Mieter gesucht Luxuswohnungen in Zürich stehen leer

Eine Wohnung in Zürich zu finden ist nicht einfach. Luxuswohnungen mit Mieten im hohen vierstelligen Bereich allerdings finden zurzeit keinen Abnehmer. Die Gründe dafür sind vielseitig – das Einkommen stimmt zumindest.
Zwei Luxusimmobilien in der größten Stadt der Schweiz stehen derzeit leer. Quelle: dpa
Blick über Zürich

Zwei Luxusimmobilien in der größten Stadt der Schweiz stehen derzeit leer.

(Foto: dpa)

ZürichEin Sechs-Zimmer-Apartment mit Kamin und Veranda im Stadtzentrum von Zürich für 8766 Franken (circa 8000 Euro): Die Liegenschaftenverwaltung der Stadt versucht seit Wochen, zwei Wohnungen dieser Art – und das, obwohl Zürich einen der angespanntesten Mietmärkte in Europa hat und Wohnungen dieser Größe in der größten Schweizer Stadt knapp sind.

Mieter für diese Wohnungen zu finden, sei eine Herausforderung, sagte Kuno Gurtner, Kommunikationschef der Liegenschaftenverwaltung, die Immobilien in der Nähe der Züricher Börse besitzt. In den vergangenen Jahren sei die Vermietung nie ein Problem gewesen.

Die Traumhäuser der Superreichen
Xanadu in Seattle (USA)
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110 Millionen Euro soll das Anwesen Xanadu in Seattle wert sein. Bill Gates hat es sich hier gemütlich gemacht. Der Pool des Hauses verfügt über ein Unterwasser-Musiksystem, das Fitnessstudio ist 232 Quadratmeter groß, und die Bibliothek hat einen gewölbten Leseraum.

Blossom Estate in Palm Beach (USA)
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Eigentümer des Blossom Estate ist der Hedgefonds-Titan Ken Griffin. Der Kaufpreis des Anwesens betrug laut dem Magazin Forbes im Jahr 2012 130 Millionen US-Dollar. Der Amerikaner kaufte gleich vier nebeneinander stehende Gebäude, sodass er drei Hektar Land (32.375 Quadratmeter) direkt am Ozean sein Eigen nennen kann.

Ellison Estate in Kalifornien (USA)
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Das Anwesen von Oracle-Gründer Larry Ellison ist japanisch geprägt: Neben einem Teich voller Koi-Karpfen soll es ein Teehaus und auch ein Badehaus enthalten. Der Wert der Immobilie liegt bei ungefähr 182 Millionen Euro.

Penthouse am Hyde Park in London (England)
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Das ist eine der teuersten Wohnadressen der Welt. Das Penthouse am Hyde Park in London ist 201 Millionen Euro wert und gehört dem Ukrainer Rinat Achmetow. Dieser kann sich nicht nur auf einen 24-Stunden-Butler-Service verlassen, sondern auch auf extreme Sicherheitsvorkehrungen: Das Haus ist mit kugelsicheren Fenstern ausgestattet und hat auch einen eigenen Panic-Room.

Kensington Palace Gardens in London
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Eigentümer der Villa in der Straße Kensington Palace Gardens in London ist der indische Milliardär Lakshmi Mittal. 202 Millionen Euro hat er für das Haus mit zwölf Schlafzimmern gezahlt. Die Adresse gilt als eine Top-Location weltweit. Dabei hat die Straße eine nicht besonders rühmliche Vergangenheit: Während des Zweiten Weltkrieges befand sich dort „London Cage” („Londoner Käfig”), ein Verhörzentrum der britischen Regierung.

Fair Field in Sagonapack (USA)
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226 Millionen Euro ist die luxuriöse Anlage an der Atlantikküste des US-Bundesstaats New York wert. Auf 10.000 Quadratmetern Wohnfläche wohnen der Unternehmer Ira Rennert und seine Familie. Sie haben ein 28 Meter langes Esszimmer, 39 Badezimmern und diversen Sportanlagen.

Witanhurst in Highgate (England)
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Zwischen 1913 und 1920 wurde Witanhurst von dem englischen Seifen-Mogul Arthur Crosfield erbaut. Es besitzt eine Gesamtfläche von 90.000 Quadratmetern, die über 65 Zimmer verteilt sind. Vor allem der Keller des Anwesens erlangte Berühmtheit. Dieser soll zwei Geschosse tief in den Untergrund ragen.

Diese neuen Schwierigkeiten fallen zusammen mit einem weniger freundlichen Umfeld für Ausländer, nachdem die Schweizer Wähler im vergangenen Jahr ein Referendum zur Wiedereinführung strenger Quoten für Einwanderer aus EU-Ländern unterstützt hatten.

Der starke Franken und die Unternehmenssteuerreform mindern die Attraktivität der Schweiz zusätzlich. Zwar lag die Leerstandsquote bei Wohnungen in Zürich am 1. Juni bei nur 0,22 Prozent, landesweit jedoch war sie mit 1,19 Prozent auf dem höchsten Stand seit 14 Jahren, wie das Schweizer Bundesamt für Statistik mitteilte.

„Der Mietsektor bewegt sich unweigerlich in Richtung Überangebot, wenn auch in Zeitlupe“, kommentierten Analysten der Credit Suisse Group AG am Dienstag. Die Immobilienberatung Wüest & Partner prognostiziert derweil einen Preisrückgang in teuren Regionen wie am Genfer See oder in Zürich. 

Zürich könnte attraktiver sein
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