Neue Mega-Pleite Immobilienkrise in Spanien fordert Opfer

Die Immobilienkrise in Spanien ist noch längst nicht vorbei. Diesmal trifft es einen milliardenschweren Immobilienentwickler. Es droht die Pleite. Der Markt ist heiß, viele Banken werden ungeduldig.
Update: 19.02.2013 - 15:33 Uhr 28 Kommentare
Fensterfront eines Hochhauses. In Spanien gehen immer mehr Unternehmen wegen der Immobilienkrise pleite. Quelle: ZB

Fensterfront eines Hochhauses. In Spanien gehen immer mehr Unternehmen wegen der Immobilienkrise pleite.

(Foto: ZB)

MadridDie Krise auf dem spanischen Immobilienmarkt hat ein weiteres Unternehmen in den Abgrund gerissen: Der hochverschuldete Immobilienentwickler Reyal Urbis meldete am Dienstag Insolvenz an und könnte sich zum zweitgrößten Pleitefall des Landes auswachsen. Das Schicksal der Firma liegt nun in den Händen eines Gerichts. Zuvor waren Gespräche mit den Gläubigern - darunter die Großbanken Santander, BBVA und Bankia - über eine Umschuldung gescheitert. Bankia steckt bereits selbst in der Krise.

Reyal Urbis verwaltet Immobilien, darunter große Flächen noch ungenutztes Bauland. Diese waren Mitte 2012 mit 4,2 Milliarden Euro bewertet. Dem standen per Ende September Schulden von 3,6 Milliarden Euro gegenüber. Üblicherweise gilt ein Verschuldungsgrad von mehr als 60 Prozent als Grund zur Sorge.

Dem Unternehmen wurde wie so vielen anderen der Branche zum Verhängnis, dass die spanischen Häuserpreise seit dem Boomjahr 2007 um 40 Prozent gesunken sind. Und sie fallen weiter, denn Spanien steckt tief in der Rezession. Viele Familien können ihre Hypotheken nicht mehr bedienen und auch der gewerbliche Mietmarkt mit Laden- und Büroflächen in den Großstädten ist längst kein Selbstläufer mehr. Der Leerstand ist hoch.

Die sich häufenden faulen Kredite im Immobiliensektor belasten die Bankbilanzen. Spanien musste deshalb zur Rettung seiner Geldhäuser bereits 40 Milliarden Euro von den Euro-Partnern leihen. Entlastung soll nun die neu eingerichtete zentrale "Bad Bank" bringen, bei der die heimischen Geldhäuser ihre Altlasten abladen können, um die Bilanz zu reinigen.

Die Konsequenz daraus ist allerdings, dass viele Banken die Geduld mit ihren Kreditnehmern verlieren und lieber den Stecker ziehen, als noch länger stillzuhalten. Reyal Urbis bekam dies nun zu spüren. Bereits am Freitag war aus Finanzkreisen verlautet, dass die Gläubiger den Umschuldungsvorschlag der Immobilienfirma ablehnen. Die Frist für eine Einigung läuft am Samstag aus.

Reyal Urbis hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, der Geschäftsbetrieb läuft nach spanischem Insolvenzrecht vorerst weiter. Doch Anleger haben das Unternehmen längst abgeschrieben: Die Reyal-Aktie ist seit 2007 quasi wertlos geworden - sie büßte seither 99 Prozent ein und kostet nur noch rund zehn Cent.

  • rtr
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28 Kommentare zu "Neue Mega-Pleite: Immobilienkrise in Spanien fordert Opfer"

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  • Wir von www.eudomi.de beobachten das Immobilientreiben in Spanien schon etwas laenger. Da wie beschrieben die Banken, die Stecker der Kreditnehmer ziehen sind mittlerweile notleidende Immobilienbezitzer gezwungen ihre Immobilien um ein vielfaches reduziert zu verkaufen teilweise bis zu -60% unter dem Immobilienwert.

  • was wollte Alfred Herrhausen damals bewerkstelligen.

    " War das nicht auch ein Schulden-Schnitt " ?

    Er stand also auf Seiten der Rote Armee Fraktion und wurde von diesen getötet ?

    Aber er war gegen die Investoren und was taten die ?

    Diese Frage können Sie auch selber beantworten, das hat man ja dann alles live verfolgen können.

    Und wer steht an der Spitze der Investoren--politisch ?

    Auch diese Frage können Sie sich wieder selber beantworten.

    Das ist die COU

    Mappus hat in allem Recht.

  • und wer war 1989 BK der Bimbesrepublik ?

    Den rest können Sie sich selbst beantworten.

    Die Situation ist symetrisch zur heutigen.

    Sin Sie wirklich ein Beobachter--ein einäugiger ?

