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Niedrigzinsen Zahl der Zwangsversteigerungen sinkt weiter

Seit zehn Jahren nimmt die Zahl der Zwangsversteigerungen ab – 2018 waren es noch 2.000 mehr Immobilien als 2019. Hauptgrund dafür sei die Niedrigzinsphase.
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Rund 68 Prozent der Zwangsversteigerungen betrafen Eigentumswohnungen und Ein- oder Zweifamilienhäuser. Quelle: dpa
Reihenhäuser

Rund 68 Prozent der Zwangsversteigerungen betrafen Eigentumswohnungen und Ein- oder Zweifamilienhäuser.

(Foto: dpa)

Ratingen Die Zahl der Zwangsversteigerungen ist in Deutschland im ersten Halbjahr 2019 noch einmal deutlich gesunken. Nach Recherchen des Ratinger Fachverlags Argetra kamen zwischen Januar und Juni insgesamt 9.432 Immobilien mit einem Verkehrswert von zusammen 1,75 Milliarden Euro unter den Hammer. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 11.800 Häuser, Wohnungen oder Grundstücke mit einem Verkehrswert von 2,1 Milliarden Euro.

Die Zahl der Zwangsversteigerungen nimmt seit gut zehn Jahren ab. Hauptgrund für den Rückgang sei die anhaltende Niedrigzinsphase, betonte Argetra-Geschäftsführer Axel Mohr. Doch könnte es schon bald zu einer Trendwende kommen. „Mit einbrechender Konjunktur und erhöhten Arbeitslosenzahlen durch die Automobilindustrie und bei deren Zulieferbetrieben werden wieder mehr Zwangsversteigerungen erwartet“, berichtete Mohr.

Gut zwei Drittel der Zwangsversteigerungen (68 Prozent) betrafen Eigentumswohnungen und Ein- oder Zweifamilienhäuser. Der Rest entfiel auf Grundstücke, Gewerbeobjekte, Mehrfamilienhäuser und Garagen. Etwa jedes zweite eröffnete Zwangsversteigerungsverfahren endete nicht im Gerichtssaal. Stattdessen wurden die betroffenen Immobilien bereits zuvor verkauft, so dass keine Zwangsversteigerung mehr stattfinden musste. Für die Auswertung hatten die Experten die Zwangsversteigerungen an allen knapp 500 Amtsgerichten ausgewertet.

Mehr: Am Immobilienmarkt gebe es heute anders als in der Finanzkrise keine Risiken bei der Kreditvergabe. Herausforderungen schlummern an anderer Stelle.

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  • dpa
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