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München Bogenhausen Promi-Viertel für kinderreiche Familien

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Ein nobles Viertel für Familien mit vielen Kindern

Für die eigenen vier Wände in Bogenhausen müssen Käufer die Brieftasche weit öffnen. Für ein 100 Quadratmeter großes Altbaudomizil werden im Schnitt 350.000 Euro fällig, ist aus den Daten des Internet-Marktplatzes Immobilienscout 24 abzulesen. Wer in einen Neubau ziehen möchte, muss noch einmal 50.000 Euro oben drauflegen.

Viele Nobelviertel sind ruhig bis langweilig, weil dort überwiegend ältere Menschen leben, die es zu Wohlstand gebracht haben. Bogenhausen ist überraschend anders. „Es gibt viele kinderreiche Familien in Bogenhausen“, sagt Alexa Schwinthoff, die dort wohnt und selbst Mutter von drei Kindern ist. „Sogar im Herzogpark“, fügt sie hinzu. Das Quartier reicht von der Bogenhausener Max-Joseph-Brücke im Süden bis zum Grüntal und dem Oberföhringer Stauwehr im Norden und gilt als vornehmste Adresse Münchens.

Doch selbst im teuren Alt-Bogenhausen mit seinen toprestaurierten Altbauten leben nicht nur die leitenden Angestellten von Allianz oder Siemens & Co. Manchmal sind es auch die Erben alter Häuser, die ohne Vorstandsgehalt in Bogenhausen leben können.

Wer hier eine Immobilie kauft, kann davon ausgehen, dass sie im Wert steigt. Das hat einen simplen Grund: Es gibt nahezu keine Baureserven mehr. Schon deshalb hätte Frankonia Eurobau wie auch andere nur zu gerne das große Areal der Togal-Werke erworben. „Das Togal-Gelände ist das letzte große Baugrundstück in Bogenhausen gewesen“, stellt Frankonia-Niederlassungsleiterin Mösch bedauernd fest. Das 5200 Quadratmeter große Grundstück, auf dem früher Tabletten gegen Kopfschmerzen hergestellt wurden, ging an den Konkurrenten Bayerische Hausbau. Der kündigte an, dort „60 Eigentumswohnungen im gehobenen Segment“ zu bauen.

Solche Bauvorhaben finden nicht überall Beifall: „Es sollte für jedes ’exclusive Viertel’ ein Wohnviertel mit Wohnungen gebaut werden, die auch für Normalverdiener bezahlbar sind. Die gibt es in München genauso wenig wie Sozialwohnungen“, macht ein Münchener anonym in einem Zeitungsblog seinem Unmut Luft.

Zwar denken alle beim Stichwort Bogenhausen an Villen um die Prinzregentenstraße. Doch der Mittlere Ring hat den Stadtteil nach dem zweiten Weltkrieg in zwei Hälften geteilt. Der nordöstliche Teil bietet wenig Vornehmes: Er ist geprägt durch Wohnsiedlungen und Hochhäuser – zum Beispiel in der Parkstadt Bogenhausen. Die dort in den Jahren 1955 bis 1957 erbauten ersten Münchener Hochhäuser finden die Stadtplaner inzwischen erhaltenswert – und haben sie deshalb unter Ensembleschutz gestellt.


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