  • Wenn die Agenda von Merkel, Hollande und Barroso darin bestehen würde mehr Umverteilung von oben nach unten zu organisieren für eine gerechtere Gesellschaft, dann würden die Leitmedien Tag für Tag regelrecht Artikelorgien über den katastrophalen Zustand von Europa und des Euros liefern.
    Aber nein.
    Alle, und insbesondere die deutschen Steuerzahler – die Melkkuh Europas – sollen schön brav weiter arbeiten und mehr Steuern zahlen und von der Unabdingbarkeit kriminelle Bankenkartelle raus zukaufen (inkl. Boni) - die zum größten Teil Zombie Banken sind –, weil diese systemrelevant. In der Sprache der Oberabzocker aus London und New York auch „too big to fail“ genannt.
    Ich k#*$%e.
    Diese Demokratiefarce ist nicht mehr zu ertragen. Boykott ist die einzige Lösung, es wird eine Wiedergeburt von Freiheit und Demokratie in Europa geben, und Sie wird nicht von oben kommen. Die Systemmedien sind zu Prostituierten der Politiker, Banker und Offizieller A*‘“§$%&/?r verkommen. Nachrichten lesen ist wie das Herauslesen was dem dummen Michel als Nächstes verkauft werden soll. Und alle machen mit wegen der Kohle/Rendite, kaum einer der die E§$r hat und dazu anregt darüber nachzudenken, was auf Pump finanzierter Konsum für eine Wertigkeit hat. Außer den Banken oder Private Equity Gauner „Money for Nothing“ für imaginäre Zinsen in den A“§$h zu blasen.

  • wenn man die Straße überquert kann das passieren

  • @Super-Angie

    Alfred Herrhausen wurde ermordet.

  • @Bingo

    Das Deutsche Volk wurde nach 1945 lobotomisiert und umerzogen; heute laufen dort in diesem Multikulti-Mischmasch nur noch weigespülte Figuren herum;
    Die Crem De la Creme sind unsere Politiker Baujahr ca. 1953-63; was die zusande gekriegt haben; ich kenne für den zusand nur das wort gekriegt; oder zusammengekehrt haben--das erleben Sie bald als Folgeerscheinung. Einen EU-Weiten Staatsbankrott-dann Versailles 2.0; eine Wiederholung der Verhältnisse wie in Weimar damals. Eine Wiederbelebung der Schaef-Gesetze von 1945 automatisch; indem alles Eigentum auf Deutschem Boden den Alliierten zusteht bis in das Jahr 2099. Vertraglich vereinbart von allen Bundeskanzlern in der sogenannten Kanzlerakte. Jeder der BK-Töse (Frauen-Quote) werden wollte mußte das unterschreiben.Frauen arbeiten dann noch ehrenamtlich in den Projekwochen mit wo der Oli eine zentrale Rolle in der Bastelgruppe spielt --der kann so schön lächeln, gibs zu Oli ist doch so oder ?

    Also gehört das was Sie sich erarbeitet haben in 1-2-3 Generationen nicht Ihnen;;; sondern den Sieger-Völkern.

    Jetzt stellen Sie die Frage nach auswandern oder ausharren noch mal und beantworten sich selbst Ihre Frage.

    Sie arbeiten wie Wild auf einer Geleere und Ihnen gehört-nix.

    Oli bitte Zensur--das darf keiner erfahren.

    Denken Sie daran, wenn Sie diese Infos durchlassen auch ausversehen---das hat Kosequenzen dann wird die 10 % RausschmißKurve auch auf förderer Deutschen allgemeingutes und erhalter der autochtonen Kultur erhöht.

  • @beobachter

    logisch Markenzeichen kann man sich immer merkeln.

    Das von Merkeln ist das Piggin_Gesicht.

    Kennen Sie das Viktory Zeichen " auf Deutsch " ???

    Ja das gibts

    Damals als der Josef und der Hilmar Kopper uns dem dusseligen Volk Deutsche Zeichen beibrachten, die besagten.

    " Haut ab Ihr Kehricht--bezahlt und haltet gefälligst das Maul " fast wie Kaiser Wilhelm vor dem ersten Weltkrieg; ach ja wir befinden uns ja im ersten Zahlkrieg.

    Der Josef ist zu bekannt und alle kennen dieses Gesicht auch nach einer Gesichtsoperation der ist bekannter als der Alfred Herrhausen seinerzeit.-

    Victory-- Josef wird schon wir freuen uns auf Dich.

    Wie schmeckt Du.

    Oli bist Du noch da ?

  • Man hat die Immobilienblasen in E,IRL und POR deshalb wie die Affen gefüttert, weil diese Länder nichts anderes aufzubieten haben, als eine Bauindustrie. Diese Länder haben in guten Zeiten nicht vorgesorgt, sie haben keine diversifizierte Industrie aufgebaut - wie sie in D allerorten anzutreffen ist. Wer also alles auf ein Pferd setzt, darf sich nicht wundern, wenn er am Ende alles verliert. Ursächlich verantwortlich für diese industriellen Defizite sind ein sozialistisch geprägtes Anspruchsdenken, mangelnde Bildung und berufliche Kompetenz, strukturelle Probleme und eine komplett unfähige Regierung! Jetzt haben wir den Salat, und wir sollen sie daraus herausholen - mit unserem sauer verdienten Geld. Wie lange, glauben unsere Politiker, werden wir das noch tatenlos ertragen? Wie dumm muss man sein, sich so etwas über Gebühr gefallen zu lassen? Ihr werdet sehen, wie schnell sich der Wind drehen wird - und das Beste daran, er wird euch mit sich forttragen.

  • gehts_noch@

    genau so ist es !

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