Townhouses statt Reihenhäusern Das neue Wohnen in Berlin Mitte

Man könnte sie für einfache Reihenhäuser halten - doch tatsächlich bieten die "Townhouses" in Berlin Mitte sehr viel mehr. Besonders die Gegend um Gendarmenmarkt und Unter den Linden ist begehrt.
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Das Brandenburger Tor mit Blick auf den Pariser Platz: Der Stadtteil Mitte erfreut sich äußerster Beliebtheit. Quelle: dapd

Das Brandenburger Tor mit Blick auf den Pariser Platz: Der Stadtteil Mitte erfreut sich äußerster Beliebtheit.

(Foto: dapd)

BerlinSo also sieht sie aus, die neue Berliner Mitte. Schmale Reihenhäuser, davor ein Sandkasten mit Spielsachen, ein Kindertrampolin, Gartenmöbel und ein bräunliches Stück Rasenfläche, das nach Wasser lechzt. Fast könnte es eine vorstädtische Siedlung sein – wenn die Reihenhäuser nicht Townhouses hießen und architektonisch nicht bedeutend anspruchsvoller gestaltet wären als die Wohnparks auf der grünen Wiese. Und auch das Panorama mit dem Fernsehturm, dem Berliner Dom und der Friedrichswerderschen Kirche macht deutlich: Hier befindet sich das Zentrum Berlins.

Der ungewohnte Blick bietet sich von der obersten Etage eines Rohbaus am Hausvogteiplatz. Dort steht der Bauherr des Neubaus, Maik Uwe Hinkel von der CIC Group Immobilienprojektentwicklungsgesellschaft, und schaut auf die Innenhofidylle zu seinen Füßen. Was er sieht, gefällt ihm: „Hier ist ein funktionierendes Quartier entstanden. Man kennt sich und man grüßt sich.“ Er muss es wissen, bewohnt er doch selber eins der Townhouses.

Das Quartier am Friedrichswerder ist aber mehr als nur ein angenehmes Wohnviertel. Es ist das Paradebeispiel für die Wiederbelebung der Berliner Innenstadt als Wohnort. In der Gegend um den Gendarmenmarkt, die einst das Zentrum Ost-Berlins gebildet hatte, gingen in den Nachwendejahren riesige Grundstücke an Großinvestoren, die darauf Bürokomplexe mit einigen schamhaft im Dachgeschoss versteckten Apartments errichteten. Auf dem Friedrichswerder aber, direkt gegenüber dem Auswärtigen Amt, sollte der mündige Bürger ganz wie in alten Zeiten die Chance bekommen, sein eigenes Stadthaus zu errichten. Deshalb bot das Land Berlin im Jahr 2004 rund 50 handtuchschmale Parzellen Eigennutzern zum Festpreis an – und konnte sich über reißenden Absatz freuen.

Davon profitiert heute auch Bauherr Maik Uwe Hinkel, den vor allem der Blick aus der Dachgeschosswohnung seines exklusiven Neubaus fasziniert. Den am Hausvogteiplatz gelegenen Neubau haben nach Hinkels bisherigen Erfahrungen hauptsächlich deutsche Spitzenkräfte aus der Wirtschaft zu ihrem Berliner Zweitwohnsitz erkoren. Dabei kostet die billigste der neun Wohnungen 4500 Euro pro Quadratmeter. Ein 300 Quadratmeter großes Penthouse hat Hinkel nach eigenen Angaben sogar für 16000 Euro pro Quadratmeter verkauft, was einen Preis von fast fünf Millionen Euro ergibt. Noch nie wurde in Berlin der Verkauf einer teureren Wohnung bekannt.

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