Suche nach Sicherheit Anleger flüchten in deutsche Immobilien

Für eine Investition in den deutschen Immobilienmarkt ist es noch nicht zu spät, sagen Experten. Das Umfeld sei nach wie vor attraktiv und trotz starker Nachfrage gebe es noch keine Preisblase. Doch das kann sich ändern.
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In den letzten Jahren sind kaum Bürogebäude entstanden. Dadurch könnten die Mieten steigen. Quelle: dpa

In den letzten Jahren sind kaum Bürogebäude entstanden. Dadurch könnten die Mieten steigen.

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BerlinSoll man angesichts der Preissteigerungen der vergangenen Monate noch in deutsche Immobilien investieren? Diese Frage bewegt nicht nur private Anleger, sondern auch institutionelle Investoren, wie diese Woche auf der hochkarätig besetzten Branchenkonferenz Quo Vadis in Berlin deutlich wurde. Die Antwort der meisten Profis: Ja, man kann noch kaufen, muss aber aufpassen, nicht zu hohe Preise zu bezahlen.

„Es ist noch nicht zu spät für den Einstieg“, sagte Michael Ramm, der für die US-Bank J.P. Morgan Immobilienfonds betreut. Denn die Renditen befänden sich immer noch auf einem im langfristigen Vergleich „guten Niveau“. Außerdem seien in den vergangenen Jahren wenige neue Büro- und Einzelhandelsgebäude entstanden, so dass steigende Mieten zu erwarten seien. „Deutschland ist nach wie vor ein attraktiver Markt“, folgert Ramm.

Betongold: Krisensieger Immobilie

Frisches Kapital aus aller Welt

Das sehen andere Investoren offenbar ähnlich, wie eine Umfrage des Branchenverbands Inrev unter europäischen Immobilienanlegern zeigt. Inrev vertritt die Interessen nichtbörsennotierter Immobilienfonds. Platz eins belegen bei den Investoren deutsche Einzelhandelsimmobilien; bereits auf dem dritten Platz folgen deutsche Wohnungen.

Diese Vorlieben haben einen einfachen Grund: Anleger suchen angesichts von Schuldenkrise und Turbulenzen an den Finanzmärkten Sicherheit – und diese glauben sie in deutschen Immobilien zu finden. „Aus allen Ländern der Welt fließt Geld nach Deutschland“, beobachtet Jan Bettink, Vorstand der Landesbank Berlin. „ Deutschland wird am ehesten zugetraut, die Turbulenzen unbeschadet zu überstehen.“

Hoch im Kurs stehen Wohnimmobilien in Großstädten. Trotz starker Nachfrage gebe es aber noch keine Preisblase, sagt Harald Simons, Vorstand des Beratungsunternehmens Empirica. Der Grund: „Mieten und Kaufpreise entwickeln sich gleichmäßig.“ In Berlin etwa stieg der Durchschnittspreis für neue Eigentumswohnungen seit 2004 um 23 Prozent. Die Mieten legten im selben Zeitraum aber sogar um 35 Prozent zu. Gleichzeitig warnt Simons Anleger davor, auf ungebremstes Mietwachstum zu setzen: In Berlin erwarte er eine „Verschnaufpause“, in München sei wegen der bereits jetzt sehr hohen Mieten „irgendwann einmal eine Grenze erreicht“.

Für völlig abwegig aber hält selbst Simons die Furcht vor einer Überhitzung des Markts keineswegs. Mit Blick auf die extrem niedrigen Zinsen räumt auch er ein, das billige Geld bereite „den Boden für eine gewisse Kaufpreisblase“.

Niedrige Zinsen bergen Risiken

Auch Stefan H. Brendgen, der beim Versicherungsriesen Allianz das deutsche Immobiliengeschäft verantwortet, stellt „in einigen Bereichen Preisüberhitzungstendenzen“ fest. Wirtschaftsprofessor Wolfgang Wiegard, einer der Autoren des auf dem Kongress vorgestellten Frühjahrsgutachtens des Rats der Immobilienweisen, will diese Gefahr ebenfalls nicht ausschließen: Um die Währungsunion zu retten, werde die Europäische Zentralbank weiteres billiges Geld bereitstellen – mit der Folge, dass noch mehr Kapital in Immobilien fließt. „Dann besteht durchaus die Gefahr, dass es zu einer Preisblase kommt.“

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  • Kauft mal Immobilien :-), ich kaufe sie euch dann später ab. Ich warte schon lange auf die Preisanpassung. Ich bin ja mal gespannt wie der Euro rückabgewickelt wird. Damals war 1 Euro = 1.95 DM, rückabgewickelt wird garantiert 1/1 und dem entsprechend werden die Hauspreise ausfallen. 1 USD wird dann 1 DM sein, damit man hier wieder schön in Deutschland plündern kann. Darauf wartet die Heuschrecke von J.P Morgan schon.

