Schäden am Haus So schnell gehen Wasserschäden ins Geld

Wasser wischen, Wände aufreißen, Papierkrieg mit der Versicherung – Wasserschäden sind lästig. Wie häufig sie vorkommen und wie teuer sie werden, hängt auch von Stadt und Region ab. Auf was Hausbesitzer achten müssen.
Einen Wasserschaden zu entfernen ist alles andere als einfach. Und kann im Zweifel auch richtig teuer werden. Quelle: IMAGO
Wasserschaden

Einen Wasserschaden zu entfernen ist alles andere als einfach. Und kann im Zweifel auch richtig teuer werden.

(Foto: IMAGO)

FrankfurtEs ist zwei Jahre her, dass Claus Albertz* die Kellertreppe seines Reihenhauses in der Nähe von Bonn herunter ging und plötzlich nasse Füße hatte. „Nach der letzten Treppenstufe machte es ‚platsch‘“, erzählt er. Sein gesamter Keller habe etwa zwei Finger breit unter Wasser gestanden. Ein kleines Loch war ihm zum Verhängnis geworden. Es war ein Loch in einem Rohr, das nicht etwa in der Kellerwand lag, sondern im zweiten Obergeschoss, kurz unter dem Dach. Von dort war das Wasser durch die Wand bis hinunter in den Keller gelaufen. „Durch Ablagerungen haben sich aggressive Substanzen gebildet, die das alte Kupferrohr durchlöchert haben“, sagt Albertz. Zuerst sei das Wasser nur heraus getropft, als das Loch größer wurde, herausgeflossen und habe schließlich den Keller unter Wasser gesetzt.

Fälle wie diesen gibt es in Deutschland täglich. Allein im Jahr 2013 zählte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft 1,1 Millionen Leitungswasserschäden. Sie verursachten einen Gesamtschaden von rund 2,1 Milliarden Euro.
Ursache für Leitungswasserschäden seien meist Rohbrüche, sagt Versicherungsberater Rüdiger Falken. „Dann ist das Rohr an irgendeiner Stelle gebrochen, das Wasser läuft heraus, durchfeuchtet die Wand und läuft schließlich auch in den Wohnraum.“ Auch dass das Wasser wie bei Albertz an einer anderen Stelle als dem Ort des Rohrbruchs austrete, sei keine Seltenheit. „Das Wasser sucht sich immer den einfachsten Weg, deshalb läuft es oft erst einmal durch das Gebäude.“ Die Suche nach dem Schaden sei daher häufig teurer als die Schadensbeseitigung selbst.

Gründe für gebrochene Rohre könnten Alter, Verstopfungen oder eine falsche Montage sein, sagt Falken. Auch Brüche durch Frostschäden seien häufig. „Das passiert vor allem in Ferienhäusern oder wenn die Hausbewohner im Winter vereist sind und die Heizung abgestellt ist. Das Wasser friert, das Rohr bricht, dann taut das Wasser wieder und läuft heraus.“ In solchen Fällen gebe die Versicherung den Versicherten häufig ein Mitverschulden, weil sie nicht ausreichend geheizt haben.

Die Romantik des Häuslebauens
Niedrigzinsen und Sicherheit
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Der Wunsch sich im Alter mit einer Immobilie absichern zu wollen, ist ungebrochen hoch. Für etwa jeden zweiten Interessenten (54 Prozent) ist dieses das wichtigste Kaufmotiv. Die Ausnutzung der günstigen Zinsen liegt auf Platz zwei (46 Prozent), gefolgt von der Vermeidung von Mietzahlungen mit 38 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Immobilienbarometer von Interhyp und ImmobilienScout24 hervor.

Platz für eigene Ideen
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Ein Immobilienerwerb wird aber nicht nur aus rationalen, sondern auch aus emotionalen Gründen getätigt. 50 Prozent der Befragten möchten sich frei entfalten können und die erworbene Immobilie beispielsweise durch Umbaumaßnahmen nach den eigenen Wünschen gestalten.

Heimat für die Familie
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Für 40 Prozent ist der Wunsch, der Familie ein dauerhaftes Zuhause zu geben, ein wesentlicher Entscheidungsgrund. Fast ebenso viele Kaufinteressenten (38 Prozent) geben an, unabhängig vom Vermieter sein zu wollen.

Eigenes Dach über dem Kopf
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Auch das gute Gefühl ein eigenes Dach über dem Kopf zu haben (37 Prozent) und einen Wert zum Vererben zu schaffen (32 Prozent) spielen für die Deutschen beim Hauskauf eine Rolle. Michiel Goris, CEO des baugeld-Vermittlers Interhyp, sagt: „Das Umfrageergebnis zeigt, dass auch emotionale Motive wie freie Entfaltung, Sicherheit und Unabhängigkeit zusätzliche entscheidende Treiber für den Kauf von Wohneigentum sind.“

Finanzielle Gründe
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Nur jeder Neunte meint, dass ausschließlich finanzielle Gründe eine Rolle beim Immobilienerwerb spielen. Diese rationale Haltung vertreten besonders Kapitalanleger: 39 Prozent geben an, dass Emotionen keinen Einfluss auf ihren Kaufentscheidungsprozess haben.

Doch in Häufigkeit und Schadenshöhe von Leitungswasserschäden gibt es große regionale Unterschiede. Das zeigt eine Studie des Versicherers Generali. Im Bereich der Wohngebäude- und Hausratversicherung hat Generali mehr als 128.600 Leitungswasserschäden der Jahre 2012 bis 2014 ausgewertet und das Risiko auf zehn Jahre hochgerechnet.

Besonders häufig haben demnach die Saarländer mit Wasserschäden zu kämpfen. Durchschnittlich jeder Fünfte hat dort innerhalb von zehn Jahren unter einem solchen Schaden zu leiden. Nordrhein-Westfalen, das Bundesland in dem auch Claus Albertz lebt, ist am zweithäufigsten betroffen. Dort müssen immerhin 17,4 Prozent aller Bürger einmal in zehn Jahren Wasser aufwischen, während es in Rheinland-Pfalz 15,7 Prozent sind. Die wenigsten Wasserschäden gibt es in Hamburg und Sachsen. Dort haben nur 6,3 beziehungsweise 6,8 Prozent der Bevölkerung in zehn Jahren einen Leitungswasserschaden. Insgesamt treten Wasserschäden im Westen Deutschlands häufiger auf als im Osten.

Besonders Kölner leiden unter der Feuchtigkeit
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