Neue IW-Studie Keine Angst vor der Immobilienblase

Die Immobilienpreise steigen und steigen. Eine Vermögens-Blase habe sich allerdings noch nicht gebildet, sagen die Experten des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. In anderen Städten vielleicht schon.
14 Kommentare
München zählt seit längerem zu den teuersten Städten. Quelle: ap

München zählt seit längerem zu den teuersten Städten.

(Foto: ap)

Die Preise für Eigentumswohnungen in Deutschland sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Das gilt nach einer am Donnerstag veröffentlichen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln besonders für Großstädte. Eine Immobilienblase droht nach Einschätzung des IW jedoch nicht.
Die IW-Studie untersuchte die Lage in den fünf größten deutschen Städten. Wie IW-Experte Michael Voigtländer erläuterte, stiegen die Preise für Eigentumswohnungen von 2010 bis 2011 in Berlin, Hamburg und München jeweils um acht bis neun Prozent, in Frankfurt am Main um gut sechs Prozent und in Köln um knapp fünf Prozent. Generell sei von Ende 2010 bis Ende 2011 in deutschen Städten ein jährlicher Preisanstieg von etwa 4,5 Prozent zu verzeichnen gewesen. Die Werte lagen damit deutlich über der allgemeinen Inflationsrate.

Von 2003 bis 2011 betrug der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen der IW-Studie zufolge bundesweit rund 10,5 Prozent. Spitzenreiter bei den Metropolen war hier demnach Berlin mit einem Plus von 39 Prozent. Ebenfalls deutliche Steigerungen gab es in Hamburg mit plus 31 Prozent und München mit plus 23 Prozent. Etwas geringer war der Anstieg demnach in Frankfurt mit plus 14 Prozent und in Köln mit plus neun Prozent.
Die Quadratmeterpreise für angebotene Wohnungen lagen im ersten Quartal 2012 in München bei 4236 Euro, in Hamburg bei 3118 Euro und in Frankfurt bei 2911 Euro. Etwas günstiger sind die Preise immer noch in Berlin mit 2240 Euro und in Köln mit 2108 Euro, berichtete das IW unter Berufung auf das Portal www.immobilienscout24.de.

Eine Immobilienblase droht nach Einschätzung des IW trotz des rasanten Anstiegs nicht. Vielmehr seien die Preissteigerungen in den meisten Städten Ausdruck einer großen Nachfrage. So seien die Preise für Eigentumswohnungen in Köln, Berlin und Frankfurt nicht schneller gestiegen als die Mieten.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
IW: Wenig Spekulanten unterwegs
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

14 Kommentare zu "Neue IW-Studie: Die Immobilienpreise sind noch nicht hoch genug"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • also meiner Meinung nach hat die Mentalität der deutschen und das vorsichtige Investieren und das Sparen Deutschland vor einer Blase gerettet. Ich habe gerade eine nette Zusammenfassung der IW-Köln Studie gelesen: http://www.wohneigentumratgeber.de/2012/08/keine-angst-vor-der-immobilienblase.html
    Allerdings geb ich "V.Uljanov" (zumindest teiwleise) recht. Am Anfang will eine Blase keiner sehen.. zur Zeit haben wir keine, aber man sollte aufpassen...

  • richtig so!

  • Wer genau JETZT eine Immobilie kauft, zeigt ganz klar dass er nichts verstanden hat....mir solls egal sein, Dummheit wird bald bestraft!

  • Ich glaube nicht, dass wir die große Gemeinschaft der Immobilien-Religiösen bekehren können. (Peter Ziemann) Krisenschutz Immobilie? Eine Fehleinschätzung. Niedrige Preise? Ein Irrtum. Niedrige Zinsen? Endlich. Zwangsmaßnahmen wie Reichensteuer, Zwangshypotheken, Mietdeckelung: Absehbar. Die Studie führt in die Irre. Nutznießer sind Makler, Banken und der Staat. Hier steht, warum:
    http://der-oekonomiker.blogspot.com/2012/03/standpunkt-191-update-enteignung.html.
    Nichts für schwache Nerven, z. B. wegen § 89 Versicherungsaufsichtsgesetz, seit Mai 2011 neu geregelt. Für alle Lebensversicherungen besteht höchste Gefahr!

  • In München 3.292€/qm ich lach mich tot. Wo haben die ihre Daten her. 3.000€-Lagen liegen irgendwo im Nirgendwo, ab 4.500 geht es los. Wenn U/S-Bahn fußläufig sind 5.000+, voller ÖPNV 6.000+.
    Das ist wohl eine Gefälligkeitsstudie!

    Wenn das Gebäude frisch kernsaniert ist und voller ÖPNV vorhanden ist, sind Preise 8.000+ die Untergrenze.
    Alles was nicht spätestens 1998 saniert wurde hat das noch vor sich, mit Kosten von 1.000+/qm. Sonst ist der Mieter weg.
    München ist anders, solche Buden wie z. B. in Niedersachsen findet man hier seltener.

  • Persönlich habe ich meine Immo abgegeben. Lieber in einen steigenden Markt verkaufen als in einen fallenden.....

  • So lange die Jobsituation weiterhin gut-sehr gut ist, ist bei den Immobilienpreisen nichts zu befürchten und Kapitalanleger haben es richtig gemacht. Knickt die Konjunktur ein wird es gerade in Städten wie München aber leider ein böses Erwachen geben.

  • @Rene
    Sie haben vollkommen Recht! Ich komme aus einem Vorort 25km vor Stuttgart. Hier sind die Preise entsprechend gestiegen.
    Geht man aber 25km weiter, in den Schwarzwald, sieht es vollkommen anders aus. Da können sie Häuser und Wohnungen günstiger kaufen als vor 10 Jahren.
    Mit Immos langfristig Geld zu verdienen, ist wesentlich schwieriger und unsicherer als mit vielen Aktien. Aktie kann ich schnell mal wechseln. Bei Immos habe ich hohe Kosten und keinerlei Flexibilität. Der Renovierungsaufwand wird i.d.R. total unterschätzt was die Rendite zusätzlich belastet.

  • Man will offensichtlich in Deutschland eine Blase aufpumpen wie im Mittelmeerraum und Irland geschehen. Billiges Geld und Aussichten auf Wertsteigerung sollen Kredite schmackhaft machen.
    Lassen wir uns nicht verunsichern! Maßhalten und auf dem Teppich bleiben, sonst erwischt uns das noch schlimmer!

  • Diese Aussage sollten wir uns merken und 2013 noch einmal verifizieren. Dann wenn die Versicherungen jede Versicherung mit Kapitaleinlagen absichern muss.

    Schade, dass Lügen gesetzlich nicht verboten ist.


Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%