  • Wie sollen denn die Mieten steigen wenn Zukünftig immer mehr Gebäude geräumt werden ? Wer jetzt Immobilien kauft wird sie ohne Verlust nicht los. Sehe ich doch hier in Taiwan. Alle träumen gerade davon das Ihr Haus im Preis gestiegen ist, weil Ihnen das die Regierung mit den qm3 Wohnpreisen so vorgaukelt. Es besteht aber ein Überangebot an Gebäuden und überhaupt keine Nachfrage, durch die Krise ziehen immer mehr Familien zusammen um Kosten einzusparen. Das wird in Deutschland auch noch so kommen. Mit Managern aus allen Bereichen mit denen ich hier Kontakt hatte, Maschinenbau oder sonstiges meinten das es dieses Jahr mächtig bergab gehen wird, da keine Aufträge und dann liest man so einen Mist hier. Anstelle die Meinung eines System manipulierenden Clown von J.P Morgan hier zu veräussern sollten sie lieber selber recherchieren. Aber freien Journalismus gibt es ja in der EU Diktatur nicht mehr.

  • Immobilien sind an sich eine gute Sache, allerdings müssen auch die Zahlen stimmen, sprich die Rendite.
    Risiken gibts überall, auch hier. Man darf nicht den Einfluss des Staates übersehen. Wer meint die Immobilie wäre sein Eigentum kann es mal versuchen und keine Grundsteuern zahlen.
    Da wird der wirkliche Eigentümer zum Vorschein kommen.
    Dieser kann nach Laune z.B. die Grundsteuern erhöhen. Oder das Grundbuch mit einer Zwangshypothek belegen.
    Weiterhin schrumpft die Bevölkerung in Deutschland und dazu wird in den Großstädten viel gebaut, was das Angebot an Wohnungen vergrößert.
    Da die Deutschen immer weniger Geld in der Tasche haben, wird man auch nicht ewig die Miete erhöhen können.

    Man muss also wissen was man tut. Aktien dagegen finde ich preislich interessanter.

    Grüße und frohes Investieren,

    Torty Cash

  • sollen die Goldmans und Morgans ruhig hier in D Immos kaufen! Hatten wir ja vor 80Jahren schonmal hier! ;)

  • Vorsicht, wenn "Profis" und "Branchenkenner" etwas empfehlen.

    In der Regel profitieren meist nur die davon.
    Wenn einer nach Subvention schreit, will er sich am Steuerzahler bereichern.
    Wenn jemand Immobilien anpreist, wird er wohl ne Maklergebühr im Auge haben und nicht des Anlegers SIcherheitsinteresse.

  • ...kleine Anmerkung noch zum Gold: ungesetzlich natürlich nur dann, wenn es Gegenstand einer Vermögensaufstellung oder Bemessungsgrundlage einer Besteuerung wäre...

  • ...naja, die Hypotheken-Ausgleichsabgabe war weit vor meiner Zeit... ...die Griechen lassen sich wegen ihrer Pools wohl schon was einfallen... ...und der Vater Staat greift uns doch schon vielseitig anders in die Tasche... ...ungesetzlich (Gold im Keller) möchte ich auch nicht werden... ...sind Immobilien da nicht doch eine recht überschaubare und gute Alternative?

  • ...PHFTTTT... ...da bin ich jetzt aber beruhigt, daß mein Umfeld, welches mir zu diesem Schritt geraten hatte, ja nicht so gänzlich Unrecht gehabt haben kann... ...irgendwie hatte ich das auch ncoh vonn meinen Großeltern so im Ohr: ...die eine Generation baut auf, die Nächste aus und ich wollte nicht zu der "abbauenden" Nachfolgegeneration gehören... ...aber was mache ich denn dann am besten mit meinen Reserven und dem, was in Zukunft dazu kommt. Die Baufinanzierung hat ja einen langfristig günstigen Zins und eine recht hohe Tilgung...

  • Wenn der Staat Geld braucht, sind Immobilien fast immer das erste was angefasst wird, denn man kann sie nicht ins Ausland bringen und auch nicht im Keller verstecken wie z.B. Gold.

    Schöne Beispiele sind Irland (Einführung einer Art pro Kopf Haussteuer) oder sogar Griechenland (Swimmingpoolsteuer).

    Die meisten haben den Lastenausgleich in Deutschland nach dem Krieg auch schon vergessen, wo Immobilieneigentümer massiv zur Kasse gebeten wurden.

  • Für den Eigenbedarf ist eine Immobilie immer das Beste. Nur, als Kapitalanlage, um Mieten zu generieren, ist sie fragwürdig. Bei Nichtvermietung bleibt man auf den nicht niedrigen Nebenkosten sitzen und bei Vermietung darf man kein Pech haben, wie Mietnomaden, Vater Staat und viele andere Parasiten.

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