und Gewaltbereitschaft führen - wenn anders kein Ausgleich geschaffen werden kann.

  • da sprechen die EU und die Deutschen "Sanktionen" gegen reiche Russen auf. Die gehen in großem Stile auf Einkaufstour von Immobilien. New York ist besonders beliebt.

  • Ich sollte neidisch sein? Da scheint Ihre psychologische Grundbildung aber gänzlich unzulänglich zu sein... ...ebenso wie Ihre bilaterale Einschätzung die Zukunft betreffend...

  • @GSN: Neidisch? auch für so viel Neid und Hass - im Übrigen (mal wieder) aufgehetzt von der Presse -, muss man sicher irgend wann mal Rechenschaft ablegen, Neid und Hass fressen nämlich auch Ihre Seele irgendwann mal auf.
    Liebe New Yorker Superreichen und Co: Ich wünsche Euch alles Gute im neuen Heim und gratuliere herzlichst! Passt aber auf, wenn Ihr nach Deutschland kommt, da stehen die primitiven Giftspritzen der Presse und andere Neider, die werden Euch im Namen der "Selbst-Gerechtigkeit" wahrscheinlich sofort lynchen. Irgendwo muss die Hassernegie ja geblieben sein....

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