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Neubaupreise Boom auf der Baustelle – Preise für neue Wohnhäuser steigen weiter

Bauen wird immer teurer. Die Preise für Roh- und Ausbauarbeiten liegen knapp fünf Prozent höher als im vergangenen Jahr. Und der Boom geht weiter.
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Immobilien: Preise für neue Wohnhäuser steigen Quelle: dpa
Bauarbeiten

Seit 2015 verteuerte sich das Bauen in Deutschland um gut 14 Prozent.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die für Bauherren gute Nachricht zuerst: Die Preise für den Neubau konventionell, also aus Stein und Beton gefertigter Wohnhäuser in Deutschland, sind im Mai nicht mehr ganz so stark gestiegen wie im ersten Quartal dieses Jahres. Die schlechte: Mit einem Plus von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Steigerungsrate immer noch sehr hoch. Das zeigen die aktuellen Zahlen, die das Statistische Bundesamt am Montag vorlegte.

Sowohl im vierten Quartal 2018 als auch im ersten Quartal 2019 hatten sich Bauleistungen – inklusive Umsatzsteuer – noch um 4,8 Prozent verteuert. Seit 2015 summiert sich der Anstieg auf 14,3 Prozent.

Vor allem Rohbauarbeiten wurden teurer: Sie legten von Mai 2018 bis Mai 2019 um 5,2 Prozent zu. Die Preise für Ausbauarbeiten stiegen leicht unterdurchschnittlich um 4,2 Prozent.

Höhere Baukosten werden immer wieder als einer der entscheidenden Gründe dafür genannt, dass die Wohnimmobilienpreise in den vergangenen Jahren so rasant gestiegen sind. Sie lagen im ersten Quartal durchschnittlich um fünf Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, wie die jüngste Auswertung des Statistischen Bundesamts zeigt.

In den sieben größten Metropolen – Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Köln, Stuttgart und Düsseldorf – war das Plus mit 8,6 Prozent für Eigentumswohnungen und 6,9 Prozent für Ein- und Zweifamilienhäuser besonders stark. In ländlichen Kreisen fiel der Preisanstieg geringer aus: Wohnungen verteuerten sich um 1,7 Prozent, Häuser um 4,3 Prozent.

Hohe Preise schrecken Käufer nicht

Trotz des deutlich gestiegenen Preisniveaus bleibt die Nachfrage der Käufer nach Häusern und Wohnungen ungebrochen. Der Grund: Die Minus-Renditen für deutsche Staatsanleihen haben dazu geführt, dass Baugeld so günstig ist wie nie. Immobilienkäufer guter Bonität zahlen für ihr Baudarlehen aktuell weniger als ein Prozent Zinsen im Jahr.

Gleichzeitig sorgt die lockere Geldpolitik der EZB dafür, dass Kapitalanleger mangels Alternativen viel Geld in vergleichsweise sichere Immobilieninvestments stecken – trotz der hohen Preise.

In der deutschen Bauwirtschaft hat diese Gemengelage zu einer jahrelangen Sonderkonjunktur geführt – die sich der Prognose zufolge vorerst fortsetzen dürfte. Nach Angaben des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB) werden die Unternehmen der Branche in diesem Jahr 8,5 Prozent mehr Umsatz machen als im Vorjahr.

Der HDB hatte erst jüngst seine Wachstumsprognose für dieses Jahr auch wegen der starken Nachfrage nach Wohnraum deutlich erhöht. Der Verband erwartet nun 8,5 Prozent mehr Umsatz. Die Branche profitiert im Boom derzeit davon, dass sie steigende Rohstoffkosten und höhere Löhne weiterreichen kann.

Mehr: Immobilien bleiben bei Anlegern gefragt, doch gebaut wird immer noch zu wenig. Wo die Preise deshalb besonders stark steigen, lesen Sie hier.

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