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Ostseeküste Rügen und Usedom sind die Nummer eins bei deutschen Ferienimmobilien

Die Ostseeküste erlebt einen Tourismus-Boom, die Preise für Ferienimmobilien steigen. Das zieht auch immer mehr Projektentwickler an.
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Auch immer mehr junge Leute entdecken die Ostsee für sich. Quelle: dpa
Ostsee

Auch immer mehr junge Leute entdecken die Ostsee für sich.

(Foto: dpa)

DüsseldorfGeht es um das verfügbare Einkommen oder das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, dann landet Mecklenburg-Vorpommern im Bundesländervergleich ganz unten. Für die Deutschen ist „Meck-Pomm“ dennoch ein Sehnsuchtsziel: Als der Deutsche Ferienhausverband seine Mitgliedsunternehmen nach den Topbuchungen in Deutschland fragte, landete die dortige Ostseeküste auf dem ersten Platz.

Die Inseln Rügen und Usedom zählen mit mehr als sechs beziehungsweise mehr als fünf Millionen Übernachtungen pro Jahr zu den beliebtesten Urlaubsregionen. Waren Ferienimmobilien nach der Wiedervereinigung auf diesen Inseln günstiger als an den westdeutschen Ostseestränden, hat sich dies längst geändert.

Rügen rangiert mit Quadratmeterpreisen von 5500 bis 12.000 Euro in der vom Maklerhaus Engel & Völkers aufgestellten Preisliste für hochwertige Objekte in sehr guten Lagen vor dem Timmendorfer Strand, und Usedom liegt mit 5000 bis 8500 Euro kaum dahinter. „Das günstigste Preisniveau für hochwertige Ferienimmobilien findet sich weiterhin auf Fehmarn“, heißt es in dem Marktbericht des Maklerhauses weiter. Dort beginnt die Preisspanne bei 3600 Euro.

Gemein haben alle drei Inseln, dass der Preistrend nach oben zeigt. Die Aussicht auf steigende Preise zieht Projektentwickler an. Einer ist die auf Rügen und Usedom mit 13 Projekten engagierte Primus Immobilien. Vorstand Sebastian Fischer setzt darauf, dass sich ein Trend der vergangenen Jahre fortsetzt: „Die Deutschen machen zunehmend Urlaub in Deutschland.“ Auf Rügen und Usedom beobachtet er gerade einen Generationenwechsel: „Das Publikum wird jünger.“

Auch das Angebot verändert sich. Primus lanciert das sogenannte Suiten-Hotel, das Fischer zufolge bereits in Spanien verbreitet ist. Es ist eine Mischung aus Ferienwohnung und Hotel: Anleger erwerben zusammenhängende Hotelzimmer. Eine Tochtergesellschaft von Primus betreibt diese Suiten-Hotels, die mit Schwimmbad, Wellnessbereich und Restaurant ausgestattet sind. Anlegern verspricht Fischer im ersten Jahr drei Prozent Mietrendite, später sollen es mehr sein.

Über fünf Millionen Übernachtungen kann Rügen verzeichnen. Quelle: dpa
Urlaub in Deutschland

Über fünf Millionen Übernachtungen kann Rügen verzeichnen.

(Foto: dpa)

Um Vermietung, Reinigung, Instandsetzung müssen sich die Käufer nicht kümmern. Der Aufwand dafür schmälert auch die Auszahlungen nicht. Der Haken: Einen Anspruch auf Übernachtungen in der eigenen Suite haben die Besitzer nicht. Sie können aber Wohnungen mit Rabatt buchen.

Wie beliebt die Ostsee ist, zeigt eine Statistik des Vermietungsportals Fewo-direkt: Immobilien dort sind 24 Wochen im Jahr vermietet. Das sind zwar zwei Wochen weniger als im Durchschnitt, aber deutlich mehr als auf der beliebten Insel Mallorca (18 Wochen). Den Gemeinden kann die Vermietung nur recht sein: Denn sie fürchten leer stehende Ferienobjekte, weil deren Eigentümer nur für wenige Wochen in der Hochsaison vor Ort sind.